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welche andere die nicht von diesen Grundsätzen belebet werden, nicht besitzen.
Ist jemand wohlthatig um sich Freunde zu machen, um Ehre und Lob davon zu tragen, so muß er stets in Furchten stehen, seiner Absicht zu verfthlen; oder wann er sie gleich bis zu einem gewissen Gipfel erlanget Kat, so kann ein einziger Fall solche niederstürzen Man beobachte nur die Welt Die Geschichte lehret uns, daß Helden durch eine einzige Unglück.» liche U nternehmung ihren Ruhm veriohren. Die edelsten Tharen wurden auf einmal aus d>m Gedächtnis grtilget. Wann nur der Ruhm die Absicht ist, so muß zu der Zeit Gram und Verzweiflung das Gemüth erfüllen, zu welcher es die angenehmsten Früchten zu erndten gedachte. Ein Mann, welchen die Vorsehung in einen solchen Posten gestellet hat, wo er andere kann glücklich machen, wird von denen, welchen zu gut er seine Gröseanwand- te, verehret. Je ausgebreiteter sein Wirkungskreis ist, um desto mehr Freunde und Anbäter wird er haben. Lasset ihn aus diesem seinem Wirkungskreis herausgesetzet seyn, und wie leicht kann dieses geschehen , so wird ein groser Theil seiner Verehrer verschwinden , und die Zahl derer welche ihn noch hochachten und lieben, wird nur klein seyn; dann sie bester het nur aus denen welche edlern Empfindungen fähig sind, und diese mm chen wohl eine unmerkliche Anzahl unter den Menschen aus. Es sind dem» nach die Absichten welche auf das veränderliche gebauet sind grölen Gefahr ren unterworfen, und wer um solcher Willen gut scheinende -Handlungen unternimmt ist niemalen sicher daß er nicht alle Früchte seines Woblver- haltens auf einmal vernichtet sehe. Wie es im Grosen ist, so verhält es fick auch im Kleinen; Key jedem er mag in einem Stand oder Beruf stehen, worinner will, sind Bewegungsgründe dieser Artschlüpftiq. Wahre Ehre und Liebe von andern sollten die Gefährten der Tugend seyn; man sollte auf diese als einen gewissen Lohn rechnen können; es ist aber Key der Denkungsart und dem Verhalten welchen die Menschen wirklich haben ganz anders. Trrms bemühet sich allen Menschen nach Möglichkeit gefällig zu seyn, und ächte Dienste zu erweisen. Er hat die Helfte seines Lebens jn diesem schönen Geschäfte verzehret. Nun kommt ein Feind und dichtet ihm entweder andere Absichten oder gar Laster an , so hat er Verfolgung statt Freundschaft, und Verdacht statt Hochachtung zum Lohn. Er begehet F bler, welche in der Reihe seiner schönen Handlungen , und in Rücksicht auf sein rechtschaffenes Herz gar in keine Betrachtung kommen


