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Gemeiniglich pfleget man, wenn man Bäume setzst, Locher, die weder weit, noch tief genug sind, zu graben, darin die Stämme, deren Wurzeln nicht selten ziemlich trocken und schadschaft sind, auf Gerathewohl zu stellen, auf die Wurzeln die ausgegrabene Erde und Schollen so gleich zuscharren oder zu werfen, und mit den Füssen dicht einzutretten. Damit ist man nun bald fertig; aber die Früchte zeigen sich auch davon, daß die so in die Erde gepflanzete Bäume oft nicht anschlagen, oder nur kümmer­lich wachsen'

Dieses letzte zu vermeiden, hat man verschiedenes zu beobachten. Nach dem Ausheben eines Baums aus der Baumschule ist er so bald, als es nur geschehen kann, an den bestimmten Ort zu setzen; weil die kleine zar­ten Wurzeln, wodurch er hauptsächlich Nahrung und Kraft zu wachsen er­hält, von der Luft leicht ausgetrocknet werden, und er, wenn sie vertrock­net sind, am Wachsen sehr gehindert wird; und weit überhaupt ein Baum desto eher gedeyhet,je frischer seine Wurzel wieder in die Erde kommt. Die Erde, welche nach dessen Ausgraben an den kleinen und zwischen den grös- sern Wurzeln hängen bleibet, ist daran zu lassen; denn man weis, wie gut em Baum, der mit sammt aller Erde an den Wurzeln ausgehoben und ver­setzet wird, wüchset.

Sollte die Wurzel etwas trocken geworden seyn; so thut man wohs, wenn man sie vor dem Setzen eine oder zwey Stunde in Wasser einweichet. Befindet sich aber etwas verletztes oder ungesundes an ihr; so ist es wegzu- schneiden, damit es nichts schlimmers nach sich ziehe. Uebel gewachsene Wurzeln können ebenfalls abgenommen werden. Der obere Theil des Baums darf nicht viel grösser, als die Wurzel seyn; sie kann ihm sonst den nöthigen Nahrungssast nicht verschaffen; und deswegen sind an ihm die Aeste zugleich gehörig zu beschneiden. Es würde aber ein Verlust seyn, der nicht so bald wieder ersetzt wäre, wenn man von den gesunden Wur­zeln und dem Obern Theile des Baums so viel abnehmen wollte , als es Qumtim'e und andere, die ihm folgen, verlangen. Die Herzwurzel wird indessen, wenn sie auch gesund ist, aus der Ursache, die schon Mgefühvet worden, nicht ohne Nutzen verkürzet.

In das ossengestandene Loch, das man mit der geruheten Erde aus demselben bis gegen neun oder zehn Zoll etliche Tage vorher ausfüllet, wird der Baum etwas höher gesetzet, als er zuvor gestanden hat; weil er sich darin mit der Erde senket. Die Regel, den Baum nicht tiefer zu setzen, als er vorher gestanden, kann man da in Acht nehmen, wo der gute Bs-

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