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durch öffentlich einladen. Dem Zweck einer Wochenschrift ist nichts ge- mäse'r als wann Gedanken dir zum allgemeinen Vesten abstelen , Darinnen öffentlich aufgesiellet werden. .
Die Einführung eines neuen Gesangbuchs ist in sehr viele Sckwu- riakeiten eingehüllet, derer nicht einmal zu gedenken, welche sich bey Sammlung der Lieder finden Manner welche Gelehrsamkeit , Geschmack und Gefühl des Cbriftenthums nebst einer Bekanntschaft mit den Fähigkeiten des gemeinen Haufens besitzen, sind meistens ichon mit so viel andern Arbeiten überhäufet, daß ihnen die nöthige Zeit dazu abgehet In der Sammlung sechsten kommen Lieder, welche wegen des Alterthums und ihrer Verfasser beybehalten zu werden verdienen mit andern, welche ihr Inn- Halt vorzüglich macht, in ein solches Gedrang, daß eine Auswahl eben so leicht nicht wird Ein Gesangbuch, welches beyden ein Genüge thun soll, muß weikläustig und daher auch kostbar werden. Dieses macht die Einführung nebst andern Umstanden welche sich damit verbinden sehr schwer. Dann ein Gesangbuch, welches tauglich ist, wird ohne einen Gulden nicht beliefert. Das ist schon für den gemeinen Mann eine Ausgabe, welcher <r sich aus allen Kräften wiedersetzet, und auch aus Arlnuth wiederhtzen muß Wann aber auch einer oder der andere ein solches Buch kauft,so werden doch die meisten zurückbleiben, und also der Gotttsdienst entweder eine lange Zeit, das Gesänge betreffend, gefiöret werden, oder man wird 'sich g'nöthiget sehen, mehrentheils die Lieder singen zu lassen, welche in dem alten Gesangbuch stehen, und auf diese Art wird das neue nach und nach unnöthig, es wird nicht mehr gekauft, und das erst eingeführte Ge- ' rangbuch kommt ab. Es wird vornehmlich auf r Stücke ankommen, erstlich auf den Verlag, zweitens auf die Einführung.
Es wird sich nicht leicht jemand finden, der ein solches Buch in Verlag nimmt, und zwar aus folgenden Gründen
' Man weis, wie es in diesen Sachen zu gehen pflegt. Befindet sich 'sein V tl-gw dadey in seinem Vortheil, so finden sich immer Misaünsti- ge, welche Vorwand und Gelegenheit genug finden werden , den Verlag Tu vereiteln. Sind einige Jahre herum, so gibt man das verfertigte Gesangbuch für unvollständig aus ; man unternimmt ein Neues, und so sind die Kosten verrohren. Dieses schreckt freylich manchen ab.
p Es muß der, welcher es in Verlag nimmt, etwas sehr groses auf. wenden, wann er, wie billig, keinen hohen Preis machen und doch seine Vörtheile dübch chiwen soll. Daß viele Exemplaria auf viele Jäher hin- . aus


