3-6 Gr'esische wöchetttlich ^Mmeinnötzige Attzetzett

daß ich euch Kinder zeige, die ihre Eltern verfluchen, weil sie sie nicht bes­ser erzogen Habern es nicht nöthig, daß ich euch an die schauervolle Stätte führe, wo dre Mlffethäter auf dieser Welt bestraft werden, und daß ick euch an -enes künftige Gericht des Allmächtigen erinnere; alle diese Dinge besuch zuvor zeige, weil sie euch nicht unbe- rannt scyn rönnen. Aber es rst sehr nöthig und eurer ganzen Aufmerksam- mt höchst würdig , wenn ich euch sage, daß die bösen Gesellschaften die KiNeer ui alle diese Unglücke stürzen. Gehen sie aber mit tugendhaften Freunden um, so werden sie dafür ganz sicher seyn; denn diese sind Schuß- Engel?: g-eich, die uns von den Wegen des Lasters abzichen und uns zu- rua Halten, wenn wir uns in die Abgründe stürzen wollen. Gebt also mit

auf den Umgang eurer Kinder acht, und bre sie Nicht zeitlich und ewig unglückseelig ma­ch ui. D>es aber mußt ihr sie vornemlich lehren, so lange sie noch jung und un- ter eurer Zucht sind, damit sie es wissen, wenn sie sich selbst regieren sollen.

Ihr mußt also auch nicht leiden, daß sie jemals einem von ihren Ge­spielen oder Freunden das gerinste Unrecht und die mindeste Beleidigung zufugen,daß sie ihn schlagen, schelten oder ihm fluchen. Wenn ihr ih- nen dieses ungestraft hingehen laßt; so müssen sie nothwendig böse Gesell­schafter werden, nut denen kein Mensch zurechte kommen kann und für de­nen re^ erman sich sorgfältig hüten wird, ^stoch vielweniger aber müßt ihr enren Kmdern befehlen, daß sie sich vertheidigen sollen, wenn sie von an­dern geschlagen werden. Dies zeigt ein böses Herz der Eltern an und fhf# ^/'ur Femdschasten nicht allein zwisthen. den Kindern, sondern auch zwi- 1ch^.n den Eltern selbst. Wenn sich die Kinder mit einander zanken; so

ihr eine schöne Gelegenheit, ihnen viel gutes zu sagen, das sie in der ,^olge wohl benutzen können. Ihr könnt ihnen dadurch die Pflicht ein* ^1^, nennangen zu verzeihen, der ihnen Unrecht thut, nämlich, die - 8elnde zu lieben, dre ohnehin \o selten unter den Christen ist, ihr könnt ihnen sagen, daß sie die Gesellschaften meiden sollten, wo sie Stmt und Verdruß zu beftirchten hätten, ihr könnt sie Vorsicht ig, san - muthig und großmüthig machen. ' '

Wem; Leute zu euch kommen, sie mögen seyn, wer sie wollen, fo werft eure Km der nicht der Thüre hinaus. Laßt sie in eurer Gesellschaft; aoer gebietet ihnen, daß sie sich nicht unanständig aufführen, damit sie eu­rem Gaste nicht zur Last werden. Dadurch lernen sie nach und nach mit Leuten umgehen, sie werden manierlich, gesellschaftlich, und verlernen die

Blö-.