Ausgabe 
21.5.1765
 
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wöchentlich- geminliüßW WMgen mb Mchrtchken.

Ein und Zwanzigstes Stück.

Dienstags dm nun May 1765.

Mit Hochfürstl. Hessens Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.

Beyerag zu der geheimen Geschichte.

äAMir haben den vorigen Posttag sehr viele Briefe von unfern Corre- spondenten erhalten. Unter allen aber hat uns keiner besser gefal- len, als derjenige, der uns von Leipzig ist zugeschickt worden.

Wir wollen ihn unfern Lesern also zuerst mittheilen. Er verdient mit Auf­merksamkeit gelesen zu werden, nicht allein wegen des merkwürdigen In­halts, sondern auch um der Seltenheit der Person willen, von welcher darinn Nachricht gegeben wird.

Meine Herrn!

Der Einfall, Ihre Leser durch eine geheime Geschichte von glücklichen und unglücklichen Personen, zu bessern, hat mich ungemein "vergnügt, und ich wünsche recht sehr, daß Sie Ihren edlen Endzweck erreichen ,, möchten. Ein Wunsch, der, wie ich glaube, nicht ganz vergeblich ist. Denn wie wenige Moralisten haben noch durch die glücklichsten Einfalle ihre Leser gebessert! Doch vielleicht gelingt es Ihnen. Lassen Sie sich durch meinen Zweifel nicht irre machen, und fahren Sie fort, Ihren Le- fern die Nachrichten mitzutheilen, die Sie von Ihren Correspondenten tf erhalten. Ich mache Ihnen zu dem Ende anitzt Den Tod einer Frau £ bekannt,