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Wochenblatt,

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che ich ihm vsrtrug und deren wir gewohnt sind, waren fruchtlos. Das Wesen aller Wesen kann unS nicht verberben; es kann unsere Sünden nicht strafen---damit boten wir den Bißen unsers Gewissens trotz;

wir erklärten sie als Vorurtheile der Erziehung; wir liessen uns nicht hin­dern alle Vergnügungen zu geniessen, und ohne Unterschied unsere Lüste zu befriedigen. Jetzt konnte er dieses alles nicht fassen; jetzt machte sich der arme Mensch über dieses alles Vorwürfe; jetzt schrie er unaufhörlich; Hölle! Hölle! Gericht! Gerechter Gott! kannst du auch mir gnädig feyn! Ich gehe schon gantze Tage mir diese Gedancken aus dem Sinn zu schlagen, aber ich erzittere so bald ich an den Tod gedencke. Frcylich bin ich noch gesund, und ich hätte cs nicht Ursache; doch aber kann ich mich der Gedancken nicht erwehren, daß ich auch in der Blüthe meiner Jahre, ja plötzlich sterben kSnne. Ist es auch gewis, daß ich leben, und einer mir schauervollen V rnichtung entgehen werde? Wer versichert mich dieses? Der Christ ist durch seine Offenbarung dovon gewis. Aber diese will ich nicht glauben, sie leget meinen Begierden Fesseln an, und macht mich zum Sclaven. Ist nun diese nicht wahr, so kann ich mich leicht tauschen, und mich unsterblich glauben da ich es doch nicht bin. Wie aberwann sie wahr wäre, wann ich einen Richter erblickte, der alle meine Handlungen, mit der Wagschale mit der Gerechtigkeit abwöge, der meinen Ungehorsam strafte! Habe ich wohl je die Bibel untersucht? Nur dieEhr- sucht mich vom gemeinen Haufen abzusondern hieß mich zuerst sie verwerfen, und meine Lüste fanden habet? ihre Freyheit. Nun bin ich so voller Sünden, wann die Bibel wahr ist, daß ich nicht hoffen kann nach dem Todt beglückt zu feyn - nein ich will sie nicktglauben - Jene frohe Gesellschaft soll diesen me­lancholischen Gedancken zerstreuen, ich eile dahin -

Todesbeerachtung eines Christen.

* er ist entschlafen der Sohn - er sollte die Stütze meines Alters seyn - der hofnungSvolle Jüngling - ich weine Thranen der Zärtlichkeit! Er aber ist beglückt - doch meine Kräfte nehmen schon ab - bald werde ich ihn se­hen im Land der Wonne - Ö schöne Hofnung! Danck seye eS dir Gott, daß du auf Erden kämest, mein Fleisch annahmst , und mir zeigtest, wie hoch du den Menschen achtest - Danck seye eS dir, mein Heyland, daß ich weis ich soll mit dir leben ! Du hast mir gezeigt, da du den Tod überwandest, er seye für mich nichts. Froh will ich dieses irrdische Kleid ablegen - froh erhebe ich mein Haupt zu dem gestirnten Himmel - Auf wel­cher Welt wirst du jetzo von frohen Schaaren angebütet, mein Heyland - Welche Wonn werde ich erblicken - froh entflieh ich dieser Erden zu schönem Melken.