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Hülfe, weil ihr Herz weit mehr gemacht war, Wohlthaten zu ertheilen, als zu empfangen.
Indessen hatte sich Antonio mit ihrem Vater bekannt gemacht, der sich nicht entbrechen konnte, diesen schönen Jüngling zu lieben. Antonio fand bey dieser Gelegenheit immer mehr schöne Eigenschasken an der Angelina, und er entdeckte ihr endlich mehr als einmal die Zärtlichkeit, welche er für sie hegte.
Angelina war großmüthig und tugendhaft. Ihr eigenes Herz sagte ihr, M sie dieser Neigung nicht unwürdig wäre; aüein, sie sah auch den Augenblick alle Schwierigkeiten ein, welch. |iu; oaou) Hcrvorthaten. Diese Emnnerung machte sie behutsam, unu orachlc sie dahm, sich wider ihr Herz zu erklären.
Antomo merkte diese Großmuth, und verehrte die Angelina um so Vielmehr. Er wiederhoiete inzwischen seine zärtlichen Vorsiellungen, und er gab ihr zu erkennen, daß es ihm gar nicht schwer füllen wurde, die Einwilligung seines Vaters zu erhalten, weicher ihn viel zu sehr siedete, wenn sie ihm nur die Erlaubniß dazu erteilen wollte. Alle diese Vorsiellungen wurden von einer so lebhaften Ehrerbietung begleitet, daß sich endlich Angelina erklärete, daß sie ihm ihr Herz zu erkennen geben wür- te, wenn sein Vater, und der ihrige, mit seiner Neigung üderemsiim- meren. Dieser Entschluß versetzte den Antonio m die größte Freude; und er fieng von demselben Augenblick an , mit seinem Vater davon zu sprechen.
Orsillo hörete den Vortrag seines Sohnes mit groser Aufmerksamkeit an, welcher sich beständig auf die Liebe berief, die ihm fein Vater bisher bezeiget hatte, und der ihn mit der lebhassisten Zärtlichkeit bath, sein Glück durch diese Vereinigung vollkommen zu machen. Er malere ihm zugleich alle schöne Eigenschaften der Angelina mit solchen Ausdrückungen ab, daß Orsillo leicht Merken konnte, wie sehr das Herz seines Sohnes von diesem Gegenstände gebühret seyn müßte Es ist wahr, fügte Antonio endlich hinzu, bey allen Vorzügen der Angelina mangelt ihr der Reich- khum, der gemeiniglich das erste Augenmerk bey den meisten Ehen ist. Allein, ihr selbst, mein Vater, habet Mich getehret, den Verdienlien auch ohne Schatze Recht wiederfahren zu hffen, und die Tugend und den Verstand weit höher zu halten, als das Gold. Vielleicht haben sie niemals mehr


