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Endzweck der Strafe, die Besserung, aus den Augen setzt, oder wenn man einen geringen verzeihlichen Fehler eben so hart bestraft, als einen grosm. Ueber diese Art, die Kinder mit Schlägen zu strafen, klagen wir nur. Und Montagne/ dieser berühmte Schriftsteller, hat schon darüber geklagt , wenn er von den Fehlern der Kinderzucht in öffentlichen Schulen redet. Wir wollen zur Bestätigung unsrer Gedanken seine Worte hierher setzen. „ Unter andern, sagt er, hat mir die Einrichtung unsrer mer- „ sten Schulen'allezeit misfallen. Vielleicht würde man darinnen keinen fr? so nachtheiligen Fehler begangen haben, wenn man sich zur Nachsicht; n geneigt hätte. Sie sind ein wahrer Kerker sirr die gefangene Jugend, w Man macht dieselbe liederlich, wenn man sie eher straft, als sie es ist. n Kömmt man in die Schulstunde hinein, so hott man nichts als em n G'cschrev gepeinigter Binder, rmd für Zorn ganz auser sich ge- brach rerLehrex.. Ist das die Art, in diesen zarten und furchtsamen See- ,? len.die Lust zu erwecken, ihre Leetion zu lernen, daß man sie mitfeuer- „ rothem Gesichte, und mit der Ruthe m der Hand dazu anführd? Ein 5, unvmmnftiges und schädliches Verfahren. (Lumtilran hat auserdem noch sehr wohl bemerkt, daß diese ungesiümme Herrschaft schlimme Fol- ff gen nach sich ziehe, und besonders nach unsrer Art zu züchtigen. Wie viel anständiger würde es nicht feyn, wenn ihre Schulstuben anstatt blu- ff rtflcr Ochsenziemer, mit Blumen bestreuet und mit Meyen geschmückt fr, wären? Ich würde die Freude, die Lust, die Fluren und die Huldgöt- ff tinmn darinnen abmalen lassen, wie ehedem der Weltweise Gperrsipp 9r in seinem Hörsaale gethan hat, damit die Kinder zugleich Nutzen und „ Ergetzen darinnen fänden. Man muß das den Kindern gesunde Fleisch fr, überzuckern, hingegen das schädliche vergällen.,,
Da also die Kinderzucht nicht ganz ohne alle Strafen vollendet werden kann; |o rst erstlich die Frage: wenn soll man strafen? Und zweitens: wie soll man strafens Wir getrauen uns diese Fragen nicht selbst zu, beantworten, aus Furcht, wir möchten sie nicht so vollkommen und so vortreffich beantworten, als cs der berühmte Herr Prof Sulzer m seinem schönen Versuch von der Erziehung gcthan hat. Wir wollen zu mehrerem Nutzen unfern Lesern einen Auszug daraus mittheilen, und sie dadurch begierig machen, das ganze Buch zu lesen.
Erstlich: wenn soll man strafen:' Nach den verschiedenen Neigungen der Kinder giebt es verschiedene-Arten der Strafen, deren man sich Hedmen kanu.. Es wird voraus gesetzt, dir Absicht aller Strafen muß die Bef-


