vtt-Nachrichten.
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erkaufen/ sodenn abbrechen, und den Bau an ihren Platz aufführen. Die sogenannte Schlagmühle und der dabei befindliche Raum war auch nicht unschicklich. Selbst das Hospital könnte sehr vergrösert und zum Armen- Haus, das es ohnedem ist/ genommen werden.
Die zwote Frage beantworten wir auch mit Ja. Obbemelte beide Kapitalien betragen zusammen 38000. fl. Gölte man von dieser grosen Summe nicht ein ArmenHauß erbauen könne»/ so, daß dennoch ein groseS Kapital übrig bliebe? Gölte es etwa gegen die Stiftungen streiten, Geld, das nach dem Willen der Stifter unter die Armen ausgetheilet werden loll, darzu zu verwenden, daß die Armen eine Wohnung, ein besseres NachtEager, das tägliche Brod, die nöthige Kleidung, und, zur Winterszeit, die behörige Erwärmung, mit einem Wort, daß die Armen alles bekommen, was zur LeibesNahrung und Nothdurft gehöret? Wir meinen, der Zweck der Stiftungen werde, durch ein ArmenHauß, weit besser erfüllet, als durch die Austheilung des Geldes, das oft (wir wissen es sicher) vor Brandewein und Kaffe, ja so gar vor Rosinen und Mandeln und vor Konfekt und vor Honigkuchen, verschwendet wird. Man wird uns den Einwurf machen: das Andenken der Stifter muß erhalten werden. Gut; man erhalte es. Man verlese, wie bisher, die Stiftungen ferner von der Kanzel; nur mit dem Unterschied, daß diese Stiftungen, an das, von GOtt gesegnete, ArmenHaus verwendet worden. Gölte nicht, zum Exempel, das Andenken des seel. D. Klipps eben so gut erhalten werden, wenn an dem ArmenHaus eine, in Stein gehauene, Uiberschrift stünde, daß dieser Gdttgeheiligte Bau von seiner Stiftung errichtet worden feie. Man könnte doch darneben die Stiftung alljährlich von der Kanzel verkündigen, und am LudwigsTag dem seel. D. Kupp zu Ehren , im ArmenHaus eine GedächtnüsAndacht halten.
Die Bejahung der dritten Frage kommt uns noch leichter vor. Aber gute Anstalten müssen getroffen werden. Gesetzt, die Errichtung des Ar- meNHauses hätte das ganze Ruppische Kapital hinweggenommen, so bliebe dennoch ein Kapital von 280o0.fi. übrig. Man rechne!;» dessen jährlichen Zinsen , die 1400. fl. betragen, dasjenige, was das Hospital bisher gekostet hat, was die zum Hospital gehörige Fekdgüter ertragen, und was die Verwaltungen der jetzigen Kapitalien alljährlich kosten. Man gebe einem jeglichen, der im ArmenHaus ist, seine tägliche Arbeit, so viel, als man in Ansehung seiner Kräfte oder seines Alters, von ihm fordern kann. Es ist nicht leicht ein Mensch so schwach, weder Kränklichkeit- noch Alters
C r ' wegen?


