Ausgabe 
(23.12.1915) 302. Erstes Blatt
Seite
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Kaonstantin bei Warna den Wachtdienst versieht. Die russi⸗

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den Kronprinzen sehr, Einzelheiten über die Stimmung in der Heimat zu hören, und er versicherte, daß bei allen seinen

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dcona⸗Note ist kurz. Es wird in ihr erklärt, daß die Riegie⸗

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da arn zugebe, daß das Schiff torpediert wurde, nachdem die

1885 5

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5 beiter und Arbeiterfrauen sind wegen die Staatsgewalt vor das Kriegsgericht gestellt worden. Die Kriegsgesetze sehen für diese Vergehen Todesstrafe oder

seien alle notwendigen Einschränkungen und Opfer, die wir Das sollten sich alle Kleinmütigen und Kriegsverdrossenen des

weißen und farbigen

Erfolg der Siegesanleihe und sagt,

die verfügbaren Mittel des Staates eine bedeutende Ver⸗

der e eingetroffen. Sie ist von dem ameri⸗ überreicht worden. a

N 0 die österreichi

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pannover, 22. Dez.(WTB. Nichtamtlich) Seine Erzellenz, General der Infanterie v. Emmich, komman⸗

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dierender General des 10. Armeekorps, ist hier heute morgen Auflage wiederholt.

Emmich findet am ersten Weihnachtsfeiertag auf dem Ehrenfried⸗ 5 50 in Stöcken bei Hannover inmitten anderer Heldengräber die

Ein neuer Gesandter Griechenlands in Konstantinopel.

0 Athen, 22. Dez.(WTB. Nichtamtlich) Das Amtsblatt

veröffentlicht die Ernennung des früheren Ministers des

3 Kallorghis, zum Gesandten in Konstanti⸗ nopel.

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Ein russischer Angriff vor Warna. Sofia, 22. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Bulgarischen Telegraphenagentur. Wie die Blätter melden, näherten sich gestern vier russische Torpedoboots⸗ zerstörer, die die rumänischen Häfen überwachen, dem bulgarischen Torpedoboot, das vor dem Kloster des heiligen

schen Einheiten feuerten auf das bulgarische Torpedoboot, das das Feuer erwiderte; auch die Küstenbatterien beteiligten sich am Kampfe. Kurz darauf dampften die Torpedoboots⸗ zerstörer davon. Das bulgarische Torpedoboot ist unversehrt geblieben.

König Peter in Italien.

Bern, 21. Dez.(WTB. Nichtamtlich)Idea Natio⸗

nale meldet aus Neapel: König Peter ist in Be⸗

gleitung Paschitschs und anderer Mitglieder der Regie⸗

rung in Caserta eingetroffen. Er wurde von der Prin⸗

zessin Natalie von Montenegro r Der König machte einen völlig gebrochenen Eindruck.

Aus Moskau.

Moskau, 22. Dez.(WTB. Nichtamtlich)Rußkoje Slowo meldet: In Moskau sind sechs Personen wegen Teilnahme an der Deutschenhetze und Plünde⸗ rungen fremden Eigentums zu zwei bis acht Monaten Ge⸗ fängnis verurteilt worden. Eine der Anzahl Ar⸗ iderstandes gegen

vor. ** Ein Besuch beim bayrischen Kronprinzen.

Berlin, 23. Dez. Aus einem Sonderbericht derBer⸗ iner Morgenpost von Fritz Soetz über einen Besuch auf dem westlichen Kriegsschauplatz verdient eine Schilderung eines Besuchs bei dem Kronprinzen von Bayern hervorgehoben zu werden, in der es heißt: Es interessierte

schwere Zuchthausstrafe b **

Soldaten nur eine Meinung herrsche: durchhalten. Draußen Feindesland könne man erst so recht das unsagbare Glück messen, das unsere unvergleichlichen tapferen Truppen den eind aaf seiner erdrückenden Uebermacht nicht in das Land gelassen hätten. Gegenüber diesem unendlich Großen

zu Hause bringen müßten, unendlich klein und unbedeutend. täglich immer wieder vor Augen halten, bis sie die Größe chehenen wirklich sehen lernen. Der Berichterstatter hrt fort: Des Kronprinzen besondereFreunde sind die Engländer. Seine Stimme hob sich kräftig, als er seiner Genugtuung Ausdruck gab, daß ihnen ihr Aus⸗ hungerungsplan wie alle ihre strategischen Pläne auf dem ganzen Kriegstheater gründlich mißlungen seien. Seine

timme wurde stahlhart, als er die bestimmte Hoffnun aussprach, daß seine Armee den Kitchener⸗Millionen 1975 einen gehörigen Denkzettel geben würde. Die Verluste der eißen 1 waren schon bisher unver⸗ tnismäßig hoch, besonders unter den Offizieren, aber der große Schlag käme hoffentlich noch.

Die französischeSiegesanleihe.

WTB. Nichtamtlich.) Derpetit serigen Verlautbarungen über den

etwas größer werden durch die beträchtliche Zahl der zur Konvertierung eingereichten Bons, die dann bei Verfall nicht mehr eingelöst zu werden brauchten, so daß dadurch mehrung erführen. Das Blatt läßt sich von zuständiger Seite versichern, daß das Ergebnis einen sehr guten Erfolg dar⸗

Meldung

des Reuterschen Burcaus. Die zweite amerikanischeAn⸗

Washington, 22. Dez.(WTB. 1 5 keine Ursache sehe, auf eine Besprechung der Einzelheiten der 1 5 des DampfersAncona einzugehen, e

Maschinen gestoppt hatten und während noch Passagiere an Bord waren, was eine Verletzung des Völkerrechts und ber Gesetze der Menschlichkeit 71 0 Deshalb macht die amerikanische Re⸗

ch⸗ungarische Regierung für das Vorgehen es Kommandanten des U- Booies verantwortlich und wiederholt ihre Forderung vom 6. Dezember. Sie betont, daß die weiteren guten Beziehungen zwischen Amerika und Oesterreich⸗Ungarn von

er Antwort Oesterreich⸗Ungarns abhängen werden. 5

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General v. Emmich 1.

gegen 8 Uhr 1275 entschlafen.(In einem Teil der Berlin, 22. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) DerVossischen eitung wird aus Hannover zum Tode des enerals mmich noch berichtet: Im Trauerhause erschienen mittags die Spitzen der Militär⸗ und Zivilbehörden zur F e

etzte Ruhe.

5 Die Nachricht vom Tode des Generals von Emmich wird im anzen Deutschen Reiche schmerzliche Teilnahme erwecken. Ist 5 mit seinem Namen die erste stolze Waffentat dieses Krieges, die Eroberung von Lüttich, verknüpft. Im weiteren Verlaufe des Krieges wurde der Name des Generals von Emmich während des galizischen Feldzuges nach dem Mai⸗Durchbruch am Du⸗ tajec genannt. Auch hier zeichnete er sich aus und erhielt als An⸗ erlenmma seiner Verdienste noch im Mai 1915 das Eichenlaub zum Four be mérite. Das Eiserne Kreuz 1. Kl. hatte er schon

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Otto v Emmich wurde am 4. 8. 1848 geboren. Sein Vater starb als Oberst a. D. im Jahre 1872 Er besuchte das Gym⸗ nasium zu Minden und trat am Tage von Königgrätz, am 3. 7. 1866 in das 55. Infanterie⸗Regiment in Detmold als Junker ein. Im Jahre 1868 wurde er Sekondeleutnant, erwarb sich im Feld⸗ zug 1870/71 das Eiserne Kreuz 2. Kl. und war dann Bataillons⸗ und Regiments⸗Adjutant; 1874 wurde er Premierleutnant. Un⸗ ter Versetzung zum Inf.⸗Regt. Nr. 52 wurde er dann 1875 Ad⸗ jutant bei der 29. Infanterie⸗Brigade und verblieb in dieser Stel⸗ lung. bis er 1880 in das Inf.⸗Regt. Nr. 69 in Trier versetzt wurde; 1881 wurde er Hauptmann und verblieb nunmehr, ein Ausnahmefall, im normalen Frontdienst, bis er kommandierender General wurde. Die Kompagnie im Regiment 69 vertauschte er 1882 mit einer solchen des neu gebildeten Regiments 131 in Paderborn. 1886 wurde er in das Füsilier⸗Regiment 86(Flens⸗ burg) versetzt und stand dort auch als aggregierter Major(1890), bis er 1891 ein Bataillon des 1 Nr. 116 in Gießen erhielt. Kommandeur des Kurhess. Jägerbataillons Nr. 11 in Marburg wurde er 1894. In dieser Stellung wurde er 1895 Oberstleutnant. Als Oberst erhielt er im Juni 1897 8 0 Regt. Nr. 114 in Konstanz, als Generalmajor im Jahre 1901 die 31. Inf.⸗Brig, in Trier. Am 14. 2. 1905 erfolgte seine Er⸗ nennung zum Generalleutnant und Kommandeur der 10. Division in Posen. Dann wurde er am 29. 5. 1909 General der Infan⸗ terie und kommandierender General des 10. Armeekorps in Han⸗ nover. Im Jahre 1912 wurde er in den erblichen Adelstand erho⸗ ben. Seit 1880 war er mit Elise v. Graberg verheiratet. Der Ehe ist eine Tochter entsprossen. 125 f

Nach demBerl. Lok.⸗Anz. hielt sich der General seit Mitte Oktober zur Erholung in Hannover auf, wo er jetzt im 67. Lebens⸗ jahre verstorben ist. Der Tod wurde durch Arterien verkal⸗ kung herbeigeführt. Oft hat der Generalarzt dem Korpsführer während des Feldzuges im letzten Sommer Schonung auferlegt. Emmich erwiderte aber stets: Es ist Krieg, da darf sich der Soldat nicht schonen. Der Kaiser hat General Emmich noch vor einiger Zeit in huldvollster Weise ermahnt, sich körperlich erst vollständig zu erholen, ehe er wieder zur Front ginge. a

Der Stellvertretende Kommandierende General des 10. Ar⸗ meekorps widmet dem Dahingeschiedenen folgenden Nachruf:

Heute morgen 8 Uhr verschied nach längerem im Kriege ent⸗ standenen Leiden der Kommandierende Gensral des 10. Armee⸗ korps, General der Infanterie à la suite des Flilsilierregiments Generalfeldmarschall Prinz Albrecht von Preußen(Hannoversches Nr. 73), Ritter des Ordens Pour le mérite mit Eichenlaub und anderer höchster Orden, Otto von Emmich. Seit 2. Juni 1909 an der Spitze des 10. Armeekorps stehend, bereitete er in fünfjähriger rastloser Friedensarbeit sein Korps für die hohe Aufgabe des Krieges vor. Mit ihm ist ein treuer Diener seines kaiserlichen Herrn und Vaterlandes, ein edler Mensch und tapferer Soldat, ist einer der Besten von uns geschieden. Der Name des Siegers von Lüttich, des tapferen Führers des 10. Armeekorps in ungezählten Schlachten und Gefechten, bleibt für alle Zeiten mit der Geschichte unseres Vaterlandes und Heeres eng verbunden. Er lebt aber auch unauslöschlich im Herzen seiner Soldaten fort, die mit Vertrauen und Liebe dem Führer folgten, der jede Gefahr und jede Entbehrung mit ihnen teilte und der durch sein persönliches Beispiel allen voranleuchtete. So wird die Persönlichkeit dieses hervorragenden Mannes fortwirken im 10. Armeekorps als das Vorbild eines preußischen Soldaten, wie er sein soll. Hannover, den 22. Dezember 1915. Namen der Be⸗ satzungstruppen des 10. Armeekorps: Der Stellvertretende Kom⸗ mandierende General v. Linde⸗Süden, General der In⸗ fanterie, à la suite des Füsilierregiments General feldmarschall Graf Blumenthal(Magdeburgisches Nr. 36).

Das Telegramm des Kaisers. N Das Telegramm des Kaisers an Frau v. Emmich

lautet: Ich bin tief ergriffen durch die Nachricht von dem Heim⸗ gang Ihres Gemah's. Es ist uns dadurch ein Offizier ent⸗ rissen worden, den ich ob seiner vorbildlichen Treue und Hin⸗ gabe als Soldat und als Menschen hoch geschätzt habe. Wenn die Geschichte die schönsten Ruhmestaten dieses Krieges schildern wird Lüttich, St. Quentin, Galizien, Polen so wird sein Name mit an erster Stelle teen Das Korps verliert seinen allverehrten kommandi Ge⸗ neral, dem es als ersten Kameraden wie als Führer in gleichem Vertrauen, zugetan war. Gott tröste Sie in Ihrem tiefen

Schmerze. Aus dem Reiche.

Der Kaiser leicht erkrankt. f Berlin, 22. Dez.(WTB. Amtlich.) Seine Majestät haben die beabsichtigte Weiterreise zur Westfront wegen einer leichten Zellgewebe-Entzündung, welche Aller⸗ höchstdenselben zwingt, einige Tage das Zimmer zu hüten, verschieben müssen.

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Berlin, 22. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) In der heuti⸗ gen Sitzung des Bundesrats gelangten zur Annahme: Eine Vorlage betreffend die Ausprägung eiserner Zehnpfennigstücke, ein 1 betreffend die Ver⸗ längerung der Zuckerungsfrist für die diesjährige Weinernte, eine Vorlage betreffend die Anrechnung von Militärdienst⸗ zeiten und die Erhaltung von Anwartschaften in der In⸗ validen⸗ und Hinterbliebenenversicherung, eine Vorlage be⸗ treffend den Verkehr mit Kraftfahrzeugen, eine Vorlage be⸗ treffend das Verfahren bei Zustellungen. Zu dem vom Reichstag angenommenen Gesetzentwürfen betreffend vor⸗ bereitende Maßnahmen zur Besteuerung der Kriegsgewinne, betreffend die Kriegsabgaben der Reichsbank und betreffs des zweiten Nachtrags zum Reichshaushaltsetat für das Rechnungsjahr 1915 wurde Beschluß gefaßt.

Berlin, 22. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Heute um ein Uhr erschien am Eisernen Hindenburg der königlich bul⸗ garische Militärbevollmächtigte Oberst Gantschew und schlug, im Auftrage des Königs Ferdinand fünfzig goldene Nägel(5000 Mark) im Namenszug des Generalfeldmarschalls ein. Dem König der Bulgaren 2 auf telegraphischem Wege für die erwiesene Gnade gedankt.

Berlin, 23. Dez. Zur Versorgung Ostpreu⸗ ßens mit Elektrizität sollen nach dem Kriege Ueber⸗ landzentralen angelegt werden. Wie verschiedene Blätter aus Königsberg melden, beantragt die Provinz eine Staats⸗ beihilfe von 50 Millionen Mark als zinsfreies Darlehen.

Aus Stadt und Cand. Gießen, 23. Dezember 1915.

r Ehrentage der 222er. 16. Dezbr. 1914. Bei Baby wurden die Russen trotz starken Flankenfeuers gegen unsere Linien aus ihrer stark befestigten Stellung am Bahn⸗ damm vertrieben und verfolgt. Es wurden drei Maschinen⸗ gewehre erbeutet und 200 Gefangene gemacht. 19. und 20. De⸗ zember 1914. Bei Wale stößt das Regiment bei der Ver⸗ folgung auf einen 5 Gegner, hält aber seine Stelle. Am 20. Dezember wird der Feind von unserer Artillerie im 110 15 mit Infanterie heftig beschossen und ergreift die

ucht.. Die zweite Genesungskompagnie Gießen, neue Kaserne, ist im Begriffe, sich eine kleine Bücherei einzurichten und läßt gütige Spender um Zuwendung ge⸗ eigneter Bücher bitten Die 5 können an die zweite Genesungskompagnie selbst gerichtet werden, oder werden

i Oktober 1914 gleichzeitig mit einem gnädigen kaiserli Dandschreiben erhalten. f 5

auf telephonische oder Postkartennachricht hin abgeholt.

Auch das Soldatenheim und die Kanzlei der Universitäts. Bibliothek sind bereit, Bücher entgegenzunehmen 5

* Die Ortskrankenkasse Gießen⸗Stabt hielt diese Woche im Postkeller ihre S Ausschuß⸗ litzung ab. Nach Eröffnung der Sitzung durch den Vor⸗ sitzenden des Vorstandes Adam Volz wurde anstelle des zu den Waffen einberufenen Fabrikanten Horst Kaufmann Strauß als Vorsitzender des Ausschusses gewählt. Aus dem vom Geschäftsführer Fourier erstatteten Jahres⸗ bericht 1914 zu entnehmen, daß die Mitglieder⸗ zahl im Berichtsjahre durchschnittlich 8583 betrug gegen 5600 Mitglieder in 1913. Die Einnahmen der Kasse betrugen im Jahre 1914 347 783 Mk. gegen 245 656 Mk. im Jahre 1913. Ausgegeben wurden für ärztliche Behand⸗ lung 62692 Mk. gegen 48 582 Mk. im Jahre 1913, für Arznei und Heilmittel 34251 Mk. gegen 26816 Mk. im Jahre 1913, an Krankengeld 101675 W. gegen 81 091 Mk. im Jahre 1913, Wochengeld 6823 Mk. gegen 2383 Mk. im Jahre 1913, an Sterbege 5493 Mk. gegen 3165 Mk. im Jahre 1913, Krankenhaus⸗ pflege 27 162 Mk. gegen 22 205 Mk. im Jahre 1913. Die Verwaltungskosten betrugen im Jahre 1914 41 269 Mk. gegen 29009 Mark im Jahre 1913. Die erhöhten Aus⸗ gaben, denen eine entsprechend höhere Mehreinnahme gegen⸗ übersteht, sind auf die durch die neue Reichsversiche⸗ rungsordnung eingetretene wesentliche Erhöhung des Mit⸗ gliederbestandes usw. zurückzuführen. das Vermögen der Kasse betrug Ende 1914 leinschl. der Rücklage) 189 084 Mark; es hat sich gegen 1913 vermehrt um 23 138 Mark. In⸗ folge des Krieges 15 die Mitgliederzahl wesentlich zurück⸗ gegangen, trotzdem wurden seit Kriegsausbruch wesentliche Anforderungen an die 50 e gestellt. Nach den Ausführungen des Geschäftsführers wurden bis jetzt bereits 33 000 Mk. für Kranken- und Sterbegeld an Kriegsteilnehmer ausgezahlt; außerdem verursachte die Kriegswochenhilfe eine 1 15 der Kasse. Die Jahresrechnung 1914 wurde von der Versammlung genehmigt und der Verwaltung Ent⸗ lastung erteilt. In die Rechnungsprüfungskommission wur⸗ den die Herren Laudenbach, Nau und Kirchner ge⸗ wählt. i

Ein Kuchenbacktag vor Weihnachten und Silvester. Wie wir im Anzeigenteile unseres Blattes bekannt geben, hat der Kreisausschuß das Kuchenbacken am Freitag, den 24. und 31. Dezember gestattet unter der Be⸗ schränkung der Bundesratsverordnung vom 16. Dezember 1915. Wir verweisen gleichzeitig auf die Bekanntmachung der e betr. das Ausbacken in Privathaushaltungen hergestellter Backwaren. a

** Stadttheater Gießen. Aus dem Theaterbureau wird uns geschrieben: Viel Abwechslung bringt der Spielplan der Feiertage. Am 1. Feiertag gelangt als Gesamtgastspiel der Darm⸗ städter Hofoper und Hofmusik die Mozartsche OperDie Gärt⸗ nerin aus Liebe zur Aufführung. Diese Vorstellung beginnt um Uhr. Der zweite Feiertag bringt für den Nachmittag eine Wiederholung des beliebten SchwankesHerrschaftlicher Diener gesucht, für den Abend die erste Wiederholung der so außerordentlich erfolgreichen GesangsposseDer Jupbaron mit Musik von Walter Kollo(Komponist vonWie einst im Mai). Am 27. Dezember wird 1 das KindermärchenHänsel und Gretel gegeben. Am 27. Dezember abends findet eine Wiederholung des neuen liebenswürdigen Lustspiels von Presber⸗ Stein 17 7995 151 pe daun e die jüngst bei der Erstaufführung hier so vorzüg angesprochen hat.

1irc rern aus Liebe von W. A. Mozart. Zur Einführung in die Oper, die am ersten Feiertag durch das Darmstädter Hoftheater auf. Theatervereins auf⸗ geführt wird, schreibt man uns: Diese rtsche Oper, in deren Mittelpunkt die holde Gärtnerin mit dem echt Mozartschen e steht, hat in den 140 Jahren, seit sie der 18jährige Komponist schrieb, die geistreichsten musikalischen Leute beschäftigt; eine Menge von Bearbeitungen, die sämtlich auf einer Breitkopfschen Partitur und einem Kleinmichels Klavierauszug fußen, sind erschienen, so auch in jüngster Zeit wieder zwei von den Berger und eine andere von dem bekannten feinsinnigen Musikschrift steller Professor Bie. Die erste kam in Mainz, die zweite in Darmstadt zur ersten Aufführung, einstudiert und geleitet von Generalmusikdirektor v. Weingartner. Bie übersetzt den ihm von Mozart gebotenen schäferlichen Entwurf in die Phantastik; das Uebersinnliche, das im Rokoko viel sach eine große Rolle spielt, nimmt bei ihm einen breiten Raum ein, Eine nüchterne Motioie⸗ rung des Geschehens wäre deshalb stilwidrig gewesen, und so führt Bie die damals obligatorischen Prologe ein, einen am Anfang und einen vor einer Verwandlung. Die Handlung wird von Solisten geführt, unter ihnen Gertrud Geyers bach, die seit 175 Zeit 1 band des 1 5 0 1 eren herrli timme r viele einen lan behrten Genuß bedeuten wird. De baden Prologe spricht die 5 7 75 Frieda Auf 0 11 des Balletts werden einen

ymphentanz zur Aufführung bringen. f a

Der musikalische Abend von Fräulein Elisabeth Felchner zum besten erblindeter Krieger, brachte einen Rein⸗ ertrag von 100 Mark, welcher der Zentralsammelstelle in Berlin überwiesen wurde. 5. 1 9 95*

i Alice⸗Frauenveretn. Die Geschäftszimmer, Ab⸗ teilung für Kriegsgefangenenfürsorge, Liebesgabenabteilung, Aus⸗ kunftstelle, Kasse bleiben vom 24. bis 27. Dezember einschließlich, die Nähstunden vom 20. Dezember bis 3. Januar geschlossen.

F x ren wird für die Einstellung 19 eine gro a iwilliger angenommen. Wer in eine Unteroffizier⸗Schule aufgenommen zu werden wünscht, kann beim Bezirkskommando Zimmer 22 die Aufnahme⸗ bedingungen anfordern. Näheres im Anzeigenteil.

* Entwichene Kriegsgefangene. In der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember 1915 sind aus dem Kriegs⸗ gefangenenlager Gießen die nachstehenden Engländer entwichen: 1. Soldat Candy Lenead, 2 Soldat Cooler Arthur 3. Kor⸗ poral Dawedon Georg es. Kleidung: Vermutlich englische Uni⸗ form oder Zivil. Die Uniform und gegebenenfalls auch die Zivil⸗ kleider sind mit roten Oelfarbenstreifen versehen. Es wird gebeten, die notwendigen Nachforschungen anzustellen und im Falle der Ergreifung dem Kriegsgefangenenlager Gießen sofortige tele⸗ graphische Nachricht zu geben.. 8

Pferde versteigerung. Montag, den 27. Dezember, vormittags 10 Uhr kommen auf dem Pferdemarktplatz in Darm⸗ stadt etwa 40 Stück Bunen un zum Verkauf. An der Versteigerung können nur hessische Landwirte teil⸗

nehmen. 5 Landkreis Gießen.

u. Heuchelheim, 23 Dez. Auf dem Windhof, dessen Räume, wie bekannt, als Hilfslazarett Verwendung fand estern abend eine schlichte Feier statt. Diejenigen Frauen und ungfrauen Heuchelheims, die auch schon bisher als Helferinnen in genanntem Lazarett tätig waren, hatten es sich nicht nehmen lassen, den dort untergebrachten Ve oder sonstwie Er⸗

holungsbedürftigen eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Gegen 6 Uhr abends begann die Feier, die angesichts der drei kerzenschimmern⸗ den Weihnachtsbäume mit dem LiedeStille Nacht, heilige Nacht eingeleitet wurde, worauf Pfarrer Dörr unter der WorteSiehe,

Zugrundelegung

t n bei euch alle Tage bis an der Wels Ende eine der age entsprechende und zu Herzen gehende Weihnachtsansprache hielt. Nachdem noch mehrere musikalische Einzelvorträge und die von dem aus Verwundeten gebildeten Sängerchor unter Leitung seines Dirigenten, einem verwundeten Kameraden, eingeübten und schön vorgetragenen Weihnachtslieder verklungen waren, nahmen unsere Fel t. ihre Gaben, bestehend aus Weihna rinnen selbst angefertigten Brieftasche und