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rheologischen Wissenschaften, welche, und wieviel deren ein jeder Seiffli. »er wessen, und wie er dieselben treiben müsse; da der dritte und -aw von den Geistlichen der ersten Ordnung, oder den eigentlich sogenannten Theologis, handelt, und weiset, was diese vor den Predigern zum Vor- «us wissen, und was die Prediger ihnen überlassen müssen ♦*). Der Re- censent dieses Buchs setzet hinzu: Man bedarsin derKirche nicht lauter Dockoven. So richtig diese Gedanken mikeinader zufälliger Weise seyn Nnnen: f° Mi^Eig sind ste auch jufälliger Weise; so gefährlich ist es daher, sie so schlechthin für Wahrheiten, auf das Ansehen ihres Erfinders, amuneh. •ncn- Da gegenwärtige Blätter gememnützige Anzeigen enthalten sollen: so kann ich wohl nichts gemeinnützigers zu denselben beykragen, als wenn ich jetzo diesen Unterschied, dessen richtiger Verstand für Studierende wichtig, für das geistliche Amt erheblich, und selbst für das Beste unserer Religion nicht völlig gleichgültig ist, etwas genauer unterfiiche.
„„ AM laugne gar nicht, daß in unserer Kirche sich eine Menge berufe, «er Prediger finden, di- soweit von der Wissenschaft eines Theologen ent. fernet sind, als der Calendermachcr von dem Asironomu«. Es sind deren sehr »ide. Die, mit Dem Sprach ju reden, sich besser schickten, den Ochsen mit der Geisel zu treioen, als Die Schrift zu lehren. Diese fiiiD gewiß Jel"e finD w'ele «nDere, Die bey einer Mittelmäßigen Ka-
techetischen Erkenntniß Der Religions-Wahiheiten, weder die Schrift, noch den eigeiitlichen Zusammenhang unseres Lehrgebäudes grüiiDlid)' einseben Sie haben durch Die lange U-bung Die unglückliche Fertigkeit erworben, mit großem Scheine von Wahrheiten zu reden, Die mehr in ihrem Gedächtnisse, als m ihrem Verstände,aneinander hangen. D-nn, es giebt Vjittel ocm «, durch welche ein Wann, Der Naturgaben hat, seine auf Universitäten übel angewendeke Zeit vor einem vermischten Haufen Zuhörer gleichsam zurücke holen kann Von allen diesen lasse ich die Distinction jwischen einem Tbeo- logen, »ad einem Prediger, herzlich gerne gelten. Ja, ich setze noch Hinz», daß es em Fehler , und ein Unglück für Die Kirche, ist, wenn Theologen die auf Universitäten lehren, »Der wenigstens in eben so wichtigen Aemlern stehen, als Die akademischen sind, diejenigen, denen sie am Range »ergehen, nicht auch an Wissenschaft übertreffen. Allein, das bekannte: Non omni- poflumus omnes, gilt in der That auch hier. So ausgebreitet die Er« k-nntniß des sel. Mosheims war, und so gewißj-mand nicht nur ein brauchbarer Prediger, sondern auch ein gründlicher Theologe, seyn kann, ohne al-
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* v S. Lrlangifch« gelehrt« Anmerkungen vom Iaht 175«. Stück 5-,


