Wochenblatt.
rtiebt Bcrbienel # Den 133otiuft tu erlangen, al« in btt Angelina. unb tön* wir uns wobl mit unferm Vermögen ein größere« Vergnügen et# toerbeth als wenn wir vas widrige Schicksal einet lügenhaften Person ändernö
Seiiiifl, mein Sohn? fiel ihm Orsillo hier in die Rede, ich will eucb in breiten Tagen meinen Einschluß entdecken; ihr wisset, daß ich euch liebe Inzwischen fordere ich von euch, baß ihr m dieser Sache nich.wei- ter «ebet Antonio ertldrete sich, diesem Befehle ohne Aenderung nachzu- kommen, und blieb drey Tage unter dem Vorwande einiger Uabaßlich» teil zu Hause.
Entwischen forschete Orsillo auf das genaueste na» der Lebensart der Angela. Er veranstaltete zugleich, daß sie in ein Hau« «bet»«i» de, wo er, ohne daß man leine Gegenwart wußte, ihre Unterredungen anhören, und ihr Betragen bemerken konnte. Mein, alles 'was er von ihr Mrete und sah, Überzeugte ihn , daß Angelina eines bessern Giucke» würdig wäre. Er erfreuete sich in der stille über die —ßaljl siine« <jCi) ne«, und beschloß, seinem Ansuchen nicht zu widerstehen.
’iinaetina hakte indessen den Vortrag des Antonio ihrem Vater ent« d-ck-t', und sie berathschlagten sich noch eben über das Verhalten, welche« fie oabey beobachten sollten, al« sich Orsillo am dritten Tage bey ihnen anmeldete. Das Herz der schönen Angelina klopfte, al« sie den Vater ihre« Liebhabers sabn, welcher mit einer vertraulichen Freundschaft dem Fa- hio antemte, daß er etwas mit mit ihm zu reden hätte. Angelina entwich, unD Orsillo sprach seinen Nachbar um seine Tochter für seinen Sohn an.
Rabie, welcher sich nichts weniger, als diesenVortrag, vermachend war, betrachtete Den Orsillo eine Zeitlang mit großer Bewegung. W,s« fet ihr auch wohl, rief er endlich, mein Herr, was ihr von nur begehret ? Angelina besitzt keine andere Schatze, als ihre Tugend und ein gute« «hert Zwar' ist sie in meinen Augen eines bessern Gluck« würdig, al« ich ibr geben kann: allein, vielleicht wird diese Mevnung nur bloß von der $ ebe gewirket, Die ich zu ihr trage. Thut ihr kein Unrecht, unterbrach ibn Orsillo. Angelina verdienet tausendmal mehr, als ihr das Glückge« «eben bat, und mein Sohn hätte keine Wahl treffen können, Die mir an« flenebmer gewesen wäre. Erkläret euch werthester Fabio,, und fraget eure fdjöne Tochter, ob sie ohne Zwang mit unserer Absicht übeinffimmen


