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als die jetzigen, und selbst unter den Wilden findet man , wie man mrs R isebeschreibungm siehet, bey verschiedenen Haufen eine verschiedene Art zn denken und zu handeln. Es können freylich noch andere Ursachen dieser Verschiedenheit seyn, die wir aber nicht genau bestimmen können. Der tiefoenkende Philosoph würde vielleicht noch mehrere derselben durch Erfah­rungen und Rachstnnen entdecken.- Genug die Erfahrung bestätiget deut­lich diese Verschiedenheit.

Zuförderst muß erinnert werden, daß man sich den Character einer Nation nicht so allgemein vorstellen dürffe, daß man an jeder einzelnen Person einer Nation den Character derselben vollkommen finden wolle. Die Verschiedenheit der Erziehung, die selbst unter einer Nation nach den verschiedenen Standen und Vermögen sich verändern muß, kann denCha- rackter einzelner Personen gar sehr umbilden. Es erstrecket sich also die Allgemeinheit des Characters nur auf den grösten Theil. Eben deswe- gen muß man sich hüten , daß man nicht eine besondere einzelne Handlung eines oder etlicher Menschen, als ein Merkmahl zur Bestimmung des Cha- rackters einer ganzen Nation annimmt. Eben daher entstehen die fälschen Begriffe, die man sich davon macht. Der wahre Begriff kann nur von vielen einzelnen Handlungen zusammengenommen gebildet werden. Ich le­se z. E. oder sehe einen schwatzhaften, flüchtigen Engeländer, einen tiefsin­nigen Franzosen, kann ich von diesen gleich auf ihre ganze Nation schlies­sen? Es würde dies eben so geschloffen seyn, als ich einmahl einen , der eben in der Zeitung laß, daß der Pabst vom Pferde gefallen sey , schlies­sen hörte, es müsse etwan der Nation der Päbste eigen seyn, daß sie nicht recht schliessen könnten, denn er erinnere sich etliche solche Exempel von ih­nen einsmahls gelesen zu haben. -Oder vielleicht reiten sie auf englischen Satteln, setzte er hinzu. Richtiger werde ich aus den Umgang des En- geländers/ aus seinen Gesprächen, die nicht schwatzhaft, sondern kurz und überleget sind, aus seiner Art,. Freundschaft zu machen, die sich nicht auf den erstell Anblick anfällgt, sondern nach, einige Zeit hindurch ange- steüten Beobachtungen, aber auch desto dauerhafter ist , aus seiner Ge­wohnheit, nachlenkend, und betrachtend z. E. in dem Coffeehause zu sitzen, aus der Erfindung geringer Spiele, die nachdenkende Köpfe erfodern, und endlich aus den tiefsinnigen Wissenschaften, womit er sich abgiebet, aus den wichtigen Erfindungen, die er macht, aus seiner Liebe zum heftigen und tragischen, viel richtiger, sage ich, werde ich aus allen Viesen schliessen können,