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Wochenblatt. 7-

der Bach genannt wird. Von da gehet sein Fluß zwischen den Hausern nach der Mausburg zu, und unter der Mäusburg und den sämtlichen Hausern, welche zwischen der Caplanögasse einerseits, hauptsächlich aber der Judengasse und vordcrnNeustadt (innerhalb der Stadtpforte) anderer Scirs gelegen sind, bis er ohnweit und ausserhalb der Stadtpforte, unter dem tiefen Weg. bei) der Luciusischen Scheuer wieder zum Vorschein komt. Hrer vereiniget sich mit diesem Hauptarm der andre geringere Arm , der obgedachtermasen an der Ecke des grosen Brauhauses bey der Ferbel ach vom Hauptarm getrennt anfängt, alsdenn beym Hektischen Garten und den so genannten alten Ställen herfiießt und das Siltzenbächlein heiset. Beyde Aerme vorcint gehen denn an dem tiefen Weg her, bey der Werck, siadte verbey, durch die Garten der.Mühlgasse hindurch und an btm v. Löwenfeldifchen Garten durch das Lusgcrim» bey der (Kcorqenschans tze, zwischen dem Neustadter und Seltzcrthor (wo in der Contrefcarpe auch eine Schleuse ist) der Stadt hinauß. Hier gehet ihr Weg zwischen dem untern Hamm und' der so genannten Scheppecke in die Wieseck. Nach dieser Beschreibung die Einheimische leicht verstehen werden , ist es rich­tig, !daß die von den beyden Aermen der Dach eingeschlossene Revier der Stadt rund gewesen, aber ovalrund und eigentlich wie eine längliche Birne ge­staltet. Die Stadtmauer war innerhalb des kleinen Bezrrsks herumges fuhrt, wovon sich noch viele deutliche Merckmale finden. Denn in dek Mauer des von Schcnckischcn Burghaufes bey dem Wagengäßgen stehet man eine zugemauerte grose Thüre und aus einer mir gütig communicirken Urkunde, welche die jetzige GraveliusifcheScheuer bctrlft, (die sonst,nach eben dieser Urkunde, eine catholifche Capelle und hernach das erste luthe­rische Pfarrhaus' gewefen) ist erweislich, daß die Hauser von der Wage an auf dec alten Stadtmauer stehen, wodurch in der Gegend des Seipeli, fchen Hauses ein Gang aus der Stadt in den damals so genannten Rahn, garten (vermuthlich die jetzige Sonne) gewefen ist. Auch ist cs gantz of­fenbar, daß, nach der Neustadt zu, in dem Gaßgen, die alte Ställe ge­nannt , alte Hauser auf die Stadtmauer gebauet worden, wovon sich nicht weniger bey dem Diebsweg (eigentlich tiefen Weg) sodann hinter den Hausern der Judengasse und tu der Caplansgasse viele Spuren zeigen. Ueberdas wird in einem Document von 1379- einer Gasse vor der Wal, Porte gedacht, die ohne Zweifel deswegen noch jetzo die Straße vor den» Wallryor genannt wird, ob sie gleich nun nicht mehr vor der Pforte ober dem Thor liegt, welches sonst bey dem Asmusischen Hauß scheint gewesen zu seyn. Wenigstens nennt man keine Straße vor dem Ncuwegerthor, vor dem Seltzerthor rc. Alles nun, was äusser diesem durch die alte Mauer und die Bach eingeschlossenen Bezirck liegt, ist nach und nach bis 1325 angebauet und damals der eigentlichen Stadt durch die ertheilte bürgerliche Privilegien einverleibt wordcn. Woraufman endlich die alte Mauer abgebro­chen und alles zusammen in eine neue eingeschlossen. Zu dem neu etnge- schlossenen gehört denn namentlich die gantze Straße nach dem Wallthor

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