Wochenblatt-
2d
MM auch wirklich. Die Vorstellung einer nahen Gefahr EeM ernsthafte Gedanken. Freylich verlöschen sie wieder in vielen ? das gibt aber hin Recht zu glauben daß sie nicht in manchen fruchtbare Eindrucks rurücklasten. Es würde schwach seyn, wann man damit diesen Emsius wollte laugnen, daß man mit einer weisen Mine sagt, dieses alles seye
Vttschaffen ganz gewöhnliche Erscheinungen, als eben der Donner, ßvtmith Aufmerksamkeit und Erweckung, warum sollte es nicht »maewö'onlichen mehr geschehen können. Alles neue hat keme grose s^ift auc unsere Seele. Es ist wahr die Eigenschaften Gottes können an ficb betrachtet eben so gut aus dem gewöhnlichen, m ver Namrer- ?-<-nr werben» als aus dem ungewöhnlichen; tie Tlllmacht oes »fw« wird eben so gut von dem geringsten Stäubchen gepriesen , aiS
Mmmlilck-n-Seeren. Dann ersteres hervorzubringen wird eben ^Äc«t7 rotl(bt letztere kann schaffen. Es ist deswegen ein lächerlicher Vortrag welchen Gottsched in seinen Anmerkungen über e P f' ' 1T1pc>n tion hen Sonicteii p. 2.96. anfuhrt. „ dem neu- ^Ämkalttn Winter an. 1740. riefen gewisse Geistliche auf den Can- " ,-in" Sftun möchten doch die Phiiolophen kommen und sich schämen 11 sttln. Saite würde ge-vis auch etwas natürliches seyn sollen! " - ^Eiaoffen^arbi-Hand Gottes! Gerade (setzt Gotsched
" Mnme fliob nti)t all- Werke der Natur Werke Gottes waren, " me von ihm s-lbst so verordnet worden , wie sie kommen sollen. „ Ai^ auserord-ntlick- Werke der Natur reitzen mehr die Ausmerksam, k^ t daß man die Macht GotteS erkennet, welche man -war aus den • u.;7n »rPennen bonnte / dieses aber nicht wurklrch thut.
ubt fli Auf die dritte Frage. Mancher weis die Sache besser, will aber das Volk aus einer guten Absicht auf dieser M-Ynung lassen. AU-'N, man darf nickt verlangen, daß bas gantze Auditorium so» unwissend seyn, so schadet man seiner Reputation. Wann nun die Vorherverkundi- a ngen'der Geistlichen ohne Erfolg sind, wie dann ? Man fügt der U Union allemal mehr Schaden zu, als Nutzen wann man Vorurchei- 1, brem Schutz überliefert. Die Zuhörer werden bewogen auch an den ^rroinbeiten ru zweifeln neben welchen man die Vorurtheile vortragt. D>- Wahrheit bkbar" keines gutgemeinten Betrugs, sie leibst ist stark genug.


