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Giesser

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Wochenblatt.

Vier und Vierzigstes Stück-

Dienstags den i, Novembr. 1774.

Mit Hochfürstl. Hessen Darmstadttscher gnädigster Erlaubniß.

Erzählung von Aly Beg.

Crede mihi! bene qui latuir bene vixir, & incra Fortunam debec quisque manere fiiam.

OVID.

(X?letin Ehre, Macht, Hoheit und äußrer Wohlstand allezeit den inn- *2*2) ren wahren Werth der Persohnen ausdrückke; so würde zwar zum unbeschreiblichen Wohlseyn des menschlichen Geschlechts, vornehm und vorereflich einerley bedeuten: viele Großen in der Welt aber würden

dadey verliehren, denn man würde sich nicht mehr darüber verwundern, und es ihnen als etwas uberverdienstliches anrechnen können, daß sie einige gute Eigenschaften besaßen. Es würde nicht mehr nach dem heutigen Lauf der Dinge heißen dürfen: Theagen ist von hohem Stande, aber so ge­lehrt, weise, gutherzig, bescheiden und leutselig als einer von den gering­sten , sondern man würde es umkehren , und mit einer weit natürlicheren Vergleichung sagen müssen: Titus ist ein Bürger, aber so gelehrt, weise und grosmüthig als ein Edelmann Weil indessen bey uns geringen Leu­ten der Geschmack einmal)! so gewöhnlich ist, daß wir große Tugenden an & p hohen