so GLesische wöchemlich -- gemeimrützige Anzeigen

wesen, daß er nicht täglich einige Geschäfte verrichten könnte. Es giebe Arbeiten/ die auch von den schwächesten Personen/ ja die von Kindern/ ge- than werden können. Das Spinnen/ das MollZupftn rc. erfordert we­nige Kräfte. Uiberdas sind viele/ uny man kann fast sagen/ die mehreste Armen sind gesunde starke Leute. Nicht am Vermögen/ sondern am Wil­len zu arbeiten/fehlet es ihnen. Und eben diß ist bei den meisten die Ursache der Armuth. wer feinen Acker bauet/ wird Brods gnug haben; wer aber Müssiggang nachgehet / wird Armuchs guug haben: spricht Salomo/ in den GprüchwörterN/ 28, i-. Zeisige Hand wird herrschen/ die aber lässig ist/ wird zinsen. Einem lässigen gerärh sein Handel mehr; aber ein fleisiger Mensch wird reich. Cap. 12, 24. 27. Im Psalm 128, 2. heisset es: du wirst dich näh­ren deiner Hände Arbeit; wohl dir/ du hast es gut. Viele stür­zen sich ins Armuth durch ihre Verschwendung, wer gern in Wohl-- !ust lebet/ wird mangeln/ i schreibet Salomo/ Sprw. 21., 17.20.) und wer Wein und Oelc liebt/ wird nicht reich. Im Hause des weisen ist ein lieblich'r Schatz / und Oclt/ aber ein VXaxr ver, schlemmers Andere kommen, durch Gottlosigkeit und Unsegen, um ihr Vermögen. Der Gegen des HErrn machet reich ohne Mühe. Spr. Salom. io, 12. Die den HErrn fürchten haben keinen Mangel. Die Reichen müssen darben und hungern; aber die den HErrn suchen, haben keinen Mangel an irgend einem Gute Ps. 34,10. n.Mo kön^ neu sich alle Menschen selber emähren, wenn sie nur wollen, und wenn sie nur Anleitung bekommen; die zarten Kinder und die Krippe! ausgenommen. Der Republick ist an der Arbeitsamkeit ihrer Bürger ungemein viel gelegen. Man nehme also die Faullenzer, die sich, bei gesunden Tagen, nicht schä­men zu betteln. Man übergebe sie dem Armen-Haus. Aber man setze einen rechtschaffenen Mann, über selbiges, zum Aufseher. Dieser Auf­seher gehe des Tages, zu unbestimmter Zeit, drei bis vier mahl im Ar­menhaus herum, und sehe nach, ob ein jeder seine Schuldigkeit thue. Je­den Abends stelle er eine Untersuchung an, ob ein jeder die, des morgends, oder abends vorher, ihm aufgegebene Arbeit verrichtet habe. Man über­trage die Ober-Aufsicht einigen Bedinsteten, aber gewissenhaften, Män­nern, die etwa alle Monat, oder wenigstens alle Quartal, eine Untersu­chung anstcllm/ die aber diese Mühe nicht um Geld/ sondern um Gottes Willen thun ; denn die Untersuchungen, die mit Diäten bezahlt werden, geschehen gemcimglich der Diäten wrllen. Es ist kein Zweifel, wenn eine Awiffenhaftt Md MM Aussicht beobachtet wird, daß sich das Armen-

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