und Nachrichten. r-r

bisher,nicht selbst in unfern Augen noch voll, -on Fehlem und UntzovkM- menheiten? Fangen unsre Fähigkeiten nicht, erst an, sich zu entwickeln, und haben wir uns wohl je noch mit der Einbildung geschmeichelt, daß sie keiner Ausbesserungen mehr fähig waren? Wie gering werden denn unsre Bemühungen erst in den Augen ss groser Kenner des Schönen und des Vollkommnen in den Werken des Geschmacks bis hieher gewesen seyn? Nein , diese Fähigkeiten, diese Ausarbeitungen, diese können uns unmög- lich die Gewogenheit so Einsichtsvoller Beförderer, diese können und die Gnade eines so erhabenen Fürsten nicht erworben haben. Sie müssen würdigere Ursachen, Sie müssen die reinsten und edelsten Absichten gehabt haben, jene Mäcmett, daß Sic uns der unschätzbaren Gnade eines so weistrr Augusts empfolen haben. Haben Sie vielleicht den Eifer angese­hen, womit wir uns bisher um unser Wachsthum in den schönen Wissen­schaften und ihren Beyfall bemühet haben? Haben Sie vielleicht diesen Eifer durch ihre Gewogenheit unterstützen, durch ihren Beystand noch mehr beleben wollen? Haben Sie vielleicht einige schwache Hofnungen von der Verbesserung unsrer Talente und unsers Geschmacks bey uns auf­keimen sehen und uns nur darum dabey Ihres Beystandes gewürdiget, damit wir nicht bey unfern ersten Versuchen ermüdeten, und gleich an­fänglich von dem guten Vorhaben, die Sprache unsers Vaterlandes, samt den schönen Wissenschaften überhaupt gründlich zu erlernen, abge­schreckt würden? Haben Sie vielleicht das erhöhete Ansehen unsrer Gesetze als ein Mittel betrachtet, fähigen und Lehrbegierigen Jünglingen eine de-

. sto stärkere Ermunterung und bequemere Gelegenheit zu verschaffen, sich in den Werken der Dichtkunst und Beredsamkeit zu üben? Haben Sie sich vielleicht von dieser Gesellschaft die Vorstellung gemacht, daß mit der Zeit aus ihr eine Schule des guten Geschmacks, der Sitten und der Tugend werden könne? Haben Sie vielleicht geglaubt, daß einst in derselben wür­dige Lehrer für die Kirche, rechtschafne Richter und treue Bürger für dm Staat könnten erzogen werden ? Haben Sie - Ja, alle diese vortref- lichen, alle diese väterlichen Absichten haben Sie bey Ihren günstigen Empfelungen gehabt. Und wenn Sie sie nicht gehabt hatten, würden Sie nicht aufgehört haben, die gütigen Menschenfreunde, die Beförderer der Wissenschaften, würben Sie nicht ausgehört haben, unsre Vater und unsre Lehrer zu seyn? Und würden Sie wohl einen Fürsten, der.nichts billigt, was nicht zum wahren Wohl seiner. Bürger gereicht, der keinen Empfelungen Gehör giebt, wobey kerne rühmliche/ keine nützsicheAMte^

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