Ausgabe 
22.1.1771
 
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Wochenblatt.

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Ist die Lange der Röhre in zween Thermometers verschieden , so wird in der längeren weniger Wiederstand dem steigenden Merkurio seyn, alS in der kürzeren. Es bleibet allemal Lust in derselben, man gehe so vorsichtig in der Versiegelung mir ihnen um als man wolle. Di se dehnet sich aus, und erfüllet die ganze Röhre oberhalb dem Merkurio US, dringet auch in denselben ein Ist die Röhre nun hoch, so gibt die Lust in dem Steigen des Merkurius ehe nach, alS wann sie in einen geringen Raum gepreßt ist.

Sichet man aus die Verfertigung, so muß es beynahe rin halbes Wunder seyn, wann eine vollkommene Gleichförmigkeit soll statt finden. Um wegen des engern Raums nicht weitlaustig zu seyn, wollen wir nur die Hauptstücke zeigen worauf eS ankommt. Man nimmt gemeini- alich zween Punkte an den Heiß- und den Frier-Punkt. Den Raum zwischen denselben theilet man in Grade. Jenen findet man in siedendem Nasser. Das Wasser ist aber nicht von einerley Schwere, und also hat eS einen verschiedenen Grad der Hitze, als welche sich nach der Schwe­re richtet. Wann nun der Heiß-Punkt nicht bey einerley Hitze ist ge­funden worden, so gibt es schon einen grosen Unterschied bep zween LKermomeeers Den Frier - Punkt findet man gemeiniglich so, daß man die Kugel in GS setzet, und dann zeichnet wie tief der Weingeist fällt Es ist aber eine gar bekannte Sache daß der Grad der Kalte des Eißes sehr verschieden ist Wer damit umgangen ist, wird wissen daß er an ein und eben demselben Thermometer wann er dessen Frier- Bunkt bestimmen will , jeden Tag, nachdem die Kälte abwechselt, ei­nen andern finden kann. Macht! man eine künstliche Kälte mit EiS und salüaten Körpern, so ist der Unterschied eben wohl gros. Dann die da­zu geworfene Salze sind doch nicht aller Wärme beraubt. Derohalben -kommt eS auf den Grad an den sie besitzen. So ist eS auch mit dem Eis welches dazu genommen wird. Es könnte dieses alles noch mit mehrerem gezeigt werden. Dieses ist aber schon genug, ja das eine nur, daß der Frier-und höchste Wärme Punkt nicht übereinstimmend beyver, schicdcmr Verfertigung erfunden werden. Hierdurch wird die Emcheilung n die Grade anders Diese zeigen demnach nichts zuverläßigcs.

'Druckfehler im vorigen Stück.

S 10. L. r8. muß gelesen werden ehrlichen anstatt ehelichen. S. n. L. 25. verpuscht anstatt verpescht. S. n. in der ztm und Hterr Letzten Zeilen coelum empyreum anstatt Lvlsum.