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Wochenblatt-

selbige bestehet darinnen, daß sie einer bekannten Sache die mit irgendei­ner kleinen Veränderung als neu hervortritt, einen neuen und so viel möglich seltsamen Nahmen geben; daß schon dadurch allein die Neugiet- be der Leute gereiht wird, die neue Sache kennen zu lernen, zu kaufen, und zu tragen. Auf diese Art setzen sie Deutschland eben so oft in Eon- tribution als durch die anbefohlne Fouragelieferungen , wenn es Krieg ist. Ein neuer Nähme, der einem Kopfputz, einer Dose, oder einem Facher ertheilet wird, macht ost das Gluck eines Erfinders, und einen Künstler in wenig Tagen auf seine gantze Lebenszeit reich genug.' Es ist ausge­macht, daß die Griechen in dem Alterthum in Absicht auf Moden- und Galantene eben das gewesen sind, was heutiges Tages die Franzosen sind. Sollten sie also nicht mancherlei) Moden gehabt haben, die mit seltsamen Worten beleget wurden, und deren sich jedermann bedient hat, weil sie jedermann bekannt und geläufig waren. Warum sagen wir alle Parasol oder Saloppe, ob wir gleich bekannte und ursprünglich-deutsche Wörter haben, die eben das bedeuten, und wir gar wohl Mantel oder Sonnen­schirm sagen könnten?

Man hak vor wenig Jahren eine Art Kopfputzes gehabt, den man weil man ihn von den Franzosen bekommen hat, mit dem französischen Wort Conquerame benennt hat. . Was ist ähnlicher als dieses Wort, und das Griechische, welches durch Macht oder Gewalt übersetzt wird? Denn eine Conquerante heißt dem buchstäblichen Verstand nach eine Siegerin, oder eine Eroberin. Da die Gestalt der Person oder die Schön­heit des Gesichts, vielweniger das gute Herz, als welches ganz aus der Mode gekommen ist, nicht immer mehr Eroberungen machen können , so hat man seine Zuflucht zu dem Putz genommen: und die Erfahrung lehrt zur Genüge, daß diese List nicht fehlgeschlagen ist, sondern weitmehrHer­ren wenigstens der Stutzer, um die es doch meistens nur zu thun ist, durch einen wohlgewählten Stoff, oder durch irgend eine andre Art des P rtzes erobert werden, als durch persönliche Verdienste. Ich bin ein un- rerthamger Diener von ihrer Drapdornen Weste, sagtdaher in einem ähn­lichen Fall schon Rabener nicht mit Unrecht.

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Ich behaupte nicht, daß das WortMacht gerade zu eine soqenann. ke Conquerante bedeute, und daß es gerad die nemliche Mode gewesen sey, sondern nur daß es eine Art des Kopfputzes gewelen, die man aus ei­nem gewissen Grund so benennet hat, so wie man in den neuern gcirr-