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Giesser 41 MUMMW Eilftes Stück. Dienstags den nten März 1771.

Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.

Diese Blätter sind eben nicht besonders theologischen Abhandlungen ge­widmet. Ein Gönner derselben hat aber diese Abhandlung einge­schickt, und wir rücken solche ein, weil sie etwas Neues enthält. Viele Leser werden solche mit Danck erkennen.

Eine neue Erklärung der Worte iCtr- «i, io. Das Weib soll eine Macht auf dem Haupt haben.

AAztie Ausleger sind darinnen einig, daß das Wort Macht eine vSV Decke bedeute; und dieses zeigt auch der ganze Zusammenhang der Rede. Allein wenn sie die Ursache angeben sollen, warum sich der Apostel eines Worts bedient, das weder in der griechischen noch meiner andern Sprache eine Decke des HauptS bedeutet, fo führen sie allerley zum Theil weithergeholte Gründe an, die derjenige, dem hieran gelegen ist, gehörigen OrtS selbst nachsehen kann. Ich behaupte daß das Wort, das im Original vorkommt, und dem Buchstaben nach durch Macht, oder Gewalt gantz richtig übersetzt ist, der Sache nach zu deg Apostels Zeiten eine würkliche Decke des HauptS, oder nach unsrer heu­tigen Art zu reden, einen gewissen Kopfputz deS Frauenzimmers bedeutet habe. ES ist bekannt daß die Kleidungsstücke und insbesondre die man- cherley Arten deS Kopfputzes heutiges TageS allerley oft sehr wunderliche Nahmen haben. Die Franzosen, von denen wir unsre meisten Moden bekommen, haben eine besondre Art von Witz den die Deutsche Stu­tzer Ursache haben zu beneiden, weil sie ihn nicht erreichen können. Der- K e selbig,