Wochenblatt.
Vierzehentes Stück.
Dienstags den 5- April -774.
Wit Hochfürsil. H.-ssn Darmstadt,fthcr gnädigstrr Erlaubniß.
Zum Zeitvertreib-
er zu allen Zeiten hin und wieder einige Leute gegeben, dr« S 1 „en die Zeit des menschlichen Lebens zu kurz geschienen hak, sog.ebk {d „öd; beständig weit mehrere, denen sie viel zu lang deuchkek, und fid) daher kieselbe auf alle mögliche Art zu vertreiben , daö.st, kurz zu machen suchen- Selbst dem größten Theil derer von der ersten Som scher. „ f nut zu ihrem Zeitvertreibe zu kurz, und sie wünschten sich nut deswegen wehr Zeit, damit sie sich deren mehr, vertreiben könnten. Ich kann meinen Sah mit Teyspiclen erläutern:
Lnblius, ein Philosoph von der Nasse derjenigen , die man fügst, cher Grillenfänger nennt, klagt über die .Kürze des inenschltchen Lebens, damit er noch einige Bände mehr nichts bedeutender Klenugkerken schrei- den könnte, worinnen er seine angenehmste Beschäftigung findet. Harpax ist Ro alt, und besitzt schon so viel Vermögen, daß es feine Erben, bet) allen ihren guten Gaben dazu, kaum durchzubringen im Stande seyn werden, und dennoch lcheint ihm das Älter eines .Molchen viel zu kurz, einen Nothpfennig (wie er es nennt) vor sich und seine Nachkommen samm^ len zu können» Beyde haben keine andere Ürsache, sich ein längeres £eben
Q zu


