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Giesser "
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Vierzehentts Stuck.
w Dienstags den rem April 1771.
Mit Hochfürstl. Hessen Larmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.
Fortgesetzte Gedancken eines Christen vom Cod.
MNollte mich wohl können der Zweifel schrecken, mein Körper durch den ich diese Welt sähe, empfände, und der ein unentbehrliche- Werckzeug meiner wäre / wird zu Staub, wie soll ich dencken, wie soll ich empfinden, wie soll ich die Wercke Gottes nachmalen schauen können? Ich habe die Hofnung daß einst dieser Körper wieder wird ber- gestellet werden; das ist währ: der Trost aber allein kann die Schrecken de- Todes bei) mir nicht gM^rnichten. ' Soll ich, wer weis wohl noch tausend Jahre schlummeHWKdt dencken, und eben so gut als nicht mehr seyn, so habe ich gegrünWMLcbe den Tod zu fürchten, ja vor ihm zu erzittern. Aber ein KneWWNeS, welcher wünschte in den höheren Sphären des Erlösers zu sWWvürde eben so wenig Ursache gehabt haben, den Tod zu fürchten als ich; er würde alsdenn seinen Abschied nicht haben wünschen dürfen, dann er wird nicht ehe als ich, ja nicht ehe als die welche etwan in tausend Jahren gebohren werden, seines Verlangens theilhaftig seyn. Sagt mir mancher theologischer Weltweise, die Ge- dancken würden doch fortgesetzet, so kann mich das eben so wenig beruhigen. Nicht anders gedencken als was man ehemals gedacht hat; nichts anders thun gantzer Jahrhunderte hindurch, als sich erinnern, was man etwan in dreissig Jahren empfunden hat, das wäre eine wahrhafte Hölle. Der Geist in uns hat einen wesentlichen Trieb zu neuen Vorstel-
O lungen,


