und Nschn'chttir.

tu «affen, fruchtlos waren. Man muß also nicht warte», to bet Eigen« finn na rourAdt ist, oder eimvmzeln kann. Man muß chn m feinet Enk. stehuna^dämpfen, weil, wie bei) den Krankheiten, alsdann feine Arznei» Nr hilft, wenn das Üebel durch den lange» Verzug schon unheilbar ge» worden ist. So bald eure Kinder anfangen, diezemge Dmge, die um sie herum sind, zu verlangen, darnach zu greifen und dadurch zu verstehen u geben daß sie sie haben wollen; (dies geschicht bey vielen Kindern schon ,n ersten halben Jahre); so sepd aus eurer Hut. Entweder gebt sie ihnen, wenn sie ihnen nichts schaden, ohne die geringste Weigerung; oder gebt sie ihnen niemals, wenn sie auch noch fo sehr schreyen. Haben sie wirklich schon schädlich- Sache» in Den Händen ; so nehmt sie ihnen still- schweigend, ohne Zorn und Heffrigkeir. Daourch werdet ihr M Schreym eurer Kinder sehr verhüten , welches meistenkhei s nur alsdenn entsteht, wenn man sie grimmig anfahrt. Sollten sie aber dennoch zu schreven anfangen; so muß euch dieses nicht bewegen, ihr Verlangen zu stillen; sonst werden sie immer schreym, so oft ihr ihnen etwas versagt, das sie gerne haben wollen. Und aus diesem Schreyen entsteht hernach die Hartnäckigkeit und der Eigensinn. Wenn ihr ihnen nun gleich Anfang« «tot, daß sie mit ihrem eigensinnigen Schreyen nichts ausrichten; so wer« den fie es künftig gewiß unterlassen. Und überhaupt kann man ihnen da« Schreyen nicht besser abgewöhnen, als wenn man sich stellt, daß man e« «ar nicht höre. Zorn und Schläge sind hierzu sehr undienliche Mittel. Diele müssen nokhwendig bey Kindern aus ga,iz natürlichen Ursachen em noch weit heftigere« Schreym verursachen. Wenn ihr so mit euren Situ 6ern umgeht, und ihnen bis ins Dritte oder vierte Jahr aus eine so v«. nünftige W-is- die Halsstarrigkeit zu benehmen suchet; so werdet ihr se. den daß ihr gehorsame Kinder zieht. Und wenn ihr eure Kinder m dm bren oder vier ersten Jahren vor Dem Eigensinn bewahrt; so habt ihr alle« getha», was man von rechtschasnen Eltern fordern konnte. ,

8 ; Die Gewohnheit, Die Fehler Der Kurvet mit Schlagen zu strafen, wollen wir zwar nicht ganz tadeln; aber sie müssen doch wenigstens das al­lerletzte Mittel fron, sie zu bessern, das ist, sie müssen nur alKenn ge­braucht werden, wen» alle andre Mittel zur Besserung nicht nicht helfen wollen Wie viele Schläge könnte» erspart werden, wenn man dieses immer überlegte, und vorher andre Mittel versuchte, 6ie vernünftiger, ge« tinber und bessernder waren. Allein alles soll mit Schläge» Den Kinder» bei,gebracht werde». Ma» hört manchmal in Häusern, wo viele Kinder

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