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Ossenbahrung ausdrücklich verordnet, oder daß die Erfahrung einen siche­ren Erfolg jederzeit gelehret hatte. Ersteres ist falsch. Vielmehr war­net Gott, nicht auf Zeichen deS Himmels zu achten > Erfahrung redet auch nicht dafür. Der Krieg ist zwar öfters nach solchen Erscheinungen erfol­get ; er ist aber bey nahe jederzeit wenigstens in einem oder andern Theil der Welt vorhanden; er erfolgt auch ohne vorhergeganaene Erscheinun­gen. Ueberdicfcs wem sollten sie dann diesen bedeuten? Sind sie davon ein Zeichen, so sind sie es allen denen welche solche sehen, bemalen hat - man gesehen daß diese alle, denen sie erschienen sind , unter Landplagen ge­litten haben. Kurz auS der Erfahrung haben sich die Begebenheiten des Himmels noch nie als Vorherverkündigungen des Unglücks gerechtfer­tigt. Man muß sich aber hier hüten einen Truaschlus zu machen. Z E. vor 2v Jahren war der Himmel blutig, und darauf kam Krreg, da- rum ist dieser dadurch bedeutet worden. Seit dem Die Welt sichet, ist sie gar nicht oder oder doch wenig in gantzlichem Frieden, .^rieg allge­mein vorher zu sagen braucht es also keine feierliche Ankündigung. Mit besserem Recht könnte man sagen die Sonne oder Mond bedeute Krn-g, dann so lange diese sieben ist allezeit Streit auf Erden und jederzeit gehen sie vorher auf. Die Nordfcheme sind so häufig, daß man sich vor sich selbsien schämen sollte, sie als ein willkühklich gefetztes Zeichen anzusehen. Wie unglücklich wären alsdann die welche mehr nach dem Pot wohnen, dann diese haben sie täglich, und zwar schätzen sie selbige, weil sie dielanae Winternächte erhellen, als eine grofe Wohlthat.

Auf die rte Frage. Es ist eine unleugbare Warheit daß sich Gott der Natur bedienet in Ansehung der Sitten, und auch der Stra­fen. Ein Erdbeben das Lissabon verwüstete konnte von dem weisester durch die Narur nichtfeyn veranstaltet worden, ohne Absehen aufdie Sit. ten. Gott der allemal das moralische Gute vorzüglich zu befördert, sucht, hat bey Begebenheiten welche erschrecken die Erweckung des Her­zens zum Grund. So viele Absichten Gott erreichen kann, so viel "will er würklich erreichen. Nun kann Gott diesen Endzweck allerdings er­halten. Wann sich der Himmel in schwarze Wolken ein hüllet", der Donner von weitem daher rollt, und die Blitze drohen , was entstehen da für Veränderungen in den Gemüthern der Manschen. Dieses- Pha- tiomenon scheint dazu gemacht zu seyn die Gemüter zu erschüttern. Das

E r. geschieher