;z8 Giesisthe wöchentlicht Nemeittnützige Anzeigen

lungen alter Mauren oder Baume, oder auch in den Schilf, und stehen Da Frost und Hunger aus, ohne, zu hungern oder zu frieren, bis sie durch die Warme' des Frühlings wieder belebt, und, so zu sagen, vom Tode erweckt werden. Andre legen sich Vorrathskammern für den Win­ter an, füllen stein der Ernde mit der^ihnen nöthigen Speiße, und ver­wahren sie darinnen mit einer solchen Vorsichtigkeit, beobachten auch in ih­rem Genüsse eine solche kluge Eintheilung, als wenn sie genau ausrechnen könnten, wie viel ein jedes von ihnen in sechs Monaten zu seiner Erhaltung brauchte. Andre, als viele Vögel und Fische wandern und ziehen zu ge­wissen Zeiten von einem -Orte zum andern, theils ordentlicher Weise, weil alsdann ihre Nahrung an den Orten, wo sie sich aufgehalten haben, auf­hört, theils ausserordentlich, wenn irgend einmal ein Mangel an dem ih­nen nöthigen Futter einfällt. Wer pstanzte ihnen diese wunderbare Nei­gung ein, nach ihren verschiedenen Bedürfnissen auch ihre Wohnung zu verändern? Wer lehrt sie die bequemste Zeit zu ihren Wanderungen? Was ist bewunderswürdiger, als die Ordnung und Policey, welche sie auf ihren Reisen beobachten, wenn sie in grosen Gesellschaften über so wei­te Länder und Meeren stiegen? Wer macht sie so klug, daß sie ihren Weg niemals verfehlen? Wer führt, wer ernährt sie, wer reichet ihnen, was sie bedürfen? Wer hat ihnen die Herbergen angewiesen, worinney sie ihre Nahrung antreffen? Ein Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit; Tur­teltaube, Kranich und Schwalbe merken ihre Zeit, wenn sie wieder kom­men. Wer etkennt nicht daraus einen höheren Verstand, der nichts ohne Absicht thut, und sich keine Absicht vorsetzt, die er nicht durch die gewis­sesten und besten Mittel zu erreichen weiß?

Und wer erkennt ihn nicht in den witzigen Erfindungen und Künsten der -Tbiere, ihrer Nahrung habhaft zu werden! Diejenigen, welche bestimmt sind , von dem Ueberstuffe anderer Thierarten zu leben, können ihr Fut­ter nicht mit der gelassenen Ruhe finden, als ein Rind oder Schaf- Sie hätten Schnabel, Stachel, Zähne, Klauen und andre solche Werkzeuge; sie hätten Stärke und Geschwindigkeit vergebens, wenn ihnen die Wis­senschaft und Kunst verweigert wäre, sich dieser Werkzeuge zu ihrem Nutzen zu bedienen. Was eröfnet sich hier nicht für ein weiter Schauplatz der göttlichen Weisheit und Vorsicht! Welche gebohrene Jäger sind nicht so viele Raubvögel l Welche Baumeister die Biber, die von Holz ganze Dämme über Wasser anlegen, um auf denselben die Fische zu belauren, von dsnm ste kben söllenl Welche künstliche Weber die Spinnen, Netze zu n!' ver-