Mesische wöch entlich - gemeinnützige Anzeigen
„ bekannt, welcher von allen, Ze st gekennt haben, ist beweint worden „ Sie war rn ihrem Leben die Bewunderung und das schönste Muster der h Nachahmung aller treuen Mütser. Diese vortrefliche Frau verlohr ih- " ™ ^6nJte zärtlichste liebte, in der besten Blüthe fei« h Er Unterließ ihr bey. einem mittelmcisigen Vermögen dren
„ Söhne und eme Tochter, die alle noch unerzogen waren. Man kann „ sich leicht vorstellen,^daß ihr nichts in der Welt empfindlicher müsse ge- „ wesen seyn, als der Verlust eines Gemahls, dessen Leben noch so viel nt „ ihrer eignen und ihrer Kinder Glückseeligkeit hatte betragen können. n inzwischen unterwarfJje sich doch mit der grösten Geduld der Füh- " nllH8 ?? Sie sah den Tod ihres Gemahls nur als eine de- , „ sto stärkere Arssmunterung an, ihr ganzes Leben der Tugend zu heiligen, „ und für das Gluck ihrer Kinder zu sorgen. Diese Sorge beschäftigte st „ den ganzen ^ag. Sie nahm sich vor, ihr gesammtes Vermögen zu ei- „ ner tugendhaften und weisen Erziehung ihrer Kinder anzuwenden, und „ ihre eigne Bequemlichkeit dem Wohl derselben aufzuopftrn. Sie fcctte „ mir lehr Ofce/ daß eine tugendhafte Erziehung die allerbeste ,, ^.rbfchaft wäre/ die Eltern ihren Rindern hinterlassen könn^ „ ten. Wae helfen uns die größten Reichthümer/ wenn wir sie „ nicht aus eine Vernünftige Art anzvwenden wissen/ und wenn „ wir sie nur brauchen/ um unsre lasterhafte Neigungen zu be- „ fticdigen W<i6 helfen uns alle Schätze der ^Velt/ wenn wir „ sie als Thoren besitzen/ denen das Glück/ das sie in ihrem „ Geld zu finden meinen/ ein wahrhaftes Unglück ifly Meine „ Rinder Men die Tugend lernen/ und wenn sie diese gelernt „ haben, fo sind sie reich genug. Ich wundre mich manchmal „ recht sehr/ wenn Leute/ denen die Vorsicht ein groses Ver- „ mögen Verliehen hat/ ihre Rinder in der Tummheit und in „ den niederträchtigsten Gesinnungen verwildern lassen wie r) ^^e Menschen könnten durch die bessere Erziehung dersilbcn ff glücklich gemacht werden, da sie aniyt zu weiter nichts tau# h §en / als sich mit den unnützesten Dingen zu beschäftigen oder ff dre fo kostbaren Tage mit einem unverantwortlichen Müs^ h siggchen ztt verschwenden! O wie gros nmß die Vcrantwor- „ tung solcher Eltern seyn! Sie entschuldigen sich zwar manch-- „ mal damit/ daß ihre Rinder nichts hätten lernen wollen/ und ?> daß sie sie mehr ihren r^eigmrgen hätten überlassen / als sie
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