3*4 Mefische wöchentlich- genmnnützige Anzeigen

sind, das erbärmlichste Geschrey. Fragt man nach der Ursache des Ge- swreyes; so beißt es: die Kinder sind geschlagen worden. Und warum sind sie geschlagen worden? Werl sie ein Glas zerbrochen oder einen «A nen Flecken in ihr Kleid gemacht haben. Ist das wohl eine Ursache, ein Kind, das einen solchen Fehler nie mit Vorsatz begehet, mit harten Scblä- gen zu strafen ? Kann euch dann nicht ebendieses begegnen, worüber ihr jetzt eure Kmder schlagt? Wer schlägt euch Denn, wenn ihr ein Glas zerbrecht, da ihr doch alsdann, noch weit strafbarer seyd, als eure Kinder? Sagt ib'

^ber eine liebreiche Weise, daß sie unachtsam gewesen sind, und daß sie m Zukunft achtsamer seyn sollten. Ihr werdet dadurch eben so Diel ausrichten als mit Schlagen und eure Kinder empfinden nicht so gross n*ntnn^ be euch dadurch betrübten, daß ihr sie Nicht mehr so sehr lieben wolltet, wenn sie noch einmal so unachtsam seyn E unfer Tresen Reden eine Furcht und Schaar»

fm der Strafe bey; dann seyd ihr wahre Eltern, eure Kinder werden euch, alse ann wert mehr lieben, als wenn ihr sie mit Schlägen auält. Sie D?Dur() ^re Abhängigkeit von euch erkennen, sie lernen, daß toenn Nicht gehorchen, sie lernen, den Werth der

Aschen Liebe schätzen, und halten cs für ihr gröstes Glück, wenn ihr u^ß.r siß ^,r büben in unferm Leben nur etliche Kinder ge- sehen, die nach diesen Grundsätzen waren erzogen worden. Ihre Eltern ^Qtm?klte T n!<$f geschlagen, sondern immer durch liebreiche

El Mahnungen zu bestem gesucht. Wenn sie demnach einen Fehler beaan- gen hatten, den ihre Eltern erfahren konnten; so liefen sie von selbst zu ih­nen und baten sie um Vergebung, oder die Mutter schickte sie zum Vat­ter, um ihn zu bitten, dasser doch nicht über sie zürnen und ihnen seine hnß tmd dabey mußten sie mit einem Kuß versprechen,

A Fehler nicht wieder begehen wollten. Dadurch lernten fi'e ihre ; öu* bekennen und bereuen; welches arf ^Uk^eJLC^Le^er ' roenn f*e Schläge hätten zu befürchten gehabt

liebenswürdig solche Kinder seyen, das läßt sich mit Worten N'cbt h|U/m^n>iii>1a'tra*r.Tlr^n^llc|e ®runi)l<ße allgemeiner seyn, wenn nnh^mn ldx b<t Eltern gegen ihr- Kinder allgemeiner wäre, '"tbr angelegen seyn hc|e, sie wie vernünftige Men- jchen, und Nicht wie Hunde zu tractrren. Ueberhaupt müssen wir mr m f ^"sibbeit gestehen, daß wir Leute kennen, die mit größrer Geduld, mit einem tmhalterwern Eifer und mit reiferen Ueberlegungcn ihre

Jagd-