Wöchtnblaee.
it
man sich nicht wundem, wann das ausserordentliche in Naturbegeben, betten zu diesem Endzweck die Aufmerksamkeit erreget. Wundern aber muß man sich, wann sonst kluge Leute sehr eigensinnig in diesem Stück auf Vorurteilen beharren; noch mehr, wann die nun so gewöhnliche Nordscheine noch so verdächtig gemacht werden. Wie verhalt sich wohl die Sache! Finden sich dan gar keine Vorbedeutungen in dengwfenBege- benhelten der Natur ? Wann etwas eine Vorbedeutung oder ein Zeichen einer Sache seyn soll, so muß diese dadurch entweder natürlich damit verbunden, oder von Gott als ein wülkührlicheo Zeichen geletzet seyn. . . ..
Dinge, welche eine Sache bedeuten , womit sie natürlicher weise verbunden sind zeigen sich uns täglich durch die Erfahrung. Wann der Storch seinen Abschied nimmt, so bedeutet eö den Herbst, wann tue Schwalbe sich wieder einßndet das Frühjahr. Davon ist aber der Grund in einer natürlichen Verbindung, welche leicht zu ermeßen ist. Eben so ist es mit andern Dingen beschaffen, davon eines des andern Ursache ist. Wann die Sonne roch untergehet so saget man Wind vorder. Es muß meistenteils xutreffen, weil dieses ein Anzeige von anaehauftenDünsten ist, als welches eine der gewöhnbchsten Ursachen des Wmdes wird. Die Aehnlichkeit mit Schwerdtern u. d. gl bedeutet nicht nur an und für sich selbsten gar nichts, sondern beruhet meistencheils auf der Einbildung, welche das Bild, so sie schon aus Vorurcheilen hatte, mit in die Em- pßndung hinüber trägt „ . . _
Wendet man dieses auf Nordscheme an, so kann man keme Vor- dedeutungen indem Reich der Sitten und in Glück oder Unglück daraus herleiten.
Es mag seyn, daß sie eine besondere Materie in unsere Atmosphäre bringen, welche Kälte oder auch Krankheiten verursachen, und also eine physische Würkung haben. Dieses muß durch die Erfahrung aus- gemacht werden. Hiervon sind aber noch keine sichere Beobachtungen vorhanden.
Das alles aber will man nicht darunter verstanden haben, wann man sie als ein Zeichen angibt; sondern vielmehr das, daß sie Zeichen göttlicher rvülkührlrchcn Strafen und Züchtigungen seyen Woher weis man nun dieses? Man müßte es, wann die Sache ihre Richtigkeit hätte, entweder daher wissen , daß Gott sie als solche Zeichen m seiner -Offen-


