Das
gehorsamste!' Diener
Georg Christian Elend.
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scheu hatte geben sollen, der weiter nichts als RechmingSBedienter war, und ungefähr nur drey bis vier hundert Gulden Gehalt hatte. Wenn ich «II» ein ehrlicher Mann bleiben und mein Wort oder vielmehr den Eid halten wollte, den ich ge!chworen hatte; so mußte ich mich entschliefen, auf den Tod ihrer Mutter zu warten. Allein auch diese Erwartung fiel nicht nach meinen Punschen aus. Die Mutter lebte noch beynahe zwanzig Jahre, und die Tochter war unter der Zeit nicht viel weniger als fünfzig alt geworden. Indessen überwand ich mich doch, und hey« rakheke sie sogleich nach dem Tode ihrer Mutter. Aber, ach in Unglück« sihger! hier gi-ng mein Elend erst recht an. Anstatt daß sie im ersten „ Monath unsrer Ehe so sehr in mich verliebt war; so war sie im zweiten „ schon sehr gleichgültig gegen mich, und im dritten konte sie mich nicht '" 'n^r vot Slugen sehen. Mir mußte nothwendiger Weise ebenfalls alle ** x!1^ von selbst vergehen, sie ferner zu lieben. Denn sie sann nicht nur „ v.ag und ^stacht auf Mittel niich zu kränken, sondern sie war aiich seit " unsrer Ehe so auserordentlich geizig und so unaussprechlich häßlich gewor- " »enr ball ich Mich bishicher in der ganzen Gegend umsonst nach einer " baßüchern und geijigernFrau erkundigt habe. Mit dieser unmenschlichen „ Frau muß ich nun gleichwohl mein Leben endigen, wovon mir jeder Tag „ zu einer neuen Quaal wird. 8
»so Meflsch« wöchentlich, Aenreinnüizige Anzeigen
" Si-fth-i, meine -S-rrn, daß ich Ihnen nur überhaiipt mein Elend « kl«ge. Ich wurde zu weiklaustig ftyn müssen, wenn ich mich in eine be, " so«»-« Beschreibung desselben einlassen wollte. Ich hoff? be doch, " d°ß meine gegenwärtige Erzählung hinlänglich seyn wird, junge Manns' " fAtri«n«nr,U n^r«c"' keinem Frauenzimmer die Ehe versprechen, " .-fL?,"9 &n?^m'nen Dienst haben, und wenn sie nicht gewis vorher • " ^eni daß die Eltern ,n die Ebe einwilligen. Ausserdem könnten die „ Mutter noch vieles aus dieser Geschichte lernen, die ihre Töchter manch- „ mal zu alt zum Heprakhen werden lassen, daß sie hernach ihrem Man« r, >i< weder zum Vergnügen noch zum Glück gereichen. Ich bür
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