Einzelbild herunterladen

1*9

Wochenblatt.

> üüTviuftc seine Habseligkeiten, bküehte voch einige Tage mit Abschiednehmen von seinen Freunden zu, und durchkreuzte B Glückseligkeit zu suchen, mit dem ।eir§L

ben /3rt* der in der altern oder neuern Geschichte berühmt mar, )e»e ö oenü, die entweder Natur oder Kunst vor andern auögezerchnet^atte, böD» tt « btftben.- SuSete er, als der Gegenstand der Hofnung und hpr LVrm irfuna seiner freunde wieder an. Sie erwarteten von rhmN^ch* richkw von oen neuen 2lufttitren, die ihm begegnet waren, allein in einr. gen Tagen bekamen fle die, daß er tod se».

D>s war das Ende des Euryalus. , Nun ist er in

nerfcAt, daraus niemand wieder zuruckkehren wird^ Je-t ist er sei- n-n Äm7°'n nüjijch , als ein beständiges und kräftiges Beispiel von em akuhefriaen Begierde und von der Ungewisheir aller irrdilchen Guter. Vielleicht aber har jeder, so wie ick, einen Euryalus verloren, vielleicht hat ieber einen freund gerade da sterben sehen, da der Grund zu seinemGluck nobne und glaubet doeh noch vor dem Tode sicher zu seyn, und ver. schiebt das aus irgend eine gelegnere Zeit, dessen gänzliche Ünkerlaffung, w « wohl überzeugt ist, für ihn schädliche Folge haben wird.

p. in mit diesen Schwachheiten in der That eben so, wie mit andern, die unsrer Natur ankleben. Die Neigung, das auf eine andere Zeu aus- ruschieben, was jezt nicht ohne einige Mühe, oder ohne embuffung einiger (SraÄ'lidVeiten geschehen kann, wird vielleicht nie gänzlich überwunden, ober unrerdrük? Es wird allezeit etwas da seyn, das wir wünschen wer­den aendiat m haben, und bas wir nichts destowemger, anzufangen,un. a nekg stnv Allein es ist unsre Pfiichk wider diese Ungeneiglheit zu stre.-- ten und jeder Sieg über unsre Leidenschaften macht uns einen künftigen ^i-a leichter Die Gewohnheit ist bei Verrichtung kugendhaster Hand­ln gen den so mächtig, al» bei lasterbasten. Unsere Natur wird immer

d ° Vernunft seyn, allein ihre Anfälle werden immer schwacher wer­den, je öfter sie» «oder V-rnunst ist überwunden worden.

Die so gewöhnliche Vernächlässtgung der gegenwärtigen Zeit ist straf, barer und schändlicher, weil es nicht aus Jrrrhum, sondern aus Saum, seligk-il geschieht. Der schwächste Verstand betrachtet d,e,Unbestand,gke.t diese-iedens nie unrecht, obgleich der durchdringendste Verstand öfters