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lungen, und wann er hieran gehindert wird , so ist er unglückselig. WaS macht eine Gefangenschaft unglücklich als Dieses, daß man neuer Empfindungen beraubt ist? Nein dieses alles gibt mir keine schöne Aussicht. Nur das, daß der Mittler aufstunde; daß er versicherte, dke Seinen soll, ten mit ihm leben; nur das, daß er schwöret, wer sein Wort halte, der solle ewig keinen Tod sehen, der solle ewig nicht aufhören zu seyn, das ist, der solle dencken und. empfinden. Wie wird aber dieses können geschehen, da ich der Wcrckzeuge meiner Empfindung, der Augen, Ohren und des Gesichts beraubt bin? Soll Gott etwan einen neuen Körper erschaffen? Soll er beständig Wunder khun? Wann auch dieses so ist, wskum soll ich dieses Gott nicht Zutrauen? Es würde dieses, wann auch eine neue Schöpfung hinzukommen sollte, eben so etwas gewöhnliches seyn, als die Erhaltung, welche ein beständiges Wunder, eine beständige unmittelbare Anwendung der Allmacht ist. Nach einer sichern Berechnung der Menschen aus Erden kommen auf jede Minute dreisig tausend welche sterben. Wann bey jedem eine unmittelbare Wirkung der Allmacht vorgehet, so ist diese dennoch nichts auserordentliches. Doch habe ich nicht nöthig gerade zu glauben , daß eine unmittelbare Schöpfung vorgehen werde. Ich trage in diesem Körper schon den zukünftigen, ein feineres Werckzeug meines Geistes. Ich kann nicht schliefen diese Augen , der gröbere Stoff derselben zerstäubet, derohalben werden mir ähnliche Werckzeuge der Empfindung mangeln. Zwischen den Eindrücken , welche die Sele als ein einfaches Wesen unmittelbar gewahr wird, gW^es viele Gattungen von Körper. Zoung spricht so unphilosophiWWWk daß nachdem Tod sein gantzer Leid werde Auge seyn, ob gleichDiest-Wch seiner Art übertrieben seyn mag. Die Eindrücke, welchEWHröbere Nerven geschehen^ werden bis ins Gehirn immer verfeinerkßUWDlich müssen wir doch an einem subtilen Körper stehen bleiben, in wMem die Eindrücke von der Sc- le unmittelbar wahrqenommen werden. Ist dieser Körper nun auch der Verwesung unterworfen? Gehet er mit dem gröberen unter ? wer kann dieses erweisen? Sondert er sich nicht vielleicht durch die Verwesung ab? Wer kann dieses wiederlegm ? Der welcher so viele verborgene Kräfte in der Natur, ja in dem Menschen selbften darstellet, der Allmächtige wird Mittel genug haben, seine Verheissungen, daß ich leben soll, wahr zu machen. Ich glaube ihm! Er ist nicht so grausam daß er mich täuschet 1 Ohne Zittern sehe ich das Grab. Es umschliesse meine irrdische Schale; das volkommene in mir entweicht zu einem edler» Wmkungs- kreis.


