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find, würden Gie wohl unfern huldreichsten Fürsten ohne diese grose, ohne diese gemeinnützige Endzwecke, zu denjenigen Entschkiesungen haben bewegen können, die heute der Preis unsrer Gesellschaft und der edle Neid unsrer gelehrten Mitbürger sind? Gewis, meine Brüder! wir würden höchst undankbar gegen diese unsre Gönner seyn, und uns Ihrer Gewogenheit ganz unwürdig machen, wenn wir Ihren Empfelungen andre Absichten andichten wollten. Sie sind eben so verehrungswürdig, diese Absichten, eben so weise und vortreflich, als die Gnade des Fürsten gegen uns gros und unverdient ist. Unsre Pflicht ist es nun, daß wir alle Mittel anwen- Den, wodurch diese Endzwecke auf das sicherste und untrüglichste erhalten und befördert werden können. Das wird der vornehmste Preis seyn, den wir auf die Huld eines Fürsten setzen können, der uns heute wohlthuend seegnet. Das werden die besten und gefälligsten Opfer seyn, die unsre Dankgeflissenheit der groömüthigen Unterstützung unsrer Gönner bringen kann.
Wem haben das Glück, die Ehre, den Seegen, womit heute die Gnade eines weisen Fürsten unsre Gesellschaft krönet, wem haben wir diß alles anders, als dem geringen Anfang des Eifers zu verdanken, mit dem wir uns bisher in den schönen Wissenschaften geübt haben? Die Forschung dieses Eifers wird also auser Streit das bewährteste Mittel seyn, unsre Vortheile für die Zukunft immer weiter zu treiben. Und je mehr unsre Fähigkeiten mit jedem Tage wachsen, je mehr sich unsre Einsichten erweitern, je mehr wir uns beeifern werden, die Fehler zu vermeiden, die bis hieher unsre Ausarbeitungen unvollkommen gemacht haben: desto mehr werden wir in unfern Bemühungen Gefallen und uns um die grosmüthigste Unterstützung unsrer Beförderer verdient machen. Und wodurch soll ich Sie zu diesem Eifer ermuntern? Es ist nicht nöthig, daß ich Sie lange mit fremden Bewegungsgründen unterhalte. Die schönen Wissenschaften selbst haben so viel reizendes, soviel liebenswürdiges, so viel nützliches an sich, daß derjenige ohnmöglich gegen sie gleichgültig seyn kann, der wünscht, daß sein Verstand mit mannigfaltigen Kenntnissen bereichert, seine Sitten sanfter gemacht und sein Herz allen edlen und grosmüthigen Empfindungen aufgeschlossen werde.
Aber nicht ein jeder erndet diese wohlthätigen Früchte auf den an- muthövollen Fluren der schönen Wissenschaften. Man muß sie auf eine ganz besondere Weise erlernen, wenn sie alle diese grosen Vortheile über unsre Seele ergiesen, wenn sie über unfern ganzen Charakter Rechtschaf-
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