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Wochenblatt.

zu wünschen, als damit sie ihre Lieblingsbeschäftigungen, ihren Zeitver­treib/ länger fortzusetzen im Stande seyn mögen.

Weit mehrere Veyspiele könnte man von Leuten von der zweyten Claffe geben, denen die Zeit zu lang wird, und die sich solche bald auf rie­ft, bald auf jene Weise beständig zu vertreiben suchen. Ich will nur einige anführen, und Spieler, Trinker, und dergleichen gar zu alltägli­che und offenbare Cxempel übergehen.

Zum Zeitvertreibe nahm sich Simplex eine Frau. Es war billig, daß die Frau auch einen Zeitvertreib hatte, und sie setzte ihrem Mann Hörner auf. Simplex wird sich, wie man sagt, ehestens zum Zeit­vertreibe aushängen.

philinde schäfte sich zum Zeitvertreibe einen Liebhaber an. Amint war so glücklich, diese Stelle zu bekleiden. Vor kurzem ist Amint in sein Vaterland zurück gegangen: man zweifelt, ob er jemals wiederkommen werde; indessen hat er doch seiner phüinde eine kleine Puppe zurückgelaffen, mit der sie indessen spielen und sich Oie Zeit vertreiben kann.

Cleant liebte eine berühmte Coquette. Es ist wahr, sie hat ihn um Ehre, Vermögen und alle seine Glückseligkeit gebracht; er hatte aber doch auch manchen angenehmen Zeitvertreib mit ihr.

Frau Barbara lästert, verleumdet und schmähet bep allen Coffee- visiten auf die ganze Stadt. Man hält ihr dieses gemeiniglich sehr vor übel. Ich nicht 1 die gute Frau muß einen Zeitvertreib haben.

Man kann fast behaupten , daß der Zeitvertreib Oer Grund der meisten guten und bösen menschlichen Handlungen ist; der Wucherer bekriegt i und der Rabulist verlängert die Proceße zu seinem Zeitver­treib ; grosse Herren führen Kriege zum Zeitvertreib; und die Gelehrten zanken sich znm Zeitvertreib; und ich? ich selbst habe blos zu meinem Zeitvertreib Einfälle / und meine meisten Leser lesen sie nur zum Zeitvertreib.

Die