61
wocheMäse.
entfernteres Geschlecht hmaufzusteigen, so wie man im Gegentheil von einer Art auch sehr oft auf die mancherley Unterarten , die unter jener enthalten sind , hinabsteigen must. Ich will mich durch em Beyspiel erklären. Ein SchaftrAedicht hat viel Eigenthümlicheö dadurch es sich von andern Gedichten als zum Exempel von Dem Lehrgedicht, von der Elegie, unv so weiter unterscheidet. Die Betrachtungen hierüber gehören m das »itel der Dichtkunst, oder in eine eigene Abhandlung über das Schaser- grdrcht: und da es kein Zweifel ist, daß sich nicht mancherlei) Untei'ur^n von Schäfergedichten ausfindig machen lassen , so wurden Die Untersuchungen hierüber verschiedene Uuteradtheiiungen des einzigen Capitels von dem Schäfergedicht geben. Hernach ist dasselbe auch em Gedicht schlechtweg, so gut, wie ein jedes andre Gedicht. Alle Regeln , Die sich darauf beziehen, gehören keineswegs in das Hauptsiuck von dem Scha- fergedicht, sondern in den Theil der,Dichtkunst , welcher von den allge^ meinen Regeln aller Gedichte insgemein handelt. Und endlich ist em Scya- Wt»t em«Suiftanö der schönen Künste überhaupt, und so #u en, cHorrourf desselben , als ein jeder anderer Gegenstand , zum Bey piel ein kandschaftsliück in der Mahlerey. Die Regeln, welche ein solches Gedicht nut einer Mahlerey gemein bat, und deren flieht es verschiedene, siebören msdeni weder lut Dichtkunst, noch zur Mahlerey, sondern zur Aehthe- tick und allenfals zu dem besonder» Theil der Aeßthetick. Denn man kan tick würcklich eine gedoppelte Abkbeilung derselben vorstellen. Zu dem er« sten Tbstl sind die Regel» enthalten, welche allen schönen Künsten msge- lammt und ohne Ausnahme zukommen; und hiermnen ist noch sehr wenig oestistet worden. In dem andern Tb-il sind nur diezemgen Rege n begnf- ten w-icke sich auf zwey oder dre» schöne Künste zu gleicher Zeit, nicht aber ans all iniaefammt etflt(cfen, und hierinnen besteht ungefähr unfere heutige AchchttÄ, w°bey man jedoch nur Beredsamkeit und Poesie, und höchstens di« Mahlerey zum Augenmerck gehabt hak. Wann das Allgemeine und besondere bey den wichtigsten Gegenständen d-r schönen Kunst« nach dem angeführten B-yspiel gehörig unterschieden wurden ,. so wurde man die Aeßthetick dadurch ungemein bereichern. Man hat emze ne Abhandlungen in M-nge: allein zu geschweige», daß man sich nur allzuscla- »iick an die bereits vorhandene Muster gebunden, alle Regeln bloß darnach gebildet, nicht genug über die Natur der Sache für sich betrachtet phi- Shirt, und die mancherlei) Arten derselben nicht immer scharf genugun- terichieden Wi (»hmlchk noch Über dieses in den me'st'n eine Ws*
1 |


