Ausgabe 
24.9.1771
 
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2.20 wdshenhlatt-

in Gedanken und Ausdrücken zu'zeigen, die Stärke oder Schwäche der Beweis ;u prüfen, geschickte Wendungen anzumerken, auch alle nöthige Erläuterung ans der Historie, Mythologie und Alcerthnmern anzudringen. Man bifpoinrct die Re­den Ciceroms und zeigt das ganze artific/urn Oratorium; man macht die Hauptlc- beujZtuyAchr.de eines jeden Scribenten, der tractrrt wird, bekannt; man läst sich die gelesene Historien des Curtius und Nepos erzehlen und zeigt die Ordnung und den Zusammenhang der Geschichte u. , , . ,

Aber mit dem fleißigen Lesen und Erklären der lat. Scribenten verknüpft man auch eine fleißige Hebung in Tlusarbeirungen. Daher werden (äusser- obigen oratorischen Hebungen) fast täglich, sonderlich in Prima und Secunda,ex- eycitia hieltrt, die theils in Gegenwart des Lehrers, theilü zu Haus dabonrt und hernach wieder vorgezeiat werden müssen. ~

2. Die griechische Sprache lehret allein M. Paedag. Eork. Er bedient sich dazu in allen Claffen der gallischen Griechischen Grammatik , daraus wird den Tertianern besonders das OecliNiren und Eoniugiren beygebracht, inSecuuda die ganze Etymologie und der Syntax geübt, und in Prima auch die Lehre von den -Dialecten hlnzugefügt. Ec erklärt aber in prima das neue Testament und den Hcsiödus; in Secunda das neue Testament: In Terna die Episteln oder das Evangelium Johannis. Auch werden in Prima und Secunda exercitia graeca dietirt und Wörter aus pasors Manual gelernt.

3. Die hebräische Sprache wird nach DanzcnsGrammatikgelehrt. M. Hommer gibt darinnen Hnterricht in prima und Secunda, M. Paed. Röchling in Tertia, beyde über den Genesin.

Die Tertianer werden sonderlich im Lesen. die Secundaner im Decliniren der Pronominum und im Coniugiren,anch in der ^nalyü der leichten Wörter geübt. Die Primaner führt man weiter und lehrt sie nach' dem Interprete exponrren.

Wer sich der Theologie nicht widmen will , wird nicht zum Hebräischen ge­zwungen und ihmldagegen eine andres!nützliche Lection aufgegeben.

4. Dieiteutsche Sprache übt man mit der Jugend.

a) Durch eine reine und nette Exposition der lateinischen Autoren, wobei) sie auch angehalten werden das anze lat. Pensum teutsch daher zu sagen.

* b) Durch!wohl ausgearbeitete Hebersetzungen nach gegebenen Regeln, die. sie als exercitia exhibiren müssen. Dazu gibt man ihnen Nicht selten ein schönes Stück aus solchen Scribenten die im.Padagogio nicht tracttrt werden , als aus bem Valerio Maximo, Gellio, Velleio Paterculo, Cellani orationibus civilibus-, und andern, um sie zur Lesung derselben zu reitzen.

e),Durch teutscheReden,ldie sie am Ende des Nonaths.zuweilen halten müssen.

Aüfldie Rechtschreibung wird dabey sorgfältig gesehen. Man empfiehlt auch fleißig die b sie teutsche Schriften zum lesen , wodurch man leichter als durch einer teutsche Grammatick zur Fertigkeit in »dieser Sprache gelangt.

5. Die Französische und Italtamsche Sprache kann unsre Jugend aegem wärtig von einem ihrer eignen Lehrer, dem M. Paed. Krenßler, privatiflhnc profitireu.

Wer auch sonst noch weitern Hnterricht m Sprachen ttub Wissenschaften ver- lanat,als er nachderEinriehtung des Pädagogs öffentlich erhalten kann, der findet bey 5 Lehrern Gelegenheit,, alles, was er, verlangt, privatiflime $u hören.

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