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und Nachricht«».
®rt Maisch, der sich felbft tennt, und sich täglich untersucht, ist vielleicht unter allen das rareste Geschöpfe. Warum es dergleichen so wenigs gisdt, kommt daher, weil man leinen eignen Atiblick nicht ertragen kann, und weil man erschrecken würde, wenn man sich |elbst sehen sollte. Dies ist auch vielleicht die Ursache, warum so wenige die Einsamkeit ertra- eien, und grose Herren nicht allein seyn können.
Die Türken müssen einen weit bessern Begriff von der wahrei. Ehre haben, als viele, die sich Christen nennen. Sie verabscheuen wenigstens die Duelle. Doch es ist ja noch die Frage, ob Diejenige den Namen der Christen verdienen, die sie billigen.
l-vch kann mir keinen Menschen in einem kläglichem und bejammernswürdigem Zustand vorstellen, als einen, der, in einem Duell tödtlichver- wundet, jeden Augenblick den Tod erwartet. Mit welchen unausskhli- chen Gewissensbissen muß er nicht fragen: Hüter, ist tue Nacht |chr«r $lrt Wie unaussprechlich viel würde die menschliche Gesellschaft gewinnen, wenn es Mod- würde, daß man sich eben so sehr auf die Wis- senschast legte, seine Leidenschaften zu überwinden, als über seinen Feind zu siegen!, e^j nj( ejn und rechtschafner Mann gewesen, der einen andern zu einem Zweykampf h-rauSfordert. Kann man einen, Menschen mehr rauben, als die Gesundheit oder das Leben? Die Ehre, dre viele noch höher als die Gesundheit schätzen, kann keinem Menschen geraubt werden, Der unschuldig ist. Ist er aber nicht unschuldig, so war er kein ehrlicher Mann. - Alle Duelle entstehen entweder aus Hochmuth, oder aus Rachsucht, oder ausMenschenhafi, oder aus Gehorsam gegen di« herrschende Mode, oder aus einer Gleichgültigkeit gegen die göttlichen und menschlichen Gesetze. Dies alles findet bet) keinem ehrlichen Manne statt.
Man straft denjenigen, der sich duellirt. Das ist gerecht. Allein sollte man nicht auch denjenigen strafen, Der andre verachtet, weil sie das Duell ausschla- qen k So lange diese Verachtung nicht bestraft wird, werden die Duelle wohl schwerlich abgeschast werden können. Ein Officier, der einen andern im 2)11-11 ermordet, hat viel Verkheidigung vor sich, weil das Gesetz der Fürsten, sich tttebt 31» duelliren, einen Widerspruch in sich hält. Der Fürst will haben, man soll sich nicht Duelliren; und dennoch jagt er Den Officier vom Regiment, Der das Duell ausschlägt, oder er schützt ihn
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