Ausgabe 
(23.12.1915) 302. Erstes Blatt
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gebenen aller Art, entgegen. An die Bescherung schloß sich ein en

Kinzenbach.

dessen an, an dem außer den Verwundeten auch die erschie⸗ nenen Gäste teilnahmen. Hernach entwickelte sich ein zwanglose⸗ Beisammensein. Die verschiedenen musskalischen und deklamato⸗ rischen Vorträge, meistens heiteren Inhalts, sowie ein guter Trunk boten die nötige Abwechselung und erzeugten eine recht gehobene Stimmung. Wohl jeder der Erschienenen mag aus den unteren Sälen des Windhofs mit dem Gedanken geschieden sein, einen schönen Abend verlebt zu haben.. l

» Garbenteich, 22. Dez. Dem Reservisten Ludwig Bopp von hier im aktiven Inf.-Regt. 116, der seit Beginn des Krieges im Jelde steht, wurde das Eiserne Kreuz verliehen.

Kreis Büdingen. i

4 Effolderbach, 23. Dez. Für hervorragende Tapferkeit

erhielt das Eiserne Kreuz und ein namhaftes Geldgeschenk der Wehrmann Auqust Kraft im Res.-Inf.⸗Rat. 68.

Stockheim, 22. Dez. Die Hessische Tapferkeits⸗

medaille erhielt der Unteroffizier Schmidt im Landsturm

Kreis Alsfeld. up. Von der Ohm, 23. Dez. Die Holzversterge⸗ rungen werden wohl im kommenden Jahre nicht so frühe statt⸗ finden können wie seither. Die Rotten der Holzmacher sind sehr zusammengeschrumpft. Die Leute brauchen also eine längere Ar⸗ beitszeit, um die Arbeit zu erledigen. Im oberen Ohmtal fällt

Infanterie-Regiment 10.

man zurzeit an den Straßen eine größere Anzahl von Eschen. Das Eschenholz ist gegenwärtig sehr begehrt und steht hoch im Preise. Dazu erfüllt man mit dem Fällen der Eschen einen

Wunsch unserer Landwirte, deren Aecker gerade die Eschen großen Schal zufügen. Auch als Straßenbaum hat die Esche abge⸗

wirtschaftet. Kreis Schotten.

up. Unter⸗Seibertenrod, 22. Dez. Auch unsere Ge⸗ meinde bereitete ihren Feldgrauen ein besonderes Weihn acht s⸗ geschenk. Sie kaufte ein Schwein von einem Schlachtgewicht von 160 Pfund. Das wurde zu lauter Blut⸗ und Leberwurst ver⸗ arbeitet. Die Würste wurden geräuchert und den Soldaten zuge⸗ sandt. Da Wurst bei unseren Feldgrauen ein sehr begehrter Gegenstand ist, erhalten also unsere heimatlichen Krieger ein Christ⸗ kindchen, das ihnen schmecken wird.

Kreis Friedberg. e, Friedberg, 23. Dez. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt Obargefreiterr Adolf Ruppel, Fußartillerie-Regiment

Nr. 14. Starkenburg und Rheinhessen. 5

ch. Bingen, 22. Dez. Als der Schleppdampfer, in dessen Anhang der SchleppkahnKarl Schroers Nr. 30 zur Talfahrt ausdrehen sollte, riß das Seil, das beide Fahr⸗ zeuge miteinander verband, ab und der Kahn trieb quer gegen die Landebrücke der Trajektboote, die zwischen Bingen und Rüdesheim verkehren. Es gelang, den Kahn, noch ehe er die Landebrücke wegdrängen und abreißen konnte, mit Draht⸗ seilen am Lande zu befestigen. Der Schleppdampfer nahm den Schleppkahn am hinteren Teile ins Schlepptau und zog ihn frei. Schaden an dem Kahn ist nicht entstanden.

Kreis Wetzlar. f

ra. Wetzlar, 23. Dez. Auf eine 25jährige Dienst⸗ zeit bei den Buderusschen Eisenwerken Lollar⸗Wetzlar konn⸗ ten in diesen Tagen zurückblicken die Arbeiter: Friedrich Felde⸗ Mainzlar, Heinrich Bittendorf⸗ Wißmar, Wil⸗ helm Jahnes⸗Daubringen, Gottfried Henkel⸗Salz⸗ böden und Heinrich Mandler⸗Dorlar. Die Hauptverwal⸗ tung hat jedem derselben ein Geschenk von 75 Mark ein⸗ gehändigt.. 5

ra. Launs bach, 23. Dez. In tiefes Leid wurden in diesen Tagen zwei hiesige Familien versetzt. Aus dem Felde kam die er schütternde Kunde, daß Hermann Rolls hausen, Familienvater von sieben unmündigen Kindern, durch eine Granate tödlich ge troffen wurde. Rollshausen war früher in Lollar auf dem Hütten⸗ werk beschäftigt. Am Montag starb in der Klinik zu Gießen das jüngste und einzige Töchterchen des Polizeidieners van der Stern, der vor Jahresfrist eine erwachsene Tochter und seine Frau durch den Tod verloren hat. Die Teilnahme mit den beiden schwer geprüften Familien ist allgemein.

Hessen⸗Nassau.

Wm. Kirchhain, 23. Dez. In der letzten Schöffen⸗

gerichtssitzung wurde ein Kaufmann aus einem be⸗

nachbarten Orte, der den Höchstpreis für Petroleum um

2 Pfg. für den Liter beim Verkauf überschritten hatte, zu

5 Mark Geldstrafs verurteilt. Ein Heuhändler hatte ent⸗

n dem Verbot des Kommandierenden Generals aus dem

is Kirchhain Heu ausgeführt und wurde deshalb eben⸗ falls mit einer Geldstrafe von 5 Mark belegt.

ra, Biedenkopf, 23. Dez. Kaufmann Hahn wurde in der Stichwahl zum Stadtverordneten gewählt.

Frankfurt a. M., 23. Dez. Die Stadtverordneten⸗ versammlung bewilligte in ihrer letzten diesjährigen Sitz⸗ ung weitere acht Millionen Mark für Zwecke der tädtischen Kriegsfürsorge. Damit sind bisher von er Stadt nahezu 20 Millionen für Kriegsunterstützungen zur Verfügung gestellt worden. Zur Deckung dieser Aus⸗ gaben beantragte 125 Magistrat die Aufnahme einer 20-Millionen⸗ Anleihe. Das Haus konnte sich je⸗ doch über die Bewilligung nicht ohne weiteres schlug werden, sondern übertrug die Angelegenheit dem Finanz⸗ ausschuß. Die seit Jahren übliche Vorlage des nächst⸗ jährigen Haushaltungsplanes am. der letzten Sitzung mußte wegen der durch den Krieg bedingten Nichtfertig⸗ stellung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Frankfurt a M., 23. Mit sofortiger Wirkung 10 der Magistrat den Kleinverkaufspreis für Auslands⸗

utter von 2,55 Mark auf 2,76 Mark das Pfund erhöht. Inlandsbutter wird nun wohl nicht mehr auf den Markt kommen. Der frühere Oberarzt der hiesigen Irrenanstalt, Prof. Dr. Alzheimer, ist im 52. Lebensjahr zu Breslau gestorben. Die Bestattung findet auf dem hiesigen Haupt⸗ friedhofe statt. 4

Idstein, 23. Dez. Ein in Amerika lebender Idsteiner, Fritz Weber, stellte der Stadtverwaltung für die Kriegsfürsorge 500 Mark zur Verfügung.

Vom Main, 23. Dez. Während der Bergfahrt sank bei Klein⸗Wallstadt ein mit 7000 Zentnern Zement beladener La st⸗ kahn aus Offenbach. Die gesamte Ladung ist verloren. Der Schaden ist erheblich..

Wiesbaden, 28. Dez. Das Vertrauensamt eines Mitgliedes des Ausschusses für Festsetzung der Lebensmittel- höchstpreise in Wiesbaden hinderte den Butter⸗ und Eier⸗

ändler Johann Rathgeber nicht im mindesten, die Höchstpreise für Butter im eigenen. 1 erheblich zu überschreiten! Rathgeber wurde für diesen groben Ver⸗ trauensbruch und das Ueberschreiten der Höchstpreise vom Schöffengericht zu 500 Mark Geldstrafe verurteilt. Das Alter des Mannes schützte ihn vor dem Gefängnis.

ra. Roth bei Herborn, 23. Dez. Das Eiserne Kreuz Erster Klasse ist dem Unteroffizier Th. Pfeiffer von hier verliehen worden, Bei seiner letzten Anwesenheit in Strypa hal der Kaiser dem Tapferen die Auszeichnung persönlich überreicht. Das Zwillingsbrüderpaar Pfeiffer(aktiv im 11. Jägerbataillon), stand bei Ausbruch des Krieges bei dem Kommando auf Bahnhof

Vermischtes. f

Eine deutsche Weihnachtsfeier in Sibirien. Etwa 359 jener Unglücklichen, die die russischen Barbaren wider alles Kriegsrecht und alle Menschlichkeit aus Ostpreußen ver⸗ schleppt hatten, waren im September 1914 in Tobolsk an⸗ gekommen, wo man ihnen eine verlassene Brennerei, ein altes, hölzernes Gebäude, drei Stockwerke hoch, als Wohnung ange⸗ wiesen hatte. Die Räume waren zugig und kalt. In ihrer leichten Sommerkleidung, ohne Wäsche, außer der, die sie auf dem Leibe trugen, wären wohl die meisten dem Typhus erlegen, der schon in ihren Reihen zu wüten begann und viele Opfer forderte, wenn nicht der deutsche Konsul aus Omsk, Herr Oskar Nolte, der ebenfalls nach Tobolsk verbannt worden war, sich ihrer tat⸗ kräftig angenommen hätte. Er kaufte ihnen Stiefel, warme Jacken, Mützen und Wäsche, und erreichte es bei den maß⸗ gebenden Behörden, daß das im Verfall begriffene Gebäude einigermaßen hergerichtet und gegen die Kälte besser gesichert wurde. Das Essen bekamen die Leute von der Regierung geliefert; es war kraftlos, wie die Gefangenenkost in Rußland überhaupt. Am schmerzlichsten entbehrten sie alle Tee und Zucker, da das Bedürfnis nach einem warmen Getränk in der kalten Jahres⸗ zeit besonders groß ist Im Buchhändler⸗Börsenblatte gibt ein Schicksalsgenosse jener Verschleppten eine schlicht⸗ergreifende Schil⸗ derung ihres Ergehens und ihres Weihnachtsfestes. Der Winter ist die gesündeste Jahreszeit in Sibirien; am Firmamente ein märchenhaftes Funkeln und Flimmern; von Mitte Oktober bis Ende März nicht einen einzigen Tag Tauwetter. Als das Weih⸗ nachtsfest herannahte, bemächtigte sich der Verbannten in Tobolsk eine sehnsuchtsvolle Stimmung unruhiger Erwartung, als müsse das Fest eine besondere Freude bringen. Eine Bitte beim Gou⸗ verneur, eine allgemeine Feier zu veranstalten, wurde allerdings abgeschlagen, dagegen wurde erlaubt, für die armen Ostpreußen in der Brennerei einen Christbaum anzuzünden und kleine Geschenke zu verteilen. Diese Erlaubnis wurde jedoch so spät verfügt, daß nur wenige davon erfuhren die Feierlichkeit wurde deshalb auch nicht durch neugierige Zuschauer beeinträchtigt. Gleich nach Dunkel⸗ werden versammelten sich die Ostpreußen in dem unteren Raume der Brennerei, und als der bescheidene Christbaum ange⸗ zündet war, erfaßte alle Herzen eine weihevolle Stimmung, Die schönen deutschen Christlieder erklangen, und dann hielt ein aus Semipalatinsk hierher verschickter Reichsdeutscher, ein ein⸗ facher Handwerksmeister, eine kurze, lernige Rede. Ohne Phrasen, in schlichten, aber packenden Worten, erzählte er von den wunder⸗ vollen Erfolgen der deutschen Waffen, die in nicht allzuferner Zeit allen die ersehnte Freiheit und die Rückkehr in die Heimat gewährleisten. Ein Hoch auf Vaterland und Kaiser schloß die eindrucksvolle Rede, und über manche Männerwange rannen Trä⸗ nen, die man nicht zu verbergen suchte. Aber dann brach die vaterländische Begeisterung durch;Es braust ein Ruf wie Donner⸗ hall und zum Schlusse das eherneEin feste Burg ist unser Gott erklangen wie Verheißungen in die nordische Winternacht. Zucker, Tee, Weißbrot und Tabak wurden an alle verteilt. Die bescheidenen Gaben erregten wohl große Freude, aber die Haupt⸗ sache war doch für die armen Verschleppten die Heimatsstimmung dieses Abends und die frisch erweckte Hoffnung. Die brennenden Kerzen am grünen Tannenbaum, der deutschen Weihnacht Wahr⸗ zeichen, erstrahllen zu Tobolsk in der Christnacht 1914 aus allen Wohnungen, in denen die von ihren Heimstätten vertriebenen Reichsdeutschen eine Unterkunft gefunden hatten.

* Der Präsident auf dem Kopfe. Die jüngsten Ver⸗ wickelungen in Haiti erinnern an einen kuriosen Vorfall, der sich dort nach dem Sturz des Präsidenten Salomon zutrug. Die kleine Republik hatte damals gerade eine ganze Menge neuer Brief marken erhalten, die das Bild ihres Lenkers zeigten. Da dieser inzwischen abgesetzt worden war, schien es wenig an⸗ gebracht, die Marken in den Verkehr zu bringen. Unglücklicher weise war die Lieferung aber bezahlt und bei den Einnahmen des Operettenstaates war es unmöglich, den ganzen Posten einfach zu vernichten und damit eine bedeutende Summe zu verlieren. Wie sollte man sich aus diesem Dilemma herausfinden? Die Not war groß, bis ein findiger Haitianer auf den probaten Gedanken ver⸗ siel, die fatalen Marken zwar in Gebrauch zu nehmen, sie aber nur unter der Bedingung zu verkaufen, daß sie umgekehrt auf geklebt werden müßten. Der Sinn dieser Forderung war der, daß es nun so schien, als sei der gestürzte Präsident mit dem Kopfe nach unten hängend abgebildet, die schändlichste Strafe, die es in Haiti gibt. Die Lösung wurde an maßgebender Stelle mit Jubel aufgenommen und tatsächlich durchgeführt.

'Ein Krückstock des Alten Fritzen. Von den Krück⸗ stöcken Friedrichs des Großen, von denen vier Stück sich erhalten haben und un Hohenzollern-Museum in Berlin aufbewahrt werden, hat einer eine merkwürdige Wanderung durchgemacht. Es war ein Stock mit goldener emaillierter Krücke, der nach dem Tode des großen Königs im Stadtschlosse zu Potsdam auf einem Tische des Speisesaals vorgefunden wurde. Als Napoleon 1803 in Potsdam räuberte, ließ er den Stock ebenso wie den Degen des großen Königs als Andenken mitgehen. Später schenkte er den Stock dem Marschall Ney Dieser überließ ihn seinem Sekretär Bayot. Auf verschiedenen Umwegen kam er dann in die Hände des Lord Willoughby of Eresby. Als im Jahre 1870 die glorreichen Siege der deutschen Armee über die Franzosen alle Welt in Erstaunen setzten, war dieser englische Lord, wie viele seiner Nation, von den Erfolgen der deutschen Heere so begeistert, daß er den Stock 1 1 Kaiser als Geschenkfür die deutsche Nation zu⸗ tellen ließ.

»Eine gute Ausrede für italienische Trinker. In derStampa wird folgende Anekdote erzählt, die den wein⸗ lustigen Italienern sehr willkommen sein wird: Als es Napoleon J. auffiel, daß einer seiner Offiziere dem Alkohol etwas zu lebhaft zusprach, ließ er ihn zu sich kommen und sprach:Hauptmann, ich glaube, Sie trinken zu viel!Es ist wahr, Majestät, antwortete dieser,aber immer auf Euer Wohl! Wenn die Italiener, was ja nicht zu selten vorkommt, etwas zu viel von ihren Lieblings- getränken zu sich nehmen, wird man ihnen keinen Vorwurf machen können, denn stets werden sie patriotisch sagen:Es stimmt, es war zu viel, aber ich trank auf das Wohl von Cadorna und Viktor Emanuel.

Weihnachtsgruß. Weihnacht ist wieder im Land! Und wenn auch draußen noch blutig und rot Des Kriegs verheerende Fackel loht Weihnacht ist wieder im Land!

Ich grüß' euch, ihr Helden, aus deutschen Gau'n, Die fern ihrer Heimat das Christfest schau'n,

Im Schützengraben, auf einsamer Wacht,

Wir denken eurer zur Heiligen Nacht!

Mit Kerzenflimmer aus stillstrautem Heim Grüßt euch die Heimat, ihr seid nicht allein!

Auch eurer denk ich, die nimmer zurück

Uns kehren zu Weihnachts- und Friedensglück.. Eure Seelen küßte himmlisches Licht,

Doch Erde und Menschenleid läßt euch nicht.

Ihr Toten, tot um des Vaterlands Ruhm, Unvergessen bleibt ihr im Herzen uns ruh'n!

Doch froh nun den Blick zu denen gewandt,

Die Weihnachten leben in deutschem Land! Wenn die Christnachtsglocken mit eh'rnem Mund Verkünden die heilige Heilandsstund',

Dann dankt dir All-Deutschland, du feldgraue Schar, Und bringet dir Gaben und Lieder dar.

Ihr, die von Wunden und Krankheit gequält, Immer mutig aufs Neu' den Arm gestählt!

Ihr kämpft für Frieden und Sieg! Und wenn auch draußen so blutig und rot Noch immer Tod und Verderben droht Frieden wird wieder der Welt! Ulrike Pfältzer.

Mürkte. 1

Gießeu, 23. Dez. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter das Pfund 1,90 0,00 Mk.: Hühner- eier das Stück 2600 Pfg.; Käse das Stück 810 Pfg., Käsematte 1 Stück 3 Pig.; Tauben das Paar 1,40 0,00 Mk., Hühner das Stlick 2,002,50 Mk., Hahnen 1,50 2,50 Mk., Gänse d. Pfd. 1,401,50 Mk., Ochsenfleisch das Pfund 1,20 1,24 Mk., Kuhfleisch 1,10 Mk. das Pfund, Rindfleisceh das Pfund 1,201,24 Mk., Schweinefleisch das Pfund 150- 0/00 Mk., Kalbfleisch das Pfund 1,20 1,24 Mk. Hammelfleisch das Pfund 1,001,16 Mk.; Kartoffeln der Zentner 3,75 Mk.; Zwiebeln der Zentner 2500 Mk.; Milch das Liter 26 Pfg.; Aepfel der Zentner 68 Mk., Birnen 715 Pfg. das Pfund; Nisse 100 Stück 5060 Pfg.; Spinat 2025 Pfg. das Pfund, Wirsing 1015 Pfg. das Stück, Gelberüben 1012 Pfg. das Pfund, Rotkraut 1525 Pfg. das Stück, Rosenkohl 20 bis 25 Pfg. das Pid., Kohlrabi 68 Pig. das Stück, Weißkraut 15 bis 25 Pfg. das Stück, Roterüben 78 Pfg., Römischkohl 68 Pfg., Blumenkohl 2050 Pfg.; Tomaten das Pfund 25 30 Pfg.; Sellerie 6-10 Pfg. das Stück; Endivien 1012 Pfg. Marktzeit von 8 bis 2 uhr. Fleischpreise auf dem Markte von answärtigen Händlern: Rindfleisch das Pfund 1,10 0,0 Mk., Rindfleisch⸗ Bratenstück das Pfund 1,100,00 Mk., Nierenfett das Pid 1,10 Mk., Leber- und Fleischwurst 1,30 Mk. das Pfund, Mettwurst 1,80 Mk. das Pfund, Schweinefleisch 1,40 Mk. das Pfund.

ch. Bingen, 22. Dez. Marktpreise. Kartoffeln das Pfund 4 Pfg., Endivien das Stück 5 10 Pfg., Rotkraut das Stück 4060 Pfg., Weißkraut das Stück 3040 Pfg., Wirsing das Stück 1020 Pfg., Blumenkohl das Stück 3060 Pfg., Kohlrabi d. St. 5 Pfg., Karotten das Pfund 12 Pfg., Lauch das Stück 6 Pfg., Sellerie das Stück 1012 Pfg., Zwiebeln das Pfund 20 Pfg., Birnen das Pfund 12 Pig, Aepfel das Pfund 10 Pfg., Butter das Pfund Mk. 2,11, Käse, weich, das Pfund 30 Pfg., Handkäse das Stück 14 Pfg., Eier das Stück 25 Pig.

fe. Wiesbaden, 22. Dezbr. Viehmarkt. Auftrieb: 395 Rinder(darunter 70 Oechsen, 25 Bullen, 300 Kühe), 267 Kälber, 30 Schafe, 200 Schweine. Bei lebhastem Geschäft und gleichen Preisen wie am 20. des Monats wurde bis auf Großvieh alles geräumt.

Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgesellschaft. Gottesdienst. 1 Sabbatfeier am 25. Dezember 19155: Freitag abend 4.05 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Samstag nachmittag 3.30 Uhr. Sabbatausgang 5.20 Uhr. Wochengottesdienst morgens 7.10, abends 4.00 Uhr.

g meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

8 23 2 2 823 2 8 e Dez. S 38 8 g A S Ss ss Wees 1915 ĩ 1 r 7 8 4e 8 725 2 22. 2[( 0,5 3,9 87 10 22,% 0%% 10 23. 7% 414 4,9 97 10 ö Höchste Temperatur am 21. bis 22. Dez. 1915 0,3 C. Niedrigste, ie,, eee

Niederschlag: 2,2 mm.

Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 24. Dez. 1913; Bedeckt, zeitweise Niederschläge, mild.

Letzte Nachrichten.

Die Entwaffnung der Serben in Griechenland.

Budapest, 23. Dez. WieA Vilag aus Athen meldet, veröffentlichen dortige Blätter eine amtliche Note, wonach die griechischen Truppen die auf griechisches Gebiet ge serbischen Truppen entwaffnen. Der englische Ge⸗ sandte Elliot habe Skuludis eine englische Note überreicht, in der unbedingt daran festgehalten wird, daß die auf griechisches Gebiet geflüchteten und dort entwaffneten serbischen Truppen ihre Waffen zurückerhalten müssen. Skuludis erklärte, er werde die Note dem Ministerrat unterbreiten.

Die Haftentlassung des Deutschenhetzers Schröder.

Rotterdam, 23. Dez. DerRotterdamsche Courant teilt mit, daß die Haftentlassung des Chefredakteurs des Amster⸗ damerTelegraaf, Schröder, damit begründet wird, daß Schröder für den Inhalt des Blattes nicht als verantwort⸗ lüch zu betrachten sei, da kurz vor dem Erscheinen des inkrimi⸗ nierten Artikels ein anderer verantwortlich gezeichnet habe.

Noch immer die Hoffnung auf die Aushungerung. Kopenhagen, 23. DieTimes f i Artikel, der die Regierung in schärssten Worten wegen abkommens mit Dänemark angreift: Gerade gegen Dänemark, einen unserer ältesten und vertrautesten Freunde, liegt uns gere jede Animosität vollständig fern. Aber gerade das wohl

Interesse der Neutralen fordert die möglichst schnelle Beendigung des Krieges und das stärkste Mittel zur Beschleunigung

dieses Abschlusses ist nun einmal die Absperrung Deutschlands. Die freundlichen Gefühle Englands werden von dänischer Seite minde⸗ stens mit gleicher Wärme erwidert, aber in der Frage des Handels steht Dänemark wie alle anderen neutralen Staaten gegen Eng⸗ land. Das Abkommen, das dem dänischen Handel emige Erleichte⸗ rungen brachte, ist bekanntlich in ganz Dänemark mit größter Ge⸗ mugtuung aufgenommen worden.

Die Handelstonnage Englands.

London, 23. Dez. Das Reutersche Bureau meldet: In einem Artikel über die Frachttarife schreibt dieTimes daß durch den Rückzug von der Suvla⸗Bay wieder eine Anzahl Schiffe für den gewöhnlichen Verkehr frei wird, wodurch der Zustand in den Schiffahrtskreisen eine Verbesserung erfahre. DieTimes

schätzt die Tonnage, die jetzt von der Regierung gechartert ist, auf nicht weniger als die gesamte Tonnage der deutschen

Handelsflotte vor dem Kriege.

Amtlicher Teil.

Bekanntmachung. Betr.: Die Bereitung von Backwaren; hier von Kuchen.

Der Kreisausschuß hat durch Beschluß von heute das Kuchen, backen am Freitag, den 24. und 31. lf. Mts. gestattet unter den Beschränkung der Bundesratsverordnung vom 16. Dezember 1915 (Reichs⸗Gesetzbl. Nr. 182).

Gießen, den 22. Dezember 1915.

Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Langermann.

Bekanntmachung. Betr.: Maul⸗ und Klauenseuche im Kreise Schotten. 2 Betzenrod und Ulrichstein ist die Maul⸗ und Klauenseuch⸗ erloschen. Gießen, den 20. Dezember 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

. J. V.: Hemmerde⸗ 1

in einem Handels⸗

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