Wschenblate. 8f
Am Ende der Mahlzeit erhielt endlich Antonio von feinem Vater die Nachricht, daß Angelina zu seiner künftigen Gemahlin» bcjiimmt wa- re ggie groß war nicht seine Freude! Vald dankte er seinem Vater für diese Erklärung mit den zärtlichsten Worten, bald blieb er mitten in der Nede stehen, die Angelina mit Den größten Merkmaalen seiner Liebe um küe Wahrheit dieses Glückes zu fragen, und bald umarmte er den Fabio, (xkne er etwas anders dabei) hervorbringen konnte, als, mein Val er. Die Väter sahen diese freudige Unruhe mit Wohlgefallen an: die Thra- nen stunden ihnen irr den Augen, und beyde ertheileken ihren Kindern ihren Segen.
Nunmehro war Antonio darauf bedacht, der Angelina ehestens die Hand zu geben, als er auf einmal von dem höchsten Gipfel seines Glückes herunkergestoßen ward. Ein Kaufmann zu Genua, dem Orsillo nur allzuviel getrauet hatte, entwich, und nahm einen großen Theil von dem Vermögen deö Neapolitaners mit. Diese Nachricht setzte den Vater und Sohn in ein ungemeines Schrecken, welches noch größer ward , da sie von Venedig die Nachricht erhielten, daß auch daselbst ein HauS zu Grunde gegangen wäre, an welchem sie wichtige Posten zu fordern hatten.
Kaum war dieses in Neapolis ruchbar geworden, so erwachten daselbst alle Gläubiger des Orsillo; ein jeder griff, wie gewöhnlich, zu, seinen Schaden zu verhüten, und dieser unglückliche Kaufmann ward in kurzer Zeit so arm, als Fabio.
Antonio war bey diesem Unglück untröstlich. Er sah seinen Vater, dm er *10 zärtlich liebste, in seinem Alter der Dürftigkeit ausgesetzet; er verlor die Hoffnung, sich ehestens mit der Angelina zu vereinigen; noch mehr, er sah hine Mittel diese Vereinigung jemals zu erlangen, weil er die Angelina nicht mehr glücklich machen konnte.
Angelina tröstete ihn bey diesem Schmerze. Antonio war in ihren Augen nicht weniger liebenswürdig, als zuvor. Er hatte mit seinen Putern nichts von seinen Tugenden verloren; und nur von ihr allein hürete er die Hoffnung gern , daß sich noch die Umstände mit der Zeit andetn könnten.
L r Inzwischen


