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nrrd Nachrichten. Z95
komme, von detien wir noch nicht einmal wissen, ob sie, nicht auch b^ einft der Hülfe und der Erbarmung ihrer Mtbrüdec nöthrg haben! Alls Güter, die wir ihnen hinterlassen, werden ihnen unendlich schaden, wenn wir sie nicht zugleich gelehrt haben, wie sie zum Nutzen ihres darbenden Nach- sien und überhaupt den Absichten ihres gütigen Schöpfers gemas angewen- det werden müssen, sie werden ihnen unendlich schaden, wenn sie mcht wissen daß dieser verachtete Arme so gut wie sie, eine unsterbliche Seele habe, dap er so flut, wie sie, zur Verherrlichung des allgemeinen Schöpfers lebe, daß -ril)t Bruder, und er folglich ihrer Liebe und Erbarmung völlig würdig ftp; sie werden ihnen unendlich schaden, wenn man ihnen den Gedanken nicht emgefloßk hat, daß diescr Elende und Gebrechliche vielleicht bei) @Ott in gröseren Gnaden als mancher König, stehe, und daß ste .es bloö der Güte ihres Schöpfers zu danken haben, daß st- nicht eben so elend und gebrechlich sind und von der Mildthätigkeit ihres Nächsten leben müssen.
Kerner; Es wäre sehr gut, wenn die Eltern selbst manchmal mehr auf di- Gesellschaften ihrer Kinder acht hätten und sichs mehr angelegen fci;ti liefen, ihre Kinder zum Umgang mit andern gehorsamen und wohlgezoge- nen Kindern zu gewöhnen. Man kann nicht früh genug anfangen, die Kinder für bösen Gesellschaften zu warnen und ihnen einen Abscheu für denselben den zu bringen. Man kann ihnen nicht früh genug sagen, wie schön und nützlich es sey, mit rechtschafnen und von sederman geliebten Leuten um zu gehen, wie gefährlich und schädlich der Umgang mit bösen Buben unb wie gros der Unterschied zwischen einem tugendhaften und lasterhaften Freunde s-n. Lehrt sie also täglich, wie ihre Freund- beschaffen seyn mu|» fen, die sie sich zu ihrem Umgang wählen sollen, und gewöhnt st-, auf all- schlimm- Folgen der bösen Gesellschaften acht zu geben, damit sie abgeschreckt und vorsichtiger werden. Wenn ihr sie dieses alles pci|ig lehrt, so könt ihr auf das Glück eurer Kinder eine gewisse Rechnung machen. Gebt ihr aber auf die Gesellschaften eurer Kinder nicht acht, erlaubt ihr ihnen mit bösen Buben um zu gehen; so werdet ihr zu eurem und eurer Kiiider größtem Unglück erfahren, was daraus entsteht, wenn sie alter werden. Es ist nicht nöthig, ihr Eltern, daß ich euch Kinder zeige, die von Niemand geliebt werden, die sederman wegen ihrer liederlichen Aufführung haßt und verabscheut; es ist nicht nöthig, daß ich euch Leute zeige, die von «men Kindern beunruhigt, geängstigt und beleidigt werden; es ist nicht nö- kkifl, daß ich euch das noch rauchende Blut an den Händen eurer Kinder zeige, womit sie sich durch einen Mord besudelt haben; es ist nicht nöthig, Ddd r Vast


