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de Darein verwickelt werden und sich nach Freiheit sehnen werde, ohne sie zu erlangen. Wir sind so ungeneigt etwas, das uns nachtheilig ist, zu glauben, daß wir uns vielmehr allezeit einbtlden die Scharfsichtigkeit un* sers Verstandes und unser Muth werde unter Der Zeit wahrscheinlich mehr wachsen, als abnehmen; und schließen also, daß es unferm Willen löb- W$$^ten zu verrichten, nie an dem Beistand unsrer Kräfte fehlen
Ob wir uns gleich in Bestimmung der Kräfte unserer Fähigkeiten irren können, so können wir doch an Der Ungewißheit Des Lebens, Darin wir sie gebrauchen müssen,.nicht zweifeln. Wir sehen alle Tage unsre Freunde sowok, alö unsere Feinde unverhoft Dahin sterben. Wir sehen alle Tage neue Graber für Leute üfnen, Die tbeils alter, theils junger sind, als wir; für Den Vorsichtigen und für Den Unvorsichtigen, für Den Ausschweifenden und für den Mäsigen, und für Leute, Die eben so , wie wir sich vorgenommen hatten, sich Derer Stunden zu erfreuen, oder bester anzuwenden, die nun unwiderruflich entflohen sind. *- DiS alles sehen wir , und ohne wirklich zu leben, lassen wir ein Jahr nach dem andern in X>orberet> tungen zum Leben vorbeistreichen.
Es werden so oft Menschen mitten in ihren Entwürfen hinweggm'ßen, und doch verursacht Dieser plöziiche Tod eine sehr geringe Bewegung bei denen, die es sehen, es müßten Denn außerordentliche Umstände Eindrücke auf ihre Aufmersamkeit machen Auch ich sah, wie andere, viele Hunderte sterben, sah' Den Ehrgeizigen mitten in seinem Triumphe dahinstürzen, sah, Die Schönheit mitten in ihrer Blüte Dahin sterben - und Doch bin ich selten so sehr gerührt worden, als Durch Das Schicksal DeS Euryalus/ Den ich lezthin verlor, als ich ihn anßeng zu lieben.
Euryalus hakte sich vor einiger Zeit durch eine einträgliche Hand- thierung m glückliche Umstände versezt, allein eine unauslölchliche Neugierde erhizte seine Phantasie Er ward es müde immer einerlei trage Lebensart zu füren, und entscdlos sich mit Der mühsamen Arbeit Geld zu er* werben, nicht langer mehr zu quälen, alle Geschäften und allen Gewinn fahren zu lasten, und sich einige Jahre auf Reisen zu vergnügen Seinen Frmnden machte er zwar sein Vorhaben bekant, sie glaubten aber nicht, Daß ers aussührm würde. Ader er blieb fest darauf, schlos in Este feine
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