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April, und eben so viel im October / da sie von einem Ort zum andern ziehen/ zum trinken. Dieses ist also alles/ was diese elende Leute/ welche W aus Jahr ein, allen Ungemachlichkeiten des Wetters ausgesetzet sind, geniefen und die des Nachts weiter nichts als eine schlechte Hütte zu ihrer Bedeckung haben. Auf solche Weise müssen ifooo Menschen, welche durch ihren Schweis und Arbeit den Königen den Scharlach und den Car- dinälen den Purpur bereiten, leben; dann es müssen wohl eben so viel Leute seyn, welche die Schafe von der ersten Gattung hüten , deren jeder auch täglich 2 Pfund Brod bekömmt, und ebenfals seinen Schäferhund hat. Ich'bin diesen Heerden oft auf den Gebürgen und Hügeln des Königreichs 8on, Altcastilien, Cuenca und Arragonien begegnet. Ich habe stlbige des Winters in den Ebenen von Mancha, Estremadura und Andalusien aesehm/ und bin ihnen verschiedentlich, wann sie von einem Ort an den anderen getrieben worden, begegnet, daß man mir also ganz sicher glauben kann Ich habe allerhand Betrachtungen über solche angestellet, und was noch das vornehmste ist, so habe ich das Glück gehabt mit einem alten Geistlichen , der die Schafzucht vollkommen verstünde, und der die geringsten Kleinigkeiten sowohl wegen ihrer Erziehung als Nahrung wüste, be- könnt zu seyn. Schafe bringen nun, wie ich schon gesagt habe,
den ganzen Sommer auf Bergen und Hügeln zu. Ehe ich aber etwas von ihrem Weg, wenn sie in ihre Winterquartiere getrieben werden, melde, so wollen wir erst sehen, wie einige Heerden in zwey verschiedenen Gegenden leben, daß man sich wegen deren Zucht, in Absicht auf andere, nur einigen Beqrif machen könne. Die eine ist um Munkana und die andere ist um Medina herum. Ich erwähle diese zwey Oerter blos deswegen, weil ick mich an dem einen zwey Sommer, am andern ober einen aufgehal- fen habe. Der eine ist ganz gegen Norden von Spanien, und von den Winterweiden am weitesten entlegen, der andere liegt gegen Westen, und ist selbigen desto naher; der eine hat die höchsten, der andere aber die niedrigsten unter allen spanischen Weiden; endlich hat der eine an würzigten Krautern einen Ueberflus, da im Gegentheil am andern nichts davon anzu- treffen^ bic Schäfer thun, wenn sie ihre Schafe des Mittags in ihre Sommerbehälter zurück führen, ist, daß sie ihnen so viel Salz, als sie nur essen können, geben. Ein jeder Eigentümer giebt vor jede tausend Schaft hundert Arroben, oder rs Centner Salz, welches sie in fünfMo-


