Ls G re fische wöchentlich -- Fememnötzige Anzeigen
Hieran ist nicht zu zweifeln, da auch die obere fruchtbare Erde untenhin gebracht wird, und darin sowohl, als in dem lockeren Grunde die "Wurzeln wohl sortkommen und sich leicht ausbreiken. Ein solches Umwenden würde insonderheit an einem -Orte, unter dessen Obern Boden harte und nicht gar gute Schichten des Erdreichs liegen, recht nützlich seyn. Allein die wenigsten werden zu dergleichen mühsamen und kostbaren Arbeit Lust haben. Den meisten möchte nicht einmal der Vorschlag gefallen, den Boden nach Der Lange da, wo die Baume in den Reihen stehen sollen, auf solche Art nur allemal sechs Schuhe breit zu graben; so gut es sonst auch ist.
Der Vorschrift des Columella ist leichter zu folgen. Sie bestehet ' darin: Man soll ein Jahr vorher, ehe man die Baume setzen will, die Löcher graben; weil dieselben alsdann durch die Sonne und den Regen mürbe gemacht werden, und das darin gepflanzte geschwind anschlägt. Will man aber in eben demselben Jahre die Löcher machen, und die Bäume setzen; so muß man wenigstens zwey Monate vorher die Löcher graben; her- riach darin Stroh anzünden, daß sie davon warm werden. Je weiter und geräumiger man sie macht, desto erwünschtere und grösere Vortheile wird man davon haben ; sie sollen aber unten weiter, als oben werden, damit die Wurzeln desto weiter auslaufen können.
Alles dieses ist gegründet. Dabey läßt sich nur noch an merken, daß die Erde sowohl in den Löchern, als auch diejenige, welche man aus denselben auf Haufen wirft und ruhig liegen läßt, nicht allein durch die Sonne und den Regen, sondern auch durch die Luft und fallende Dünste, und in kaltem Ländern im Winter noch mehr durch Den Frost und Schnee für die Wurzeln Der Bäume recht verbessert wird; daß die Löcher in einem guten Boden, vornehmlich zu jungen Apfel und Birnbäumen, nicht weniger, als drey Schuhe weit und zwey und einen halben Schuh tief; in einem schlechtem Erdreiche aber, das unten liegt, nach Dem Herrn dü Hamel sechs Schuhe breit und einen und einen halbe» Schuh tief seyn sollen; und daß das Verfahren nach. Dem Rathe des Columella an solchen Orten besonders nützlich sey, wo sich keine ganz frische Erde befindet: Wo aber an die Stelle eines abgestandenen oder ausgerodeten alten Apfel-Birn-oder Kirsch- daumes ein junger von eben derselben Art eines jeden soll hingepflanzet werden, da ist überdas nöthig, daß man das Loch über fünf Schuhe weit und drey Schuhe tief mache, und nachdem man es ein Jahr oder, welches noch besser ist, zwey Jahr offen gelassen hat, bev Dem Setzen des Baumes es nicht mit Dem herausgeworfenen abgenutzten, sondern mit frischem Erdreiche bis über die Wurzel aussüüe. Ge-


