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hohen Persohnen mit Erstaunen anschm, nicht Nur weil sie hier gleichsam als an einem hohen Orte sichtbahrer und dem Auge ausgefttzter sind , sondern auch weil sie an denen die sich dadurch unterscheiden, einen desto gerechtem Anspruch auf unsre Bewundrung.und Ehrfurcht machen, so habe ich folgende Geschichte nie ohne Bewegung lesen können, die ich heute aus des berühmten Tavernrer Schriften mittheilen will. Vielleichtmacht der Anfang von dem Hirtenknaben daß auch meine lustigen Leser einige Aufmerksamkeit darauf wenden, wenn sie gleich die ünrigen Annehmlichkeiten eines parsan parven», oder Chevalier Repert hier vergeblich suchen werden-
Schach Abas einer der größten Monarchen, diejemahts den Persischen Thron bestiegen haben, befand sich einst aus der Jagd, und sähe in der Ferne einen jungen Hirten auf der Flöte spielen, der mit einer vortheil- haften Bildung seine Neugier erweckte. Er näherte sich demselben, und sand, als er ihm mancherley Fragen vorlegte , so viel Fähigkeit und Vernunft bey ihm, daß er sich wunderte, und den Iman Tulikan seinen ersten Feldmarschall dazu rief, um an diesem unvermutheten Gespräche mit Theil zu nehmen. Die Fragen an den jungen Hirten wurden fortgesetzt, und er beantwortete alles mit einer Lebhaftigkeit und Gegenwart des Ge- müths die ihm vielleicht härter würden anqekommen seyn, wenn er gewußt hätte, wen er vor sich hatte Der König fragte den Feldmarschall endlich um seine Meinung von diesem kleinen Bauerjungen, die nicht anders aus, .allen konnte, als es sey etwas ausserordentliches, und wenn man ihn le- 'fen und schreiben lehrte, könnte er gute Dienste leisten. Man nahm ihn also mit, und der Chan erhielt Befehl ihn aufzuziehen, und alle mögliche Sorgfalt für ihn zu tragen. Diese Großmuth war nicht vergebens. Der Hirtenknabe erwuchs zu einem vortreflichen Manne, den der König nunmehr Mahdmed/ Aly Beg nannte, und zu seinem Großschatzmeistermachte» Der Neid ist kein europäischer Vorzug, sondern eine Eigenschaftdes Menschen. Die reinste Unfträstichkeit, Treue und Geschicklichkeit in den Diensten seines Herrn, Freygebigkeit, Großmuth gegen die Fremden, Menschenliebe, Demuth und Uneigennützigkeit welches letzte Tavernrer für die seltsamste Tugend des Orients hält, alles dies war nicht im Stande den neuen Aly Beg, den man für den redlichsten Mann in Persien halten sollte, für den gefährlichen Fallen der Hosteute und Verläumder zu sichern. Doch dieser Theil seines Lebens fiel in die Zeit des großen Königs Abas,
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