Ausgabe 
(24.12.1915) 303. Erstes Blatt
Seite
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echten Flugel. Unsere Artillerie zerstörte mehrere Schützengräben

und Bomcenlager des Feindes und brachte durch zwei Treffer eine feindliche Haubitzenbatterie zum Schweigen. Unter der noch nicht aufgezählten Beute von Ari Bur nu wurden auch mehrere Minenwerfer, Pontone und Derauvillewagen gefunden. Ein feind⸗ liches Flugzeug, das am 22. Dezember Birscha überflog, wurde von uns heruntergeschossen. Einer der Insassen wurde gefangen, der andere ist tot.

Türkischer Besuch in Deutschland. Konstantinopel, 23. Dez.(W. Nichtamtlich) Der Generaldirektor der Politischen Angelegenheiten im Ministerium des Aeußern, Reschid Bey, der Rechtsbeistand der Pforte, Heran Bey und der Direktor der Strafangelegenheiten im 8 Tashin Bey, sind heute nach Deutschland abgereist.

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* Die Note Amerikas an Oesterreich-Ungarn. 5 Köln, 23. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) DieKölnische Zei⸗ kung meldet aus Berlin: Die sachliche und ruhige Darlegung der FPsterreichisch⸗ungarischen Regierung in Sachen desAncona falles hat durchaus nicht die Regierung in Washington veran⸗ laßt, den Ton ihrer Erwiderung so zu wählen, daß, wie sich das Reutersche Bureau in einer Meldung vom 19. Dezember ausge⸗ drückt hat, Oesterreich⸗Ungarn sich prompt entscheiden müßte, ob die Beziehungen abgebrochen werden wollen oder nicht. Im Gegen⸗ teil, die zweite Note der Regierung der Vereinigten Staaten an Oesterreich⸗Ungarn ist so gehalten, daß sie jedenfalls einen freundschaftlichen Erörterung der Angelegenheit die Tür offen läßt. Sie ist entgegenkommend gehalten und man wird sich daraufhin weiter ruhig und sachlich über die Tatsachen⸗ frage und die Rechtsfrage besprechen können. Aus der Art, wie Reuter von vornherein auch diese Angelegenheit behandelt hat, können die Leser in Deutschland, Oesterreich⸗Ungarn, Amerika wie auch in den neutralen Ländern wieder einmal sehen, wie not⸗ wendig das tiefste Mißtrauen gegen alle Reutermeldungen ist. Es ist das unveränderliche Bestreben der Hintermänner des Reuter⸗ schen Bureaus, durch geschickte Fassung der Meldungen die Be⸗ ziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich⸗Ungarn einerseits und den Vereinigten Staaten andererseits zu vergiften und die öffentliche Meinung aufzupeitschen, damit eine scharfe Stimmung zwischen Deutschland und Oesterreich⸗Ungarn und den Ver⸗ kinigten Staaten entsteht, um so den für englische Zwecke höchst willkommenen Bruch herbeizuführen. Da ein solcher Druck weder von Deutschland, Oesterreich⸗Ungarn noch auch von den Vereinigten Staaten gewünscht wird, sondern die wichtigsten In⸗ teressen beider Teile eine freundschaftliche Erledigung etwaiger einungsverschiedenheiten und Aufrechterhaltung der guten Be⸗

SSoßenhagen, 23. Dez.(WBB. Nichtamtlich.) Das 5* Marineministerium hat von dem Kommandieren⸗ Den General in Karlskrona die telegraphische Meldung er⸗ halten, daß der schwedische DampferArgo am 21. De⸗ zember durch deutsche Torpedojäger gekapert wurde. Aus der Meldung geht hervor, daß der Admiral, als er die Nachricht erhielt, sofort ein Torpedoboot nach der Kaperungsstelle entsandt hat. Die Kaperung wurde vom Lotsenpersonal des Utlängan⸗Leuchtfeuers beobachtet. Sie fand 1 b in zwei Minuten Abstand in der Richtung Nordost bis Ost vom Leuchtfeuer statt. 5 DieNationaltidende meldet, der dänische Dampfer Heini sei auf der Reise von einem schwedischen Hafen 9 Haume mit Eisenerz von einem deutschen Tor⸗ pedoboot aufgebracht worden.Heini hielt zunächst so nahe als möglich der Küste, wurde aber später von den Stürmen gezwungen, in See zu gehen. Bei Sanfhammer wurde er von einem deutschen Torpedoboot aufgebracht, das den Dampfer für gute Prise erklärte und nach Stettin über⸗ führte. Die danische Reederei erhob Einspruch, doch scheint es, daßHeini in ein internationales Gebiet gekommen ist.

Berlin, 23. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Schwedische Blätter bringen die Nachricht, daß am 21. ds. Mts. der schwedische DampferArgo, mit Bannware von Kopen⸗ hagen nach Raumo unterwegs, unweit Utlängen⸗Leucht⸗ turm innerhalb schwedischer Hoheitsgewässer aufgebracht und nach einem deutschen Hafen geführt worden sei. Wir erfahren hierzu von zuständiger Stelle: 0 5 Der Dampfer ist allerdings innerhalb schwedischer Ge⸗ wässer angehalten und dann nach Swinemünde geführt wor⸗ den. Dies war ein bedauerlicher Mißgriff. Der Dampfer ist daher unmittelbar nach dem Einbringen in Swinemünde auf Anweisung des Chefs des Admiralstabs der Marine mit freiem Geleit nach dem Ort, wo er angehalten worden war, wieder entlassen worden. 5 Der Mißgriff ist begangen im Anschluß an einen Vor⸗ fall, der sich mit demselben Dampfer in der Nacht vorher in der Nähe von Simrimshamm abgespielt hatte. Da dieser Vorfall von schwedischen Blättern in nicht zutreffender Weise besprochen wurde, wird hiermit folgendes festgestellt: Der DampferArgo wurde in dieser Nacht von zwei deutschen Torpedobooten außerhalb der schwedischen Ho⸗ heitsgewässer aufgefordert, zu stoppen, damit er auf Bann⸗ ware untersucht würde. Er stoppte zunächst, dvehte dann aber mit Hartruder und äußerster Kraft auf das 20 Meter quer ab von ihm liegende deutsche Torpedoboot zu, um es u rammen. Nur durch ein sofortiges Gegenmanöver ge⸗ ang es diesem, den Rammstoß so abzuschwächen, daß keine

ernstlichere Schädigung eintrat. Während dieses Manövers gelang es dem Dampfer, in die nahen schwedischen Ge⸗ wässer zu entkommen Der deutsche Kommandant hat dar⸗ auf in Achtung der schwedischen Hoheitsgewässer von der Verfolgung abgelassen, obgleich der Dampfer mit unbeding⸗ ter Bannware für Rußland, nämlich Geschoßdrehbänlen, woll beladen war. Es sei noch hinzugefügt, daß, wie fest⸗ stellt worden ist, der Kapitän, der Steuermann und der tse des Dampfers betrunken waren.

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5 Tortosa, 23. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Ein französischer Dampfer, der vor einem Unterseeboot, 8 ihn zu torpedieren versuchte, flüchtete, strandete bei der Ebromündung. Man hofft, die aus Zucker bestehende Ladung retten zu Lönnen.

Vlissingen, 33. Dez.(WTB. Nichtamtlich) Heute

ist kein Postdampfer aus England angekom⸗ men. Die Ursache ist unbelannt. f Malta, 22. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Ag. Havas. Der japanische DampferYasaka Maru ist am 21. Dezember im östlichen Mittelmeer durch ein feindliches Unterseeboot versenkt worden. Die Hafenbehörde von Alexandria wurde durch Funkspruch benachrichtigt und sanbte Hilfe.(Notiz: In Lloyds Register ist der Dampfer Sado Maru 6227 Bruttoregistertonnen aufgeführt. Vielleicht handelt es sich um diesen)

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nen, wurde 1914 gebaut und gehörte der Nipon Jusen Kaishar.

2 ondon, 23. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Den Zeitun⸗ gen zufolge ist die Vernichtung des PostdampfersHasaka Marux der größte Verlust, den die Versicherer seit Kriegs⸗ beginn zu verzeichnen hatten. Der Schaden dürfte etwa 25 Millionen Franken betragen.

85 Aus dem Reiche.

Von der Waffen- und Munitionsherstellung in Deutschland.

Berlin, 23. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Eine erfreu⸗ liche Weihnachtsüberraschung wurde den in den Staatswerkstätten mit der Herstellung von Waffen, Ge⸗ schützen und Munition beschäftigten Arbeitern und Ar⸗ beiterinnen zuteil, die zugleich die bisher erzielten Leistungen auf diesem Gebiete erkennen läßt. Während nämlich im vorigen Jahre an den Weihnachts⸗ und Neu⸗ jahrsfesttagen in diesen Werkstätten zur Deckung des über⸗ aus großen Heeresbedarfs gearbeitet werden mußte, ist, wie wir hören, es der Heeresverwaltung in diesem Jahre möglich gewesen, die Staatswerkstätten während der Feier⸗ tage stillzulegen und die Arbeit ruhen zu lassen.

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Berlin, 23. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Kriegsaus⸗ zeichnung. Der König von Bayern hat in Anerkennung der Entwicklung der deutschen Feldpost dem Staats- sekretär des Reichspostamtes Dr. Hrätke das Großkreuz des Königlich bayerischen Militärverdienst⸗ ordens mit Schwertern am Bande für Kriegsverdienst, dem Direktor im Reichspostamt Kobelt die zweite Klasse mit Stern und Schwertern, dem Präsidenten der deutschen Post⸗ und Telegraphenverwaltung in Belgien, Ronge und dem Geheimen Oberpostrat und vortragenden Rat im Reichs⸗ postamt Jacobs die zweite Klasse mit Schwertern, sowie dem Oberpostinspektor im Reichspostamt, Weidmann die vierte Klasse mit Schwertern desselben Ordens am Bande für Kriegsverdienst verliehen.

Im feide

erwarten unsere Angehörigen den regelmäßigen eingang des heimat⸗ blattes. Um eine Unterbrechung in der Zustellung zu vermeiden, wolle man

len feldupost/Beꝛug

des Gießener Anzeigers für das nächste vierteljayr(Jan. febr.⸗larz)

schon jetzt erneuern

Alle Postamter nehmen die Bestellung entgegen. der vierteljahrs⸗ Bezug be⸗ trägt Mk. 3.50 einschließlich der Um⸗ schlag⸗ocbühr. Außerdem vermittelt dic Bestellungen wie bisher auch die

Celchäftsstelle des Gicßener Anzeigers

Aus Stadt und Cand. Gießen, 24. Dezember 1915. Weihnachtsgedanken. Kurz und düster sind jetzt die Tage und lang die Nächte. Aber die Sonne hat sich schon gewendet und wird zurück⸗ lehren, und Licht und Wärme wird wiederkommen. Aber das Vergängliche ist nur ein Gleichnis. Ewiges Licht und ewige Finsternis führen auch einen Kampf gegeneinander. Ewig wenigstens erscheint uns die Nacht und Finsternis

des Leides. Das Leid ist unendlich groß, und immer tiefer

bohrt es sich ein und hört nicht auf. Wenn ein Geschlecht ins Grab gesunken ist, so ist wieder ein neues Geschlecht da. Aber je mehr sie aufeinander folgen, desto tiefer müssen sie es empfinden: alle Qual und aller Schmerz wird immer ößer. Unsere Zeit muß es ja jedem zeigen, ein so furcht⸗ es Sterben, einsame Trauer und, was noch am schmerz⸗ lichsten ist: so viel Menschenblut nur durch Menschenhaß und Menschenhand vergossen. Die Seelen der Menschen. werden von einem Geschlecht zum anderen müde gequält und finden keine Ruhe.

Aber dennoch, oder vielmehr: deshalb Weihnach⸗ ten! Der Krieg hat uns auch ihren Sinn noch klarer ge⸗ macht. Wo man den Unterschied zwischen Tag und Nacht kaum merkt, vergißt man, was das Licht bedeutet. Aber ein Licht, das aus der dunklen Nacht hervorbricht, das uns aus dem Dunkel und aus der Irre zur Sicherheit führt, das begrüßen wir voll Freude. Friede den Menschen, an denen Gott Wohlgefallen hat! Wenn das etwas für uns wäre?! Wir, die wir in Unruhe und Krieg leben, die wir durch diese äußere Unruhe auch die innere Ruhe verlieren müssen. Dann könnten wir in unserem Innern Frieden haben, wenn auch in der Welt Unfrieden wäre, ja selbst wenn wir mitten im Kampfestoben stehen würden. Und es ist für uns. Gerade deshalb, weil wir im Unfrieden sind, sollen wir Frieden erhalten; weil wir geschlagen sind, sollen wir geheilt werden; weil wir dürsten, sollen wir getränkt

werden; weil wir Leid tragen, sollen wir getröstet werden. Nicht für eine faule, gedan e, üppige Zeit ist die Weih⸗ nachtsbotschaft, sondern für die Zeit des Kriegs und der Not: Dem höchsten Vater Ehre 17 und Frieden seinen Kindern! ck.

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Kartoffelspeisen als Fettersatz.

Zur Lösung der heute so brennenden Frage, auf welche Weise wir der Knappheit an Fetten ohne Schädigung der menschlichen Ernährung abhelfen können, müssen wir immer

Amsterdam, 23. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Einer RNeutermeldun apc heißt der versenkte japa⸗ . Her

nische Da asala Maru, Er faßt 12500 Ton⸗

wieder von dem so oft erörterten Grundsatz der Ernährungs⸗ lehre ausgehen. daß für die Leistungsfähigkeit des menldch⸗

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lichen Körpers der Genuß von Fetten in sehr weitem Umfange durch die Zufuhr kohlehydratreicher Nahrung in den richtigen Mengen ersetzt werden kann.

Für die Zufuhr von Kohlehydraten 9 75 uns neben dem Zucker vor allem die stärkehaltigen Lebensmittel zur Verfügung und unter diesen spielen die weitaus überragende Rolle die Samen unserer Getreidefrüchte(Roggen, Weizen, Gerste, Hafer, Hirse) und die stärkehaltigen Tartoffeln. Ein Ersatz der mangelnden Fette durch die Stärke der Samen ist in den jetzigen Zeiten nur in geringem Umfange durchzuführen, da deren Verwendung sowohl zum Brot, wie in Form von Grütze und Mehl usw. reguliert ist und kaum wesentliche Erweiterungen gestattet. Es folgt daraus, daß das wichtigste Hilfsmittel zur Ergänzung unserer Ernährung die Kartoffel sein muß. Wir haben glücklicherweise in diesem Jahre eine recht gute Kartoffelernte, etwa 7000 000 Tonnen mehr als im Vorjahr. Um sich von der Größe dieser Summe einen Begriff zu machen, müssen wir in Betracht ziehen, daß das deutsche Volk durchschnittlich in den letzten Jahren etwa 12 000 000 Tonnen Kartoffeln für die menschliche Ernährung verbraucht hat. Wir können also in diesem Jahre unseren Kartoffelverbrauch erheblich vergrößern, ohne befürchten zu müssen, die Grenzen unserer Vorräte zu überschreiten. Das Material für eine reichlichere Ernährung mit Kartoffeln ist also vorhanden, und es fragt sich nur, wie man dem deutschen Volke einen erhöhten Verbrauch im wahrsten Sinne des Wortes mundgerecht macht. 8

Dieses Problem ist nicht gar so einfach; denn da die Kartoffeln etwa 75 Prozent Wasser enthalten, so muß man recht erhebliche Quantitäten zu sich nehmen, um dem Körper wirklich große Nährwerte zuzuführen. Die Aufnahme solcher großen Mengen stößt aber ganz naturgemäß auf Schwierig⸗ keiten, wenn nicht die Hausfrau durch sorgsame und wechsel⸗ volle Zubereitung dahin bestrebt ist, aus dem einen einfachen Material der Kartoffel sozusagen ein Viel an wohlschmecken⸗ den Speisen zu bereiten. 1

Dies ist nun ohne weiteres möglich. Gerade wegen ihres neutralen Geschmackes eignen sich die Kartoffeln vorzüglich dazu, in Verbindung mit anderen Nahrungsmitteln aus⸗ gesprochen wechselvollen Geschmackes zubereitet zu werden. Die Kartoffel nimmt dann geradezu den Geschmack der ihn in verhältnismäßig geringer Menge zugeführten Nahrungs⸗ mittel an und gibt ihnen dafür das, was ihnen fehlt, nämlich reichlichen Nährwert.

Es ist ein ganz außerordentlich großes Programm, dass sich auf diese Weise der Hausfrau darstellt. Man kann einer⸗ seits alle möglichen Gemüse in verschiedenster Mischung mit viel Kartoffeln und etwas fettem Fleisch oder auch ganz ohne Fleisch zusammen kochen. Man kann Kartoffeln mit frischem oder getrocknetem Obst, man kann sie auch mit billigen Fischen wie Klippfisch oder Hering zu wohl⸗ schmeckenden Speisen verarbeiten Endlich kann man aus ihnen allerlei Speisen, Puddings, Klöße, Nudeln usw. machen,

die auch der einfacheren Kost eine durchaus genügende Ab⸗ wechslung verleihen. 8 7

Es ist dringend zu wünschen, daß die Hausfrau sich von dem Gedanken frei macht, man könnte Kartoffeln nur kochen, braten oder als Salat anrichten. e ö

* 5 * Amtliche Personalnachrichten. Der Groß⸗ herzog hat am 6. Dezember ds. Is. der Berufskrankenpflegerin des Alice⸗Frauenvereins Schwester Lina Hoffmeister, Ober⸗ schwester in der Medizinischen Klinik der Landesuniversität Gießen, aus Anlaß ihrer Versetzung in den Ruhestand das Goldene Dienst⸗ auszeichnungskreuz 5 Krank ge verliehen. Der Groß⸗ herzog hat am 22 Dezember Amtsrichter bei dem Amts⸗ gericht Gießen, Amtsgerichtsrat Hermann Müller, zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt II, den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Ulrichstein, Dr. Otto Lemser, zurzeit im Felde, zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Fürth mit Wirkung vom 24. Januar 1916, den Gerichtsassessor Alfred Tum pf in Oppenheim zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Wöllstein er⸗ nannt. 5 Großherzog hat am 18. Dezember dem Handelsrichter bei der Kammer für Handelssachen in Darmstadt, Kommerzienrat Ferdinand Jacobi in Darmstadt, das Ritter⸗ kreuz 1. Klasse mit der Krone des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Der Großherzog hat am 18. De⸗ zember den Kommerzienrat Ludwig Frölich, den Buchdruckerei⸗ besitzer Rudolf L. Wittich, beide in Darmstadt, den Braxuerei⸗ besitzer Justus Hildebrand in Pfungstadt, den Kommerzienrat Jean Göbel, den Kaufmann Wilhelm Köl b, den Ingenieur Emil Schenck, sämtlich in Darmstadt, zu Handelsrichtern, den Bankdirektor Hugo Brink und den Kommerzienrat Ludwig Jo⸗ seph, beide in Darmstadt, zu Ergänzungsrichtern bei der Kammer für Handelssachen mit dem Sitz in Darmstadt; den Fabrikanten Philipp Heim, den Fabrikanten Robert Weintraud, den Fabrikanten Eugen Feistmann, den Kommerzienrat Jakob Hinte 1 8 in Offenbach, zu Handelsrichtern: den Fabri⸗ kanten Wilhelm Klingspor in Offenbach, den Fabrikanten Jakob Erckrath in Klein⸗Krotzenburg, den Fabrikanten Georg Heinrich 40 1 8 ee Karl 1 5 5 120 155 50 zu Ergänzungsrichtern bei der Kammer für Handels⸗ N 85 15 dem Sitz in Offenbach; terzien rat

den Geheimen rat Sigmund Heichelheim, den Kommerzienrat Gustav Muel⸗ ler, den Kommerzienrat Heinrich Schirmer, den Fabrikanten

Hermann Eichen auer, sämtlich in Gießen, zu Handels⸗

richtern, den Kommerzienrat Adolf Klingspor und den Kauf⸗ mann Johann Josef Sauer, beide in Gießen, zu Ergän⸗ zungsrichtern bei der Kammer für Handelssachen mit dem Sitz in Gießen; den Kommerzienrat August Feine, den Kom⸗ merzienrat Dr. Otto Jung, den Geheimen Kommerzienrat Josef Harth, den Kommerzienrat Bernhard Albert Mayer, den Kommerzienrat Josef Stenz, den Kaufmann Karl August Bar⸗ thel, sämtlich in Mainz, zu Handelsrichtern, den Bankdirektor Kommerzienrat Felir Goldschmidt, den Kommerzienrat Flo⸗ rian Kupferberg, den Kaufmann Karl Ihm, sämtlich in Mainz, den Kaufmann Jakob Albrecht in Bodenheim den Kaufmann Konrad Jung und den Kaufmann Lorenz Eis⸗ maher, beide in Mainz, zu Ergänzungsrichtern bei der Kammer

für Handelssachen mit dem Sitz in Mainz; den Geheimen Kom⸗ merzienrat Wilhelm Kölsch, den Kaufmann Heinrich Rudolf Hütten bach, den Bankdirektor Kommerzienrat Christian Lott, den Fabrikanten August Eller, sämtlich in Worms, zu Handels richtern, den rikanten Jakob Heckel und den Brauereidirektor Ludwig Mill, beide in Worms, zu Erhänzungsberichtern del der Kammer für Handelssachen mit dem Sitz in Worms, sämtlich mit Wirkung vom 1. Januar 1916 bis 31. Dezember 1918, ernannt. Der Großherzog hat am 22. Dezember den ständigen Hilfs- arbeiter bei der Abteilung für Steuerwesen des Ministeriums dern den f Finanzrat Otto Müller, und den ständigen juristi⸗ schen Hilfsarbeiter bei der Abteilung für Steuerwesen des Mini⸗ steriums der Finanzen, Finanzrat Julius Kuhl, beide zu Darm⸗ stadt, zu vortragenden Räten in der genannten Abteilung mit dem Amtstitel Bberfumgvat ernannt. 2

Stadttheater. Es sei darauf hingewiesen, daß dit Kasse an

den Feiertagen jeweils von 111 Uhr vormittags geöffnet i 5 5

** Oberhessischer Kunstvere in. Die! and⸗

lungen, die bisher mit Künstlervereinigungen und Künstlern

e haben zu dem e gebnis geführt, daß

ie Reihenfolge der Ausstellungen schon bis Juli 1916 fest⸗ elegt werden konnte. Am 9. Januar wird die Berliner

bünstler⸗Gilde, das Ausstellungsunternehmen der 9

i deutschen Kunst ears Wer Eng ba

zug