4 Gresische wöchctttlr ch - gemeinnützige Anzeigen
Seine Zufriedenheit wird immer fester, je mehr sie der Verächter der Rechtschaffenheit durch die Anfälle des Neids ju erschüttern trachtet.
Der reisende Pachter im Lande der Tadler.
Eine Fabel.
Friedlreb Uibeldran/ ein Pachter im Lande der Tadler, wollte mit seinem einzigen Sohne, der noch nicht das zwölfte Jahr zurück gelegt hatte, seinen i f. Meilen von ihm entfernten Bruder besuchen. Um aber desto bequemer mit seinem Sohne fortzukommen, tratt er die Reise zu Pferd an. Zu seinem Unglück wählte er ein Pferd, das erst drey Jahr alt und mithin noch zu jung war, ihn und seinen Knaben einen so weiten Weg zu tragen. Inzwischen dachte Uibeldran, er könte dem Pferd die Last leichter machen, wenn er bisweilen ein Stückwegs zu Fusse gieng. Und mit diesim Vornehmen reisten sie bepde fort.
Anfänglich setzte sich Urbeldran nebst seinem Sohne zugleich auf das Pferd. Aber kaum hatte er etliche Stunden geritten: so begegneten ihm Leute, die ihn entsetzlich ausschalten, weil er einem Füllen eine so gross Last aukgebürdet hatte. Uibeldrari/ der gerne mit allen Menschen im Frieden lebte, stieg von seinem Pferde herab, und ließ seinen Sohn allein drauf sitzen.
Als er beynahe eine Viertelstunde zu Fuß gegangen war, begegneten ihm andre, welche ihn auf eine unhöfliche Art fragten, warum er einen so schlimmen Weg zu Fuß gieng, da er doch reiten könte. Urbeldran sagte zwar daß er schon geritten hätte, und blos aus der Absicht abgestiegen wäre, um einigen andern zu gefallen, die ihm vorgeworfen hätten, die Lastwäre für ein so junges Pferd zu schwehr. Allein die vorüberreisende machten solche verächtliche Mienen bei) seiner hinlänglichen Entschuldigung, daß er sich bequemte, wieder auf das Pferd zu steigen. So voll Tadel war seine erste Tagsreise.
Den andern Tag hatte er sich vorgenommen, seinen Sohn allem reiten zu lassen, um wenigstens von dem einen Vorwurf frey zu seyn, als wenn er das Pferd gar zu sehr belästigte. Nun wann alle Leute unzufrieden über seinen Sohn und fluchten demselben, weil er seinen alten Vatter neben dem Pferde hergehen liefe. -Obgleich der Sohn wußte, daß! sein VE fMMllig zu Fuß gehen wollte, so bat lk ihn doch, dißmaltwch


