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Wochenblatt *ox

r. Von der Aufführung des Mittags«

Es schickt sich nicht gar zu wohl, daß vornehme Leute um ’iW Diese Ordnung ist nur für den Pöbel. Weil man auch spat aufstehet > stch standesmaßig ankleiden muß; so verstauet es überdem d»e Zeit nicht.

orck kabeden Grundsatz: Essen und Trinken ist eine der vorzüglich, üen Glückseligkeiten des menschlichen Lebens. Daher pstegeich immer zu soraen, daß es mir an dieser Glückseligkeit nicht fehlet. Es ist auch in der That eim große Schande, wenn, sich Leute, die weit über das gemeine Volk sind, einen schlechten Tisch Haittv,:a 3 dM

ot* hKre es mit vielem Verdrusse: wenn einige Verzagte sagen; „ man mutz sich nach den Zeiten und nach seinen Einkünften richten. Man muß für seine Familie sorgen, und sich lieber etwas schlechter behelfen.,,

Soll ich denn darum meine. Ehre verleugnen ? und ist es meiner Fa­milie nicht weit nützlicher, wenn es heißt, dieß sind die! Kinder ^nes rei­chen Mannes; in dem Hause gehet recht viel darauf. Dadu^ mußman eben seine Töchter gut anzubringen wissen. Man kann ja Geld borgen, chne dB es die ganze Welt erführt.' Wie es bezahlt wird ? - Da mö­gen die vor sorgen, die es mir geliehen haben.

Unsere Mahlzeiten müssen also unsere Größe bezeichnen. .Eben des- weaen muß man selten allein speisen. Man muß Gesellschaften haben. . Dadurch macht man seine Töchter bekannt; und man kann bey Gelegenheit Mittel finden, einen reichen Schwiegersohn zu fangen.

Bev Tische muß es an Bedienten nicht fehlen. Man muß lustig seyn und viel trinken. Mes hat seinen Nutzen.

orch muß noch bemerken , daß es sehr unanständig ist ; vor der mMhhnrtauuu beten. Weil aber doch das Gebet bey dieser Gelegen- ® »mal eingifübtet ist- so tarn man wohl ein paar Minuten flifle stehen, ^ Hänve reiben unö sich Denn em Kompliment machen.

■ smcin feiiaer Vater pflegte immer zu sagen: am Tische wird man nicht aU. Sd/balt« «S für sehr gut, sich so lange als möglich .bey einer