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78 Wochenblatt.

gerathen war, e) welches an dem Zranckfurrer Thor ein in Stein un­ter dem Fürst!. Wapen eingehauenes Epigramms daspeen Pagam f) folgendermaßen angezeigt:

Captus erat Princeps non Marte» fed arte» Philippus,

i $47» Cum bene munitum deftrueretur Opus, Nominis hoc patrii Ludouicus amore refecit >

if7i. Anno bis feptem iuftra fequente nouo. Principe dignus honos» patriae farcire ruinas»

A quibus Hafliacos, Chrifte» tuere polos!

Nur List, nicht kühne Macht, hielt Philipp dich gefangen. Als diesen Vestungsbau Macht und Gewalt zerrieb.

Doch Ludwig ließ ihn neu zu deiner Ehre prangen, Da man noch fiebzig eins zu funzehn hundert schrieb.

Wie fürstlich ist der Ruhm des Landes Riße heilen!

Herr Christe du wirst uns vor Unfall Schutz ertheilen!

t) Das durch die Stadt fließende wasser ist ohne Zweifel die Bach, und nicht der Fluthgraben, der ein besondrer enger und bedeckter Canal «st,wcl, cher alle Lheile der Stadt durchkreuzet und die Unreinigkeiten derselben in die Dach hieneinführen sott. Die Bach selbst aber kvmt nach sicherer Er, kundigung, und nach einem von dem sel. Pronner gezeichneten Grundriß der Stadt, zwischen dem Massonischen und Lynckerischen groscn Garten unter dem Wall durchs Eingerinn herein, wodurch sie aus der Lahn,ver, mittelst einer ouf bcr Efplanäde oder Schore, bey der )ktühlensthantze ( zwischen dem Wallthor und dem Neustädterthor) befindlichen Schleuse, eingeleitet wird und auch nach Umständen abgehalten werden kann. Sie fließt zuerst oben an dem v. Schwalbachischen Garten beym Stockhaus und großen Stadtbrauhauß vorbey, wo sie die Ferbedach Heist. An der Ecke des Brauhaußhofes, wo die Einfahrt ist, trennt sie sich in zween Aerme. Der eine und Hauptarm gehet hinter den Plockischen Scheuren an Herrn Re­gierungsrath Kochs und dem Superintendurgarten vorbey nach dem kleinen Drauhauß und der Sladtschul. Von da lauft er unter den auf dem Kir­chenplatz stehenden Häusern her und komt dicht an dem Asmusischen Hauß auf dem Lindenplatz heraus, wo er die Lindenbach genennt wird- Hier trift er unter des Lindenschmidts Hauß und komt bey dem Wittigischenund des Herrn Commendanten Garten wieder zum Vorschein, gehet unter dem Braudplatz queer durch und läst sich zwischen der Cantzley, den Universuals und Amtsgärten sehen, fließt um die Cantzley herum, und an der andern Seite derselben verbirgt er sich wieder, und nimmt seinen Weg weiter un­ter dem Hofmännifchen, Haynemännischen und von Schadischen Hauß bis an des Schneider Seipels Wohnung in der kleinen Braugasse, wo cd auf der