Wockienblatt-
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Dickwurzeln, Raun scheren, Runkeln, Runkelrüben, Viehmangold und so ferner genennet. Man heißet sie auch Turnips und glaubet, daß Die Engellander ihren Anbau erfunden haben; allein, dieses ist nicht ; dann denen Engelländern sind sie noch dis auf heutigen Tag unbekannt, und Turnivs heißet bet) ihnen dasjenige, so wir Rüben nennen, Sie gleichen denen rochen Rahnen, rochen Rüben, gar sehr. Nur ist ihr 5xraut grü> ney und die Wurzel viel dicker. Dann es ist nichts rares deren zu finden, welche zehen Pfund wagen. Ihr Samen siehet ohne Unterschied aus wie der Mangold-und röche RaKnensamen.
Sie gedeien in schwerem Lande sowohl als in dem Sandboden. Ja in diesem fast besser als in jenem, wann er nur recht wohl gedunget ist Man riebet sie aus dem Samen und zwar auf zweyerley Art. Die erste ist, daß man den Samen gleichbald in dem Frühjahre, so früh es nur fenn kann, in ein recht gutes und warmgelegenes Gartenland säet, oder, welcher, noch besser ist, reihenweis, z bis 4 Zolle von einander und einen halben Zoll tief stecket. Wann dann die Pflanzen 5 bis 6 Zoll lang sind, werden sie m einen aartenmaßig gebaueten Acker, in Reihen gepfianzet, eine Reihe if biö '8 Zolle von der andern und eine Pflanze eben so weit von der andern. Dieses Zersetzen muß bet) feuchtem Wetter geschehen.
Wer sich die Sache recht bequem machm will , der tbeiiet seinen Acker der Lange nach, in lauter Lander, wie in dem Garten, deren em je* des vier Schuhe, d-r Weg zwischen zweycn aber einen Schuh breit ist. Wenn man die Pflanzen 18 Zoll weit von einander setzet, alsdann kann man auf ein solches Land vier Reihen pflantzen. Will man sie aber nur if Zolle weit setzen, alsdann ist es mit Drei) Reihen genug, wann zumahl der Boden recht fett und gut ist. u ni ä
Dieses dann ist die erste Art, die Dickrüben zu pflanzen. DieandereArt ist, daß man den Samen gleich an den Platz stecket, wo er bleiben fall. Und dieses ist am besten, weilen die versetzte Pflanzen mchrentheils 14 Tage spater geblutet werden können, als diejenige, welche unversezter aus ih- ret Sofien aber aus denen Samenbollen allezeit 3 bis 4 Pflanzen hervor- fommen, so thut man wohl, wann man die Halste seines Landes also mit Samen bestecket, und die andere Hälfte mit Denen uberfiußrg hervor- kommenden Sezlingen bepflanzet. Dann esgehetdurchaus nicht an, daß zwey Pflanzen beysammen stehen bleiben. Sie werden sonst beyde mit einander nichtsnutz.


