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Eine neue Konferenz in Calais.
London, 5. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter⸗ sche Bureau teilt amtlich mit: As quith, Kitchener und Balfour, begleitet von militärischen und maritimen Beratern, donferierten heute in Calais mit Briand,
nach England zurück.
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555* 1 1 Der 66. Geburtstag Mackensens.
4 Berlin, 6. Dez. Feldmarschall von Hindenburg äu⸗ berte sich nach der Wiener„Neuen Freien Presse“ einem Tele⸗ gramm des„Berliner Lokalanzeigers“ zufolge Paul Goldmann 5 gegenüber dahin, daß sicher auch ferner die österreichisch-ungarische Armee gegen die Italiener siegreich bleiben werde. Ueber eine vernichtende Niederlage der Italiener würde er (Hindenburg) sich ganz besonders freuen. Dieser Krieg solle nicht seinen Abschluß finden, ohne daß die drei Hauptschuldigen, . England, Serbien und Italien, ihre gerechte Strafe erlitten. Daas seltsamste sei, daß die Völker der Alliierten Englands nicht merkten, wie sie nur für England sich aufopferten. Im Osten namentlich, sagte Hindenburg, habe das deutsche Heer die denkbar günstigste Linie erreicht. 0 Aus Warschau.
Berlin, 6. Dez. Nach einer Grazer Meldung der„Deut⸗ schen Tageszeitung“ ist ein Schnellzugsverkehr War⸗ schau— Danzig über Mlawa eingeführt. Die Reise betrage acht Stunden.— Nach einer Meldung desselben Blattes haben sich
an der War schauer Universität bereits gegen 900 Hörer einschreiben lassen.
Der Chefredakteur des„Telegraaf“ verhaftet.
g Amster dam, 4. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Der Chef⸗ redakteur Schröder von der Amsterdamer Zeitung „Telegraaf“ wurde heute nachmittag in seiner Wohnung von einem Geheimpolizisten verhaftet. Der Grund der Verhaftung ist vorläufig noch unbekannt.
Cürtische Berichte über neue Kriegserfolge.
Konstantinopel, 4. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Irakfront versucht der Feind, sich der Verfolgung durch unsere Truppen zu entziehen, indem er den Schutz seiner Kanonenboote aufsucht. Jedes derartige Halt⸗ 1 des Feindes verwandelt sich dank unserer energischen An⸗ griffe in Flucht. Am 1. Dezember kostete ein gleicher Versuch den gebe e große Verluste und brachte uns als Beute
mehrere hundert Gefangene, zwei mit Lebensmittel beladene Transportschiffe, ein anderes Fahrzeug, sowie zwei Ka⸗ nonenbosote, zwei Munitionswagen und eine große Menge Kriegsmaterial. Unter den Gefangenen, die zum größten Teil Eng⸗ länder sind, befanden sich ein Major, ein Hauptmann und ein. Fliegerleutnant. Die beiden erbeuteten Kanonenboote sind sehr stark. Das Kanonenboot„Kemed“ führt zehn Geschütze, das Kanonen⸗ boot„Firikles“ vier Geschütze vom Kaliber 10,5 und 7,5 Zentimeter und drei Maschinengewehre. Der größte Teil der auf ihnen erbeuteten Geschütze befand sich in gutem Zustande. Das nonenboot„Firikles“ wird bereits gegen den Feind verwendet. Unsere vom Norden von Kut⸗el⸗Amara ausgesandten Streit⸗ kräfte greifen die sich zurückziehenden feindlichen Kolonnen in der Flanke an und fügen ihnen gleichfalls viele Verluste zu. N An der Kaukasusfront nichts von Bedeutung. An der Dardanellenfront zeitweilige, aber manchmal langanhaltende Feuergefechte mit allen Kalibern und mit Unter⸗ brechung. Bei Anaforta haben einige Kreuzer, bei Ari Bur⸗ nu ein Torpedoboot und ein Mpnitor und bei Sedd ül Bahr een Monitor und ein Panzerkreuzer an der Beschießung des Lan⸗ des teilgenommen, wobei sie unsere Stellungen wirkungslos be⸗ schossen. Unsere Artillerie zerstreute zwei feindliche Kompagnien Infanterie die sich auf dem Marsche nach Kutf uk⸗Kemikli be⸗ fanden, rief in dem feindlichen Lager bei Buyuk⸗Kemikli einen rand hervor und sprengte ein Munitionsdepot der feindlichen Bat⸗ texie in der Umgebung von Lalebaba⸗Tepe in die Luft. Unsere Ar⸗ tillerie brachte eine schwere feindliche Batterie südlich Azmakdere zum n Einer unsexer Flieger griff einen feindlichen Flie⸗ ger an, der das Feuer der 5 l leitete, und zwang ihn zum Landen. Bei Sedd ül Bahr auf dem rechten Flügel schleuderte der Feind während eines lebhaften e in reichlichem
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Maße Torpedos gegen Zentrum und linken Flügel. Unsere Artil⸗ lerie beschoß ferner feindliche Bataillone, die Uebungen ausführ⸗
ten, zerstreute den Feind und fügte ihm Verluste zu. Der Feind, der wie in unserem Bericht vom 2. Dezember gemeldet worden ist, durch seine 9— unser Hospitalschiff„Reschid Pascha“ trotz
des Abzeichene des Roten Halbmondes, das durch internationale Verträge anerkannt ist, mit Bomben angreifen ließ, zögert anderer⸗
its nicht. alle seine militärischen Transporte unter der Genfer
lagge vor unserem er zu schützen. So beförderte er nachts in zwei Hospitalschiffen Soldaten, die von ihm bei Tage auf diese Schiffe gebracht worden waren. Diese Handlungsweise zeigt die Machtlosigkeit des Feindes und den Grad seiner Achtung vor den einfachsten Gesetzen der Menschlichkeit.
Gallieni und Admiral Lacasze und kehrten abends To
pen, die am 2. Dezember 25 Kilometer zurücklegten, die Verfol⸗ folgung des Feindes, der sich in voller Auflösung zurückzieht, fort. Die Ortschaft Bagh Kale, dicht westlich Kut el Amara, wurde von unseren Truppen besetzt. Wir erbeuteten dort den feindlichen Schleppdampfer„Eleaven“, sowie einen mit Proviant, Mu⸗ nition und Kriegsmaterial aller Art beladenen Leichter von 250 nnen und machten einige Gefangene. Die Zahl der in einer ein⸗ zigen Woche gemachten Gefangenen beträgt acht Offiziere, 520 Mann. Das kürzlich erbeutete Kanonenboot„Firiklesse“ wurde in „Selman Pak“ umgetauft, weil die Engländer die sechs Diener des Grabes dieses Heiligen, das bei dem Orte desselben Namens liegt, getötet hatten.
An der Kaukasusfront nichts Neues.
An der Dardanellenfront war das gewöhnliche feind⸗ liche Feuer zu Lande und zu Wasser dank der kräftigen Antwort unserer Artillerie ergebnislos. Bei Kimikli Liman strandete ein von unseren Granaten getroffenes feindliches Drans⸗ bort schiff, während ein Torpedoboot die Flucht ergriff. Bei Ari Bur nu vernichteten wir vor Kaulisirt ein feindliches Ma⸗ schinengewehr. Bei Sedd ül Bahr fand in der Nacht zum 3. Dezember ein heftiger Bombenkampf statt. Der Feind schleu⸗ derte zahlreiche Lufttorpedos gegen unser Zentrum und den linken Flügel. Unsere Artillerie traf mit vier Granaten ein fernd⸗ liches Panzerschiff, welches aus der Bucht von Saros die Gegend von Kavak Köprü beschoß. Das Panzerschiff stellte sein Feuer ein und entfernte sich. Sie zwang auch ein Torpedoboot zur Flucht, welches versuchte, sich den Inseln in dieser Bucht zu nähern. Auf dieser Front wetteifern in den letzten Tagen unser o Flieger in glänzenden Leistungen. Ein von unserem Fliegerleutnant Hali Rizza geführtes Militärflugzeug schoß bei Sedd ül Vahr ein feindliches Flugzeug herunter und zwang durch Bombenwürfe ein feindliches Panzerschiff, sich zu entfernen. Ein Torpedoboot, das dem Panzerschiff zu Hilfe kommen wollte, lief auf Grund. Darauf eröffnete unser Flieger ein Ma⸗ schinengewehrfeuer gegen die auf Deck des Panzerschiffes befind⸗ liche Besatzung, sowie auf die des Torpedobootes und zwang durch sein Feuer ein feindliches Flugzeug, welches ihn angreifen wollte, sich zurückzuziehen. Am 2. Dezember griff derselbe Flieger einen feindlichen Monitor, der unsere Stellungen beschoß, an und traf ihn, wie man feststellen konnte, mit seinen Bomben. Der Monitor sah sich gezwungen, das Feuer einzustellen. Konstantinopel, 4. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Nach weiteren Meldungen aus Bagdad verfolgt die türkische Armer die Engländer. Der Befehlshaber derenglischen Trup⸗ pen floh nach Bassorah. Die Türken erbeuteten auch einen
radiotelegraphischen Apparat.
onstantinopel, 4. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Die türkische Armee hat in Mesopotamien einen neuen Erfolg errungen. Sie erbeutete noch zwei englische mit 15 Zen⸗
timeter⸗Geschützen ausgerüstete Kanonenboote.
Das englische Eingeständnis der Niederlage in Mesopotamien. London, 5. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) In einem amtlichen Bericht über die Gefechte in Mesopotamien wird mit⸗ geteilt: Wie bereits gemeldet, hielt General Townshend das Schlachtfeld bei Ktesiphon besetzt und wies alle Gegenangriffe zu⸗ rück, bis die Verwundeten und 1600 türkische Kriegsgefangene weggebracht waren. Hierauf trat er mit Rücksicht auf die erlittenen großen Verluste und auf die Ankunft türkischer Verstärkungen den Rückzug an. Die ge⸗ samten britischen Verluste betrugen 4567 Mann. In der Nacht vom 30. November lieferte Townshend gegen eine viel stärkere Abteilung ein Nachhutgefecht. Dabei verloren wir ungefähr 150 Mann und zwei Flußdampfer, die infolge des feindlichen Feuers aufgegeben werden mußten, nachdem die Kanonen und Maschinen unbrauchbar gemacht worden waren. Townshend machte in seinem Bericht Mitteilung von der Ent⸗ schlossenheit der Truppen und der guten Ordnung, in welcher sie den Rückzug ausführten. Nach den letzten Berichten befand sich der General einige Meilen von Kutelamara, wohin sich seine Truppen zurückzogen. Englische Verluste.
London, 4. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) In der Unterhaussitzung vom 2. Dezember fragte der Natio⸗ nalist Lynth, wie groß die Verluste an der West⸗ front bei Loos in den letzten drei Monaten gewesen sind, und um wieviel die Front in den letzten drei Monaten vor⸗ gerückt ist, ferner, wie groß die Verluste der Australier seit der Landung auf Gallipoli sind und wie weit ihre Front vorrückte Tennant erwiderte, es wäre sehr unerwünscht, genaue Angabe über die Stellung der Fronten zu machen. Die Verluste der Engländer, Indier und Kanadier betrugen in den drei Monaten etwa 95 000 Mann, die der Australier
etwa 25 000 Mann.
London, 4. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Die am 3. De⸗ zember veröffentlichte Verlustliste weist die Namen von 118 Offizieren, darunter 83 aus Mesopota⸗
tamien, und 689 Mann auf.
Die kanadische Kriegsanleihe. Ottawa, 4. Dez.(WTB. Nichtamtlich. Reuterschen Bureaus. Der Finanzmini daß die Regierung beschlossen hat, anleihe von 50 Millionen. Dollars zu er hö
Meldung des ber teilt mit, den Betrag der Hriegs⸗ auf 100 Millionen hen, so daß alle über die anfänglich angeforderte Summe hinausgehenden Zeichnungen bis auf 6 Millionen Dollar angenommen werden. 50 Millionen
Konstantinopel, 5. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt init: An der Jrakfront setzten unsere Trup⸗
wurden verwendet, um die ursprünglich vorgesehenen kana⸗ dischen Streitkräfte aufzustellen 15 ee die rest⸗
lichen 50 Millionen, um einen Kredit für den Reichsschatz einzurichten, der zu Munitionseinkäufen und Sanierung des Wechselkurses dienen soll.
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Der Seekrieg.
London, 4. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Der britische Dampfer„Widdleton“ ist versenkt worden. 19 Mann der Besatzung landeten in Malta, einer davon ist schwer verwundet, vier sind umgekommen.— Der britische Dampfer „Clan Mac Leod“ ist versenkt worden.
Aus dem Reiche.
Die Fortschrittliche Volkspartei und die Friedensziele.
Der Zentralausschuß der Fortschrittlichen Volkspartei hat folgende Entschließung gefaßt: 5
Der Zentralausschuß blickt mit Stolz und Dankbarkeit auf die großen Erfolge, welche Deutschland und seine Bundesgenossen im Weltkriege errungen haben, und gibt im Bewußtsein der Kraft, Opferwilligkeit und Unermüd⸗ lichkeit des deutschen Volkes und Heeres dem festen Vertrauen Ausdruck, daß es in Bälde gelingen werde, der Welt den Frieden zu bringen, den sie ersehnt. Er verwehrt sich gegen den anmaßenden Anspruch seiner Feinde, daß trotz ihrer 1 auf allen Kriegsschauplätzen sie uns die Bedingungen dieses Friedens vorschreiben wollen. Er ist überzeugt, daß diese Bedingungen dem Deutschen Reiche nicht etwa, wie e Gegner heute noch träumen, besten⸗ falls Wiederherstellung des Zustandes vor dem Kriege, vielmehr dauernden Schutz gegen fremde An⸗ griffe und bleibende Mehrung seiner Macht, seines Wohlstandes und, soweit immer seine Sicherheit es — 5 erscheinen läßt, auch seines Gebietes bringen werde..
Der Zentralausschuß glaubt, daß im„ mit dem Abschluß des Friedens auch das Verhältnis zwi⸗ schen dem Deutschen Reiche und der österreichisch⸗ ungarischen Monarchie im Siane weitgehender und bleibender Annäherung der beiden Reiche auf politi⸗ schem, militärischem und wirtschaftlichem Gebiete 8 und damit die Möglichkeit eines, Anschlusses der lkan⸗ länder und des türkischen Reiches an die beiden Zentral⸗ mächte geschaffen werden soll,
Berlin, 4. Dez.(WTB. Nichtamtlich,) In: Haupt⸗ ausschuß des Reichstages erklärte Staatssekrelär Dr. N daß mit seiner Zustimmung zweimal 200 Mill. Mark zur Bekämpfung der Lebensmittelteuerung zur Verfügung gestellt worden seien. Die erhöhte Familienunter⸗ 850 stützung solle den Minderbemittelten die Beschaffung ihres Lebens⸗ unterhaltes erleichtern. Demselben Zweck dienten die Ausgaben für die Arbeitslosen. Die Unterstützungen für die Textilarbeiter würden zur Hälfte vom Reiche getragen. Wenn der Slaat Sum⸗ men hergebe für die Aufzucht von Schweinen, so sei das im In⸗ teresse der Konsumenten zu begrüßen. Was von Reichs wegen in dieser Hinsicht geschehen könne, werde geschehen. Es müsse daran erinnert werden, daß die Verhältnisse bei uns besser seien, wie in anderen Ländern, die viel größere Preissteigerungen auf dem Lebensmittelmarkt hätten. Hier aufklärend zu wirken, halte er auch für eine wichtige Aufgabe der Presse, die dazu beitrage, die Einigkeit zu erhalten.
Berlin, 4. Dez.(WTB Nichtamtlich.) Der„Reichs⸗ anzeiger“ meldet die Verleihung des Ritterkreuzes mit Schwertern des Königlichen Hausordens von Hohenzollern an den Leutnant Immelmann bei einer Feldflieger⸗ abteilung.
Aus Stadt und Cand. Gießen, 6. Dezember 1915.
Der Kinderbischof.
Ciner der merkwürdigsten mittelalterlichen Kirchen⸗ bräuche knüpfte sich an den Nikolaustag. Im Mittelalter war die Kinderbes. ing am Tage des heiligen Nikolaus, des Schutzpatrons der Kinder, allgemein üblich. An diesem Tage fand in vielen christlichen Kirchen Deutschlands das Fest des Hinderbischofs statt. Dieses war beispiels⸗ weise in Hamburg im 13. Jahrhundert vollkommen ein⸗
ebürgert. Es wurde in der Kirche die Wahl des Kinder⸗ ischofs vorgenommen, die die Einleitung zu einer Zeit der Kinderherrschaft bildete. Der Kinderbischof blieb bis zum 25. Dezember, eine Zeitlang sogar bis zum Feste der unschul⸗ digen Kinder felt ber), in seiner Würde und ahmte in der Kirche selbst alle die kirchlichen Gebräuche nach. Er hatte einen Kinderklerus, eine ganze Hierarchie von Priestern unter sich. Bei den von Kindern ausgeführten geistlichen Funktionen spielte der prophetische Esel des Bileam aus der alten jüdischen. als Verkünder des Sterns der drei Könige eine große Rolle. Er wurde feierlich zum Altar geleitet und dort mit einem Liede begrüßt. In Ham⸗ burg durfte sich ferner die R schon am Andreas⸗ tage(30. November) einen Kinderabt wählen, der im Prä⸗ latenschmuck ihren Prozessionen voranging und in den Kirchen sowie bei sonstigen Feierlichkeiten alle Vorzüge genoß. Am Nikolaustage mußte er jedoch seine Würde 1 um dem Kinderbischof zu weichen. Im Jahre 1305 ordnete eine Vereinbarung zwischen Rat und Dom⸗ kapitel das Wahlverfahren dahin, daß das Recht der Wahl den Kirchendomherren(Scholares Canonici), d. h. einer Reihe von Domschülern zustehen sollte; bei Wah streitig⸗ keiten präsentierte das Kapitel einen Kandidaten, der dann gewählt werden mußte. Der erwählte Kinderbischof zog sofort im bischöflichen Ornat in den Dom, wo er am Altar einen Ehrenplatz e und dem Gottesdienste bei⸗ wohnte sowie nachher selbst eine geistliche Rede hielt. Darauf folgte der feierliche Umzug durch die Stadt, voran der Kinderbischof zu Pferde und hinterdrein die übrige Jugend, teils in priesterlicher Tracht, teils im Maskenkostüm, und ein Jestschmaus beschloß den e Das wiederholte sich dann jeden Sonn⸗ und desttag bis zum 25. oder 28. Dezember. Es war ein echt mittelalterliches Kinderfest. In Mainz wurde die Wahl des Kinderbischofs erst im Jahre 1779 abgeschafft; in Regensburg wählten die Kinder später erst am Tage der Unschuldigen Kinder einen Bischof und führten ihn im Pomp in der Stadt herum. Auch in der englischen Kirche wurde dieser Brauch geübt. Der Knabe, der den Bischof Nikvlaus darstellte, wurde in Prozession herumgetragen, segnete die lachende Menge und durfte auch die Kanzel besteigen. Der englische König Eduard 1. hörte auf seinem Kriegszuge nach Scholllend im Jahre 1299 bei New Castle die Vesper von einem sol Chorknaben. In Salisbury hatte der Knabenbischof sogar das Recht, alle Pfründen zu vergeben, die während dieses Tages erledigt wurden. Unter 75 VIII. wurde der Brauch zwar klb⸗ geschafft, aber sein Na folger führte ihn wieder ein.
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